Warum sind Vegetarier in ihren Ansichten oft militant?

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12 Antworten

An der Ernährung liegt es sicher nicht, eher am Kopf. Es ist die Meinung, vielleicht auch eine beschränkte Sichtweise. Wissen und Weisheit sind 2 Paar Schuhe. Ein Leben in starken religiösen Kräften wieder etwas anderes. wir haben hier bei uns ein anderes Bewusstsein. Wir lernen auf unseren Körper zu hören und das zu vermeiden, was ihm nicht gut tut. Gesundheitserhaltung steht vor ideelen Wünschen.

Halleluja, wer ist denn jetzt 'wir'?

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Vielleicht weil sie sich vor militanten Fleischessern immer wieder rechtfertigen müssen, warum sie kein Fleisch essen. Denn umgekehrt müssen sich Fleischesser nie rechtfertigen, warum sie glauben, Fleisch unbedingt zu brauchen.

Ich bin da tolerant und find das gut so. Ich finde es halt besser, den anderen vorzuleben, dass es auch ohne sehr gut geht, oder sogar besser geht, wenn man weiß was man tut und nicht nur puddingvegetarier ist... Das "Weltverbessern-Wollen" hab ich aufgegeben ;-) Das was man erreicht steht in keiner Relation zu dem, was es mir Nerven kostet...

das ist nicht das gleiche, ich bin auch ein militanter Nichtraucher. Mir wird von dem Gestank schlecht und zudem möchte ich auch an sozialen Anlässen teilhaben können, ohne verstunken heimzukommen. Heute ist ja bewiesen, dass Passivrauchen gesundheitschädlich ist und wer sich selbst liebt setzt sich zur Wehr.

Siehe Tradaix' Aussage. ^^

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@Kabark

Wobei bei geringer bildung (wenn man nicht weiß, dass passivrauchen gefährlich ist) wohl seltener mit kritischem verhalten gerechnet werden kann, sondern eher mit gleichgültigkeit bis akzeptanz...

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Hätte man nicht kleinere Fettnäpfchen auslegen können? :))

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Ich habe mir die Frage nach dem Hundefutter nicht durchgelesen, muss ich jetzt hoffentlich auch nicht, um hier ein Wort sagen zu können?!

Meine Erfahrung und meine Eindrücke besagen eher, dass Allesesser aggressiv und/ oder beleidigend/ belustigend reagieren, wenn man sich als Vegetarier/ Veganer "outet". Zumindest im Internet (in meinem privaten Umfeld nicht!).

Ich habe dann den Eindruck, dass Allesesser (oder soll ich fälschlicherweise "Fleisch(fr)esser" sagen? Menschen sind doch keine Raubkatzen) sich auf den sozialen/ moralischen Schlips getreten fühlen. Wie gesagt, es ist nur mein Eindruck, wenn ich "heisse Diskussionen" im Internet wahrnehme.

Und zum Thema Ideologie: In der Tat werden ethisch motivierte Vegetarier/ Veganer überwiegen, d.h. gesundheitliche Gründe sind nur ein positiver Nebeneffekt. Und wenn etwas mit Ethik/ Moral/ Emotion zu tun hat, ist es meistens ideologisch und kommt von und geht zu Herzen.

Wenn man sich TATSÄCHLICH mal die Qualen und das Blutvergießen der Milliarden Tiere vor Augen führt - oder auch nur einzelne Videos/ TV-Berichte (jüngst auf Planetopia bez. Weihnachtsgänse), dann blutet einem das Herz und man kann nicht verstehen, wie so etwas in unserer Gesellschaft als "normal" gesehen und geduldet wird. Dann könnte man schon emotional werden.

Wie war es denn früher? Bei Themen, über die wir heute Gott sei Dank nicht mehr diskutieren müssen? Unvorstellbar, dass vor 150 Jahren Menschen mit dunkler Hautfarbe nicht als Menschen anerkannt wurden. Oder den Frauen die Fähigkeit verstandesgemäß zu denken und somit das Recht zu wählen oder studieren abgesprochen wurde.

Ohne Vorreiter und teils ideologisch und militant denkende Menschen hätte es keine Aufstände und keine Bewegungen gegeben. :-)

Abschließend ein Zitat von Leonardo da Vinci:

"Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder."

Krass formuliert? Wer weiss, wie man in 100 Jahren darüber denkt. Ich mag es mir nicht ausmalen...

Ich bin auch Vegetarier und muss sagen, wenn ich schon jmd davon überzeugen will, dass er sich auch möglichst vegetarisch ernähren sollte, aus Gründen der Gesundheit, wegen des Tierleidens, usw., dann mache ich das auch schon konsequent und mit allen Methoden. Ich finde nicht, dass man da militant mit umgeht, an der Stelle des Vegetariers, oder, dass das etwas mit Schwäche oder so´n Schwachsinn zu tun hat. Es geht uns einzig allein darum, der Welt die Augen zu öffnen, dass wenn man weniger Fleisch essen oder gar ganz auf Fleisch verzichtet, alles viel besser wäre. LG, die Kathy

Es gibt verschiedene Gründe dafür, sich vegetarisch zu ernähren. Z.B. sind die strengen Buddhisten und Hinduisten auch Vegetarier, weil sie keinem Tier Leid antun wollen. Da Aggression eine Vorstufe der Gewalt ist, wäre das beschriebene Verhalten also konträr zu dieser Doktrine. An der Ernährung kann es eben aus diesem Grunde auch nicht liegen. Also liegt dies an einer gewissen charakterlichen Unreife oder gar Schwäche!

Ich selbst ernähre mich seit fast 30 Jahren vegetarisch und habe in der Zeit noch nie versucht, jemanden zu missionieren, er möge das Fleisch weglassen.

Bei den vielen Vegetariern, die ich im Bekanntenkreis und in der Familie habe, ist mir das bis auf eine einzige Ausnahme - die Dame ist 96 Jahre alt und "militante" Tierschützerin - auch noch nie aufgefallen.

Aggressives bis militantes Verhalten hängt viel mit Bildung und sozialem Umfeld zusammen, unabhängig welche Person es ist.

Vielleicht, weil (noch eher) Veganer das Gefühl haben, die Welt verbessern zu müssen (wie "militante Nichtraucher").

Die "militanten Raucher" sollen nicht unerwähnt bleiben

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@Servient

Ich nehme an, Raucher sind schon militant, weil sie rauchen?

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@Knowledge

Stimmt...Provokation durch Anwesenheit, hatt' ich ganz vergessen. ^^

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@Kabark

Nichtraucher sind auch nur "militant", weil manche raucher keine rücksicht auf sie nehmen, denn schließlich ist passiv-rauchen ebenfalls gefährlich.

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Es wird immer Ausnahmen geben, die von sich glauben, die Weisheit für sich gepachtet zu haben.

Das hat was mit Ideologie zu tun, bei diesen Diskussionen werden die härtesten Bandagen aufgefahren!

Ich habe mir die Frage von meisenfrau gerade mal angeschaut und muss sagen, dass ich die Antworten militanter finde, als die Frage an sich.

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