Warum sind viele Menschen in Deutschland mit Rollstuhl ist das ein üblicher Krankheit, warum?

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9 Antworten

In jedem Rollstuhl sitzt ein Einzelfall, das ist nicht generalisiert zu betrachten.

Die Fälle, die ich persönlich kenne, sind Unfallschäden (zwei davon) und einer hat MS. Der mit MS nutzt den Rollstuhl nur phasenweise.

Daneben gibt es viele weitere Erkrankungen, die einen Rollstuhl notwendig machen.

Krankheiten werden oft auch durch einen schlechten Lebensstile begünstigt. Sprich Drogen, fast-Food, die ganzen fertig Gerichte und Tüten wo Zusätze drin sind welche nicht gerade gut sind, zu viel ungesunde soft Drinks, eistee für Babys,... 

nicht jeder im Rollstuhl hat ungesund gelebt oder Drogen genommen, aber es wird sicherlich auch dazu beitragen das wir mehr Erkrankungen im Alter haben. Gerade wenn wir schon in der Kindheit passiv rauchen, Cola trinken, keinen Sport machen und ungesund/ einseitig essen. Manche haben aber auch trauriger Weise einfach Pech und wurden vll. Von einem betrunkenen angefahren

Ich weiß nicht woher du kommst. Aber könnte es sein, das du hier sehr viele Menschen mit Rollstuhl siehst, weil in deinem Land die Medizinische Versorgung schlechter ist.

Das diese Menschen dort entweder im Bett, im Haus bleiben müssen, wenn sie nicht mehr gehen können? Oder das Schwerstbehinderte von den Verwannten "versteckt" werden, vor der Öffendlichkeit. Auch so was giebt es in anderen Ländern, und das nicht selten.

Hier können viele durch den Rolli ein Selbstbestimmtes Leben führen, und tun dies auch, in aller Öffendlichkeit.

Ich glaube nicht, das es hierzulande mehr Gehbehinderte gibt, als wo anders auf der Welt.

Riizzaa 20.01.2017, 00:05

doch , Leider gibt es hier mehr und  wird es noch mehr werden. 

Siehe im Wikipedia 

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FunnysunnyFR 20.01.2017, 00:14
@Riizzaa

Aha, ich lern ja auch noch dazu.

Kannst du den Link oder das Stichwort von Wikipedia mal schicken.

Die Statistik interessiert mich nun auch.

Danke.

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Riizzaa 20.01.2017, 00:52
@FunnysunnyFR

Im Wiki : KrankheitshäufigkeitBearbeiten
Die multiple Sklerose ist in Mitteleuropa die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer (Gynäkotropie). Nach aktuellen Schätzungen liegt die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) in Deutschland bei 149 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern, woraus sich eine Gesamtzahl von etwa 122.000 Erkrankten ergäbe.[9] Andere Schätzungen gehen von 67.000 bis 138.000 erkrankten Patienten aus.[10]

Für Österreich werden vergleichbare Zahlen angegeben, woraus eine Gesamtzahl von etwa 8150 Erkrankten resultiert.[11] Für die Gesamtschweiz liegen keine epidemiologischen Untersuchungen vor, für den Kanton Bern wurde jedoch mit 110 Erkrankten pro 100.000 Einwohner eine vergleichbare Prävalenz ermittelt.[12] Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen an der MS erkrankt.

SterblichkeitBearbeiten
Insbesondere bei Patienten, die keine höhergradigen Behinderungen aufweisen, ist die Mortalität (Sterblichkeit) nicht wesentlich erhöht.[13] Die Lebenserwartung von MS-Patienten liegt in Gegenden, für die ein vollerhebendes MS-Register existiert (wie zum Beispiel Dänemark und Teile Kanadas), unter der von Nichterkrankten vergleichbaren Alters.[14] In den letzten Jahrzehnten ist in Dänemark jedoch ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit zu verzeichnen.[15]

Eine Ausnahme ist hier die maligne Form der MS, die sogenannte Marburg-Variante (nach Otto Marburg), von der vor allem junge Patienten betroffen sind: Diese akute schwere Verlaufsform der Erkrankung ist sehr selten. Schon zu Beginn treten bei diesem MS-Typ schwere Schübe auf. Der schnelle Verlauf führt innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten zu einer hochgradigen Behinderung und häufig auch zum Tod des betroffenen Menschen, letzteres insbesondere in den Fällen, in denen Herde im Hirnstamm auftreten.[16] Die Abgrenzung der malignen Sonderform der MS von der akuten disseminierten Enzephalomyelitis (ADEM) ist schwierig, jedoch fehlt im Gegensatz zur ADEM bei der Marburg-Variante oft eine vorausgegangene Virusinfektion.

