Warum sind viele Menschen egozentrisch ohne jegliche oder geringe Empathie, fehlt es ihnen an Intelligenz oder sozialer Kompetenz wegen 'traumatas'?

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5 Antworten

Ich persönlich gehöre dazu, ich bin eine ziemlich egozentrische Person, zumindest sagte man das zu mir. Als ich kleiner war, hatte man bei mir den Verdacht auf Asperger, das stellte sich letztlich aber als Fehldiagnose heraus. 

Dennoch ist bei meinem letzten IQ-Test aufgefallen, dass meine soziale Kompetenz weit unter dem Durchschnitt liegt. Mir fehlt das Verständnis für andere Personen, Empathie empfinde ich ebenfalls kaum, an sich bin ich eine Person, der es einfach an sozialer Kompetenz mangelt.

Daher fühle ich mich bei Technik und mit Computern oft wohler als mit realen Menschen, die Technik verstehe ich, damit komme ich klar, und meine Identität liegt eigentlich nur im netz und in Videospielen. Ich habe mir im Internet quasi mein kleines Zuhause eingerichtet, und fühle mich dort am wohlsten.

Andere meinen zu mir immer nur, sie könnten sowas nicht nachvollziehen, das sei abnormal, und ich würde letztendlich ja nur Mist reden. Mir ist allerdings sehr viel widerfahren, was es mir beinahe unmöglich macht, anderen Menschen noch zu vertrauen, oder einfach normale Freunde zu finden. Ein Problem damit habe ich nicht, trotzdem fühlt man sich aufgrund dessen oft ziemlich einsam.

Oft sagt man mir, ich sei wohl nicht fähig, eine gewöhnliche Unterhaltung zu führen. Das liegt daran, dass ich nicht viel rede, und dass die wenigen Worte, die ich rede, ziemlich kalt und berechnet auf Andere wirken, so sagt man es mir zumindest oft.

Ursachen kann egozentrisches Verhalten viele haben, aber ich habe nun einfach mal von mir selbst gesprochen, und ich hoffe, ich konnte dir damit weiter helfen.

Also kann man bei dir tatsächlich behaupten die mangelnde Kompetenz liegt einem Trauma zugrunde?

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@MrSasa77

Die mangelnde soziale Kompetenz ist bei mir angeboren, genau so wie die Inselbegabung im logischen Denken. Aber diese Traumata erschweren es mir ungemein, wenigstens auch nur Menschen zu finden, denen ich so halbwegs vertrauen kann. Sie verhindern mir, viel unter Menschen zu sein, weil ich mich sehr schnell unwohl fühle, und ja...

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Also hast du doch eine Art von autismus?

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@MrSasa77

Kann man so sagen, ja. Offiziell wurde mir nicht gesagt, dass ich eine Art Autismus zeigen würde, aber ich denke, man kann es schon so bezeichnen.

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Ich denke jeder wird heutzutage an allen Ecken und Enden dazu erzogen ersteinmal auf sich selbst zu schauen. "Erst ich dann könnt ihr euch um die Reste prügeln.."

So oder so ähnlich erkläre ich mir das.

Also schon mangelnde Intelligenz der Eltern oder nicht? Eigentlich wäre es ja sinnvoll seinen Kindern Nächstenliebe nahe zu legen

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@MrSasa77

Wenn das nicht geschieht und auch das Umfeld eher abweisend ist (Nachbarn, andere Kinder, etc.) dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass so ein emotionaler Schaden entsteht, der sich durch entsprechendes Verhalten kontraproduktiv dem jeweiligen Umfeld äußert.

Ich denke aber es wäre unfair in jedem Fall den Eltern die Schuld zu geben. Es kann auch durch ein beschädigtes Weltbild o.ä. so weit kommen.

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@MrSasa77

Es ist schon richtig die Eltern müssen gewisse Dinge lehren, aber vielmehr müssen sie selbst diese Dinge vorleben.

Ein Kind kann aus der Kombination daraus sicher besser lernen, evtl ist auch emotionale isolation der Familie mitschuldig?

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Naja, Empathie ist doch schon für mich ein wichtiges Attribut, worauf Eltern wert legen sollten bei ihren Kindern. Sie trifft nicht die volle schuld denke ich, aber zumindest eine teilschuld!

