Warum sind uns Meinungen anderer oft nicht egal?

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6 Antworten

Kenn ich. Ich nehme auch häufig Meinungen zu ernst, obwohl sie mich gar nicht interessieren dürften.

Ich vermute, ich überlege mir unterschwellig immer, was der Beweggrund ist, weshalb ich kritisiert werde. Niemand kritisiert doch einfach so. Es muss immer einen Grund geben. 

Wenn ich z. B. zu jemanden auf der Straße gehe und sage "Du gehst komisch.", dann dürfte das denjenigen überhaupt nicht jucken. Ich würde mich aber fragen, wieso zum Geier sagt der mir das. 
Fast im selben Moment bin ich schon dabei, zu überprüfen, ob er recht haben könnte.

Oder jemand sagt zu mir "Könnten Sie bitte etwas leiser sein?". Ich nehme mir sofort diese Kritik an, selbst wenn ich theoretisch so laut sein könnte, wie ich wollte. Ich denke mir, irgendetwas stört den gerade und diese Störung scheint demjenigen wichtiger zu sein, als es mir ist, laut zu sein.

Ich meine, es ist ja absolut kein Problem für mich, leiser zu sein. Wenn ich gegenhalten würde, dann nur aus Prinzip oder weil ich mir beweisen will, dass ich im Recht bin und gegenhalten kann, aber ich würde nicht um die Sache willen gegenhalten.

So in diese Richtung denke ich dann immer.

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Kritik ist ein Angriff. Ein Angriff lässt niemanden kalt, außer es sieht dies nicht als Angriff. 

Das Stichwort hier bist du selbst. Nur was dich interessiert kann dich auch kratzen. Es ist ganz normal dass die Meinung einer Person, zu der du ein gewisses Verhältnis hast, einen Wert für dich hat, je nach Beziehung zu dieser Person wiegt das schwerer oder weniger. Dazu kommt dann noch einmal dein eigenes Ego.

Je nach dem wie das gewichtet ist kommt da noch einmal etwas an schwere oben drauf. Ich persönlich kann dir nur empfehlen, wenn es dir darum geht kritikfähig zu werden, Kritik nicht als einen Angriff zu sehen, sondern als einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag (wenn sie das ist, ansonsten lass es dir am Hintern vorbei gehen).

Die Einstellung sich etwas am Allerwertesten vorbeigehen zu lassen kommt leider gerade bei Kritik schnell in Richtung Ignoranz. 

Ich bin jedoch der Meinung das Kritikfähigkeit auch damit zusammenhängt, ob das Gegenüber dazu in er Lage ist, Kritik zu verteilen. Kommunikationsregeln beherrschen die wenigsten Menschen und sind hier für beide Seiten relevant.

Jemand der also offensive Kritik verwendet anstatt Kritik von einem Punkt aus, auf dem er dir nicht zu Nahe treten will, diese sensibler darstellt sowohl in Wortwahl, Ausdrucksweise (Also kein schreien) als auch der restlichen Körpersprache, kommt schon einmal ganz anders an und sollte eigentlich auch so formuliert werden. 

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Hey, das kommt immer ganz auf einen selber an. Manche Menschen meinen sich immer an andere anpassen zu müssen und hören deswegen auf alles was andere sagen auch wenn es nicht immer das richtige ist. Ich höre nicht auf jede Meinung. Und vor allem nicht auf die von jedem. Ich bin ich und verhalte mich auch so wie ich es für richtig halte.

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Mir sind die Meinungen der anderen ziemlich egal. Das ist auch eine Frage der Einstellung und des Selbstbewusstseins. Ich zieh mein Ding immer durch, egal, was andere denken. Wenn ich mich nach den Meinungen der anderen orientiere, verliere ich doch das seelische Gleichgewicht und werde orientierungslos. Wenn ich auf die Meinung meiner Eltern gehört hätte, wäre ich jetzt Sekretärin in einem Büro und würde für meinen Chef Kaffee kochen. Tatsächlich aber studiere ich nun Biologie und Englisch auf Lehramt und habe es noch keinen Tag bereut. Ich stehe kurz vor dem erfolgreichen Abschluss, obwohl meine Eltern mir niemals so etwas zugetraut haben. Es ist in der Regel besser, auf die EIGENE Meinung zu hören, statt auf den Mist der anderen.

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Weil Menschen " Rudeltiere " sind. Und in einem Rudel ist es wichtig aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit es funktioniert.

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Das Ego erlaubt es nicht. Nicht alle Menschen akzeptieren Kritik und erkennen, dass andere  Menschen besser sind als sie selbst.

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Kommentar von Heikon
15.12.2015, 10:26

Kritik hat nichts damit zu tun, das andere besser sind. Man sollte sich ohnehin niemals mit anderen vergleichen. Der entscheidende Punkt ist doch vielmehr, dass die meisten Menschen das falsch gelernt haben und Kritik bedeutet, etwas falsch zu tun. Das ist eine Betrachtungsweise. Du kannst es genauso gut auf die Art und Weise gelernt haben, dass Kritik etwas Gutes ist, um dich selbst zu verbessern. Wie du bereits sagtes, hängt vom Ego ab, aber sein Ego hat man selbst im Griff und kann man trainieren 

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Kommentar von Eselspur
15.12.2015, 11:49

Das ist einschneiden Gedanke! es gibt ja auch das Bild, dass eine Schwäche in Bereich ist, in dem wir noch wachsen dürfen!

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