Geografische VerteilungBearbeiten

Durch multiple Sklerose beeinträchtigte Lebensqualität (disability-adjusted life years, DALY, pro 100.000 Einwohner).
< 15
15-18
18-21
21-24
24-27
27-30
30-33
33-36
36-39
39-42
42-45
> 45
Quelle: WHO 2004[17]

Demyelinisierung bei multipler Sklerose.
In der Markscheidenfärbung nach Klüver-Barrera ist eine deutliche Abblassung der (hier blau gefärbten) Markscheiden im Bereich der Läsion erkennbar
(Originalvergrößerung 1:100).

Demyelinisierung bei multipler Sklerose.
In der immunhistochemischen Färbung für CD68 markieren sich (braungefärbt) zahlreiche Makrophagen im Bereich der Läsion.
(Originalvergrößerung 1:100)
In der äquatorialen Zone ist die Erkrankungshäufigkeit geringer als in den nördlichen oder südlichen Breiten. Menschen, die als Kinder und Jugendliche aus MS-reichen Zonen in MS-arme Zonen übersiedeln (zum Beispiel von Europa nach Südafrika oder von Amerika und Europa nach Israel), übernehmen das Erkrankungsrisiko des Ziellandes, während ältere Personen die Krankheitshäufigkeit ihres Herkunftslandes behalten. Dieser Befund stellt ein wichtiges Argument für die Beteiligung eines Umweltfaktors im Kinder- und Jugendlichenalter an der späteren Entstehung der Erkrankung dar (Infektionshypothese).[18]

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FunnysunnyFR 20.01.2017, 11:29
@Riizzaa

Ok, das ist eine Statistik über MS.

Aber nicht jeder der MS hat sitzt im Rollstuhl, und nicht jeder der im Rollstuhl sitzt hat MS.

Das macht auf die Gesamtzahl der Rollstuhlfahrer nicht so viel aus.

Und würde auch nur die Theorie bestärken, das in Ländern mit niedrigerem Standart in der Medizin, MS erkrankte einfach nicht mehr das Haus verlassen können, oder die Diagnose MS einfach nicht gestellt wurde.

Trotzdem danke für die Statistik.

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Es gibt sehr viele verschiedene Krankheitsbilder, die zu einem Rollstuhl führen können. Jedes Problem ist anders.

Wenn es ein sehr alter Mensch ist, kann es auch mal nur die "Altersschwäche" sein, dass er Langstrecken einfach nicht mehr bewältigen kann.

In Ländern ohne Rollstühle, müssen die Leute zu Hause bleiben.
Und man sieht sie nicht.
Deswegen sieht man hier Menschen im Rollstuhl.
Weil sie raus können und sich draußen fortbewegen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Behinderung#Anzahl_der_Menschen_mit_Behinderung

In Deutschland leben rund 7 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Praktisch jeder 12. hat also ein körperliches oder geistiges Problem.

Da ist es völlig normal, dass du hin und wieder mal jemanden mit Rollstuhl siehst, auch wenn natürlich nicht jeder Behinderte auch im Rollstuhl sitzt.

Riizzaa 19.01.2017, 23:51

Das ist traurig 

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konzato1 19.01.2017, 23:53
@Riizzaa

Die hohe Zahl hat mich auch etwas überrascht, aber traurig ist es nicht, dass du viele Menschen im Rollstuhl siehst. Immerhin erkennt man daran, dass sie am Leben teilnehmen können und dürfen.

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Riizzaa 19.01.2017, 23:57
@konzato1

Vileicht hat es mit dem Klima und Wetter zu tun? Das viel Menschen krank sind!?

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konzato1 20.01.2017, 00:03
@Riizzaa

Nein, das hat es nicht. ;)

Es hat aber etwas mit unserem immer höheren Alter und unserer sehr guten medizinischen Versorgung zu tun.

Dass du so viele Menschen im Rollstuhl siehst, ist also nicht unbedingt etwas Negatives.

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Hallo,

im Rollstuhl zu sitzen, ist keine Krankheit, sondern eine Behinderung.

Ursachen dafür gibt es viele: Querschnittlähmungen, Altersschwäche, Probleme mit den Muskeln, Probleme mit den Knochen,...

Es gibt länder auf dieser welt, wo sich gehbehinderte keinen rollstuhl leisten können, deshalb bleiben sie zu hause. 

Es gibt 1000Gründe. Verhindern kann man das wohl in den wenigsten Fällen.

Ob es in Deutschland nun mehr oder weniger Rollis gibt als in andren Ländern weiß ich nicht ...

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