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@MrSasa77

Eine Teilschuld trifft sicher die Familie, aber eher dann wenn noch von jüngeren Menschen die Rede ist. Je älter sie ist umso mehr Einflüssen hat die Person unterlegen. Das heißt, die Person nimmt bezug auf das erlernte und verarbeitet so das neue. Im Laufe der Zeit kann sich so auch das Verhalten der Person, abhängig vom erlebten verändern.

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mit emotionaler Isolation meinst du Abgrenzung zur Außenwelt also fast ausschließlich Aufenthalt in der komfortzone? Falls ja Stimme ich dir zu das könnte ein weiterer Grund sein

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@MrSasa77

Ich dachte schon fast an den Zwang sich selbst als Mittelpunkt der Welt zu sehen, rs gibt auch viele Kinder denen ein solches Verhalten eher unbeabsichtigt anerzogen wird.

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natürlich, dennoch spielt die Erziehung eine sehr große Rolle auch in der späteren Meinungsbildung

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Ich weiß was du meinst, klar kann man nicht von jedem Elternhaus erwarten das es die neuesten wissenschaftlich anerkannten Methoden zur Erziehung benutzt aber solch ein substanzielles Attribut... Ich wiederhole mich, aber ich denke schon dass es jedem klar sein sollte wie wichtig es ist miteinander zu kommunizieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

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Die Frage ist wie ändert man das, die Antwort wahrscheinlich: gar nicht 😅

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Ich schaue halt, dass es mir gut geht. Ich könnte mich auch um das Leid anderer kümmern, aber dafür ist mir meine Zeit zu schade, ich widme mich lieber Dingen die mir Spass machen.

Auch deine Mitmenschen mit denen du dich tagtäglich beschäftigst sind dir 'egal'?

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@MrSasa77

Mein direktes Umfeld natürlich nicht. Aber ich kümmere mich eben nicht um das Leid in aller Welt.

1. könnte ich es eh nicht verhindern

2. würde ich mich dann mit negativen Gefühlen überfluten.

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Egozentrisch und empathiefähig sind zwei Paar Schuhe.

Empathie empfinden alle Leute, außer Psychopathen. Die sogenannte cognitive empathy ist angeboren.

Aber Hauptverantwortlich ist in meinen Augen unser Wirtschaftssystem, der Kapitalismus.
Denn dort, wo jeder immer mehr haben will, heute mehr als gestern, morgen mehr als heute, da kommen Menschen zu kurz.

Es ist doch kein Geheimnis, dass bei uns Menschen weniger wert sind als Geld.
Brauchen Leute Hilfe, weint man erstmal um sein Portemonnaie.

Wenn man z.B den 2. WK nimmt.
Dort haben die Leute, die in Gräben geschlafen haben, am Tag eine Kartoffel gehabt. Und die wurde noch geteilt.

Aber dort, wo nur materielles zählt, da entsteht Neid. Neid um nichts.
Wenn man mal an sich herunter schaut, merkt man dass man dicker ist denn je.
Bloß wenn jemand auch so leben will, werden wir unerträglich.
Hier geht es nicht wie im Tierreich ums Überleben, wenn z.B zwei Löwen um Futter kämpfen.
Hier geht es um Bloßen Neid. Ich will besser sein als du, ich will mehr haben als du.

In diesem Sinne, ich hoffe, ich bekomme für die Antwort mehr Punkte als andere ;-)

Also zunächst mal das egozentrik und Empathie das gleiche ist hat keiner behauptet oder etwa doch? :D und wie erklärst du dir, dass manche sich so entwickeln wie du gerade beschrieben hast aber, auch noch einige die Rücksicht gelernt haben? Wir leben ja alle im gleichen System müssten wir dann nicht alle selbstsüchtig sein?

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Nein, weil nicht jeder Mensch gleich ist. Jeder hat freie Meinungsgewalt und einige mögen das System, und andere nicht. Wir sind ja keine Marionetten.

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Kapitalismus mag eine Rolle spielen aber auch hier möchte ich nicht sagen das es einzig und allein darauf zurückzuführen ist

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Aber das "Abstumpfen" ist sicherlich eine Folge.

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Die wurden so manipuliert, dass man nichts mehr ändern kann. 

inwiefern manipuliert?

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