Warum sind soviele Menschen hierzulande atheistisch?

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23 Antworten

Meine Beweggründe sind ganz klar, dass es für mich einfach keinen Mehrwert gibt zu glauben. Aber ich verstehe zum Teil Beweggründe von anderen Menschen. 

Zum anderen hinterfrage ich dieses ganze Religionszeug zu sehr. Für mich gibt es einfach absolut keinen rationalen Sinn dahinter. 

Die Wissenschaft interessiert mich hingegen dafür. Sie bietet mir Antworten die durchaus nachvollziehbarer sind als der Glaube. Es ist einfach nun mal viel interessanter gewisse Phänomene zu untersuchen und zu verstehen anstatt es einfach mit Gott zu begründen oder so...

Ich habe nicht wirklich eine Meinung dazu wie ich meine Seele ernähren soll, weil ich nicht weiß was das bedeutet. Aber ich würde vielleicht im entferntesten Sinne sagen... mit Liebe, Interesse, Höflichkeit, Freundlichkeit, Gutes tun usw... 

Aber im Grunde ist es doch egal wie jeder ist. Alle Menschen sind wichtig und jeder sollte so respektiert werden wie er ist.

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Heutzutage bietet die Wissenschaft in der Regel ganz rationale Erklärungen für Phänomene, die früher nur durch Religion erklärbar zu sein schienen.

Außerdem ist man nun stärker auf Rationalität und Fakten konzentriert und wird eine weltanschauliche Behauptung in der Regel nicht unkritisch übernehmen, nur weil sie von einer religiösen Autorität stammt.

Das sind Entwicklungen die ich durchaus begrüße, denn blinder Glaube ist meiner Ansicht nach im 21. Jahrhundert nicht mehr angemessen.

Als religiöser Mensch sehe ich allerdings die "Ernährung der Seele" wie du sie nennst, tatsächlich als großes Problem der heutigen Zeit an.

Meiner Meinung nach werden, neben grundsätzlichen menschlichen Bedürfnissen, durch die Werbung zunehmend auch künstliche Bedürfnisse geschaffen. Entsprechende Angebote werden dann als "Glücksgarant" verkauft.

Das führt dazu, dass der moderne Mensch seine Zufriedenheit vermehrt vom Konsumgütern und Statussymbolen abhängig macht.

Auch die Anerkennung in der Gesellschaft beruht vermehrt darauf, wie man sich präsentiert, verkauft, welche Qualifikationen man vorweisen kann. Die charakterliche Eignung gerät dabei oft zur Nebensache.

Tatsächlich sind Konsum, Status und Macht aus meiner Sicht nur Ersatzbefriedigungen und sollen häufig eine innere Orientierungslosigkeit und Angst vor der Vergänglichkeit kompensieren.


Dabei halte ich nichts davon, Menschen die diesen Mustern folgen zu diskriminieren, sie als "materialistisch", "oberflächlich" und "verkommen" zu verurteilen. Sie sehen eben keine Alternative.

Manche Menschen haben sogar Glück und entdecken einen positiven Zugang zu ihrem Leben inmitten der Leistungsgesellschaft, so dass sie zwar dort agieren, sich aber nicht davon abhängig machen.

Allerdings glaube ich doch, dass viele Menschen im Grunde genommen den Bezug zu ihren wirklichen Bedürfnissen verloren haben und allgemein Befriedigung als selbstverständlich ansehen.

Das Lieblingessen gibts immer und überall per Lieferservice...Schlafen kann man im Bett, auf dem Sofa, oder dem Wellness-Sessel....

Grundlegende Dinge verlieren ihren Wert und werden zu etwas alltäglichem, das gedankenlos und ohne Rücksicht auf Folgen konsumiert werden kann.

Dieses Verhalten schadet nicht nur dem emotionalen Wohlbefinden, oder der Gesellschaft, sondern langfristig der gesamten Welt.

Deshalb halte ich es für wichtig, dass der Menschen wieder auf den Boden zurück kommt. Er betreibt den "Turmbau zu Babel" und merkt nicht, wie das Fundament schon zu knirschen beginnt.

Es heißt oft, Religion sei abgehoben und wirklichkeitsfremd - und angesichts der Tatsache, dass viele Glaubenslehren irrational sind und nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen, ist das sogar richtig.

Andererseits erinnert Religion aber auch an das grundlegendste - Bedürfnisse, Stärken, Schwächen und Vergänglichkeit - und holt den Menschen damit aus seinem intellektuellen Wolkenkratzer der Anmaßung und der Illusion der Beständigkeit zurück.

Ich glaube, die Vorbehalte gegen Religion beruhen nicht nur auf der Irrationalität vieler Lehren und der größeren Aufklärung, sondern vielfach unter anderem auch auf der Verweigerungshaltung, sich mit der Vergänglichkeit zu befassen.

Aus meiner Sicht wären mindestens zwei Dinge wirklich wünschenswert:


Wenn konservative, überholