Warum sind viele für Kommunismus?

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8 Antworten

Weil es viele gibt, die nicht zu den 'Reichen' gehören und die Vorstellung (evtl auch durch mangelnde Bildung) haben, dass sie dann mehr hätten als jetzt, da ja alles 'gerecht' verteilt würde.

Aber spätestens seit Animal Farm sollte jeder wissen, dass das nicht funktioniert. Die Geschichte liefert sonst ja auch genug Beispiele.

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Kommentar von Annox
16.12.2015, 14:52

Kommunismus hat es nie gegeben.

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Solange sich Menschen nicht als "gleich" erweisen in ihren Fähigkeiten, solange wird es den historischen Gegebenheiten unterschiedliche Bewertungen geben. In Zeiten der Jagdkultur waren die besten Jäger von höchstem Ansehen und die Führer des Stammes wurden aus ihnen gewählt. In Zeiten, als Stämme umherzogen und kriegerisch auskämpften, wer die besten Lebensmöglichkeiten erhält, wurden vornehmlich diejenigen Könige und Stammesfürsten, die den Stamm im Krieg erfolgreich führen konnten. Wer heute die komplexen technischen, ökonomischen und politischen Verknüpfungen beherrscht macht Karriere in Wirtschaft und Politik. Wie sich das in Zukunft ändert oder ob sich das jemals zu einer Gleichheit aller Menschen entwickelt, werden wir wohl nicht mehr erleben. Da darf jeder seinen Traum pflegen. Doch auf die Hoffnung, dass das morgen kommt, sollte er sich lieber nicht einlassen. Im Moment ist die gesellschaftliche Entwicklung eher in eine umgekehrte Richtung: Einige Eliten und eine Masse im Menschenzoo nach dem schon in Rom bewährten Prinzip gehandhabt: Brot und Spiele. Es wäre aber ein verheerender Fehler zu glauben, dass sich die Eliten untereinander einig sind. Ihre Machtspielchen können zu Krieg wie zu wirtschaftlichem Ruin führen. Unsere Gesellschaft ist wie eine Hühnersuppe: Wenn sie noch so turbulent umgerührt wird, die Fettaugen schwimmen immer oben. Sie geben sich nur hin und wieder andere Namen. Und siehe da, Umfragen zeigen, dass die Deutschen insgesamt zufrieden sind, auch wenn sie abgezockt werden wie verrückt.

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Warum möchte man eine klassenlose Gesellschaft wo alle gleich sind

Naja, weil

es Menschen gibt die grundsätzlich immer besser sind als andere? Das liegt doch in der Natur des Menschen oder nicht?

kein Naturgesetz ist.

Ich meine ich könnte es nicht verstehen, wenn ein McDonalds-Mitarbeiter gleichgesetzt werden würde mit einem hochangesehen Wissenschaftler

Erstens ist das schon eine kapitalistische Kategorie, in der du da denkst, zweitens geht es nicht um Gleichmacherei, sondern um die Aufhebung der künstlichen Trennung von "Gut" und "Ware", drittens: Wer entscheidet denn, welcher Beruf "wichtiger" und "nützlicher" ist, und anhand welcher Kriterien? Mir würden der Müllmann und die Krankenschwester deutlich schneller fehlen als der Vorstandsvorsitzende von Daimler.

Und wäre in Deutschland jemals Kommunismus als Regierungsform möglich?

Kommunismus ist keine Regierungsform, sondern eine Gesellschaftsordnung.

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Kommentar von Annox
16.12.2015, 15:04

Gute Antwort.

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  1. Die Arbeitsteilung beruht nicht auf einer Natur des Menschen, sondern ist jeder Fähigkeit vorausgegangen. Erst als eine neue gesellschaftliche Ordnung eine neue Teilung der Arbeit notwendig gemacht hat, wurden Fähigkeiten zu realen Kategorien. Das bedeutet nicht, dass bestimmte, meinetwegen besondere physiologische oder anatomische Eigenschaften nicht diese oder jene Arbeit begünstigen würden, sondern vielmehr, dass diese Eigenschaften von ihrem gesellschaftlichen Kontext bearbeitet werden. Das Potenzial, ein hoch angesehener Wissenschaftler zu werden, ist nicht angeboren - es gibt keine Genies, es gibt nur Ignoranz. Doch eine Produktionsweise, die darauf angewiesen ist, dass Menschen sich auf einen Kreis der Tätigkeit beschränken und spezialisieren, selektiert sie entsprechend. Im Kommunismus sind Menschen vielseitig ausgebildet, angeborene Unterschiede spielen eine genauso untergeordnete Rolle gegenüber der gesellschaftlichen Struktur wie heute.
  2. Der Kommunismus ist keine Regierungsform, sondern das Bestreben, über die derzeitige kapitalistische Produktionsweise hinauszuwachsen, indem sie mittels der Aufhebung des Privateigentums negiert wird. Dadurch wird der Staat irgendwann überflüssig. Ja, das ist möglich, das ist der entscheidende Punkt im Marxismus. Ob es so weit kommt, ist eine andere Frage.
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Kommentar von lesterb42
17.12.2015, 16:51

und wenn sie nicht gestorben sind.............

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Menschen sind nicht von Natur aus besser als andere. Das was einen "besser" macht, ist die eigene Leistung, die Fähigkeiten und Instinkte die angeboren sind und die Erziehung vielleicht. Menschen sind verschieden, ja. Dennoch haben manche keinen Einfluss auf ihren Charakter (z.B. durch schlechte Beziehung). Wieso sollten diese verdienen, ungerechter behandelt und benachteiligt zu werden? Man kann nicht pauschal sagen "du bist besser als ich" oder "der da ist schlechter als der daneben". Jeder Mensch hat seine Vor- und Nachteile, um es mal so auszudrücken.
Wenn jeder gleich behandelt würde, gäbe es Gerechtigkeit, richtige Gerechtigkeit. Nur weil jemand wie in deinem Beispiel bei McDonalds arbeitet, muss er kein schlechter Mensch bzw dumm sein (auch wenn McDonalds sehr kapitalistisch und somit nicht im Sinne des Kommunismus ist -> McDonalds würde es im Kommunismus nicht einmal geben).

Ich rate dir dringend dich genau über den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus zu informieren. Die Menschen die hier behaupten, Kommunismus hätte es in der Geschichte oft gegeben ("Sowjetunion"), haben Unrecht. Das war Sozialismus. Kommunismus ist die Folge des Sozialismus, laut Marx, und hat es bisher NIE gegeben!

Ich bin der Meinung, das Wohlergehen der Menschen (im Kommunismus eher gewährleistet, da dort die Diskrepanz zwischen Arm und Reich NICHT vorhanden ist) und die Gerechtigkeit im Allgemeinen,.bzw noch besser: Die Menschen im Allgemeinen sind WICHTIGER als jedes Geld der Welt.

Reiche Menschen (Bourgeoisie) sind oftmals auch nur durch Ausbeutung der Armen so reich geworden. Das macht sie meiner Meinung nach eher zu schlechten, als zu guten Menschen. Wer reich ist, hat nicht unbedingt etwas gutes geleistet. Man kann zB. auch durchs Lotto spielen reich werden.

Ich selbst bin Anarchokommunist, falls es jemand interessiert.

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Die vielen Versuche einen Kommunismus anzustreben sind kläglich gescheitert, weil der Mensch von Natur aus bestrebt ist sich von seinem Mitmenschen zu unterscheiden Z.B. in der Zone wo die behäckelte Klopapierrolle auf der Hutablage im Trabbi trohnte.

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Grundprinzip von Kommunismus ist ja nicht schlecht, aber das funktioniert nicht, weil die Wirtschaft dadurch nicht wachsen kann zum beispiel etc... DDR war doch kommunistisch und denen gings nicht gut, bis die Mauer fiel.

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Kommentar von beangato
16.12.2015, 12:03

denen gings nicht gut, bis die Mauer fiel.

Woher willst Du das wissen? Hast Du da gelebt?

Ich schon - und mir ging es bedeutend besser als zu heutiger Zeit.

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Kommentar von spaghetticode
16.12.2015, 12:45

Endloses Wirtschaftswachstum ist eine Ideologie, keine gottgegebene Notwendigkeit.

Und die DDR war nicht kommunistisch.

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Kommentar von Annox
16.12.2015, 15:00

Die DDR war sozialistisch. Kommunismus hat es nie gegeben.

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Die, die nix sind und nix können, plädieren immer für das Gleicheitsgesetz.

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Kommentar von Annox
16.12.2015, 15:01

Natürlich. Ich selbst bin Akademiker und hab einige Talente (bin ich laut dir jetzt besser als andere? :)) und überzeugter Kommunist.

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Kommentar von Annox
16.12.2015, 15:02

Ich bin einfach kein Egoist so wie die Mehrheit der Menschen, bzw Kapitalisten, hier in diesem Land. ;)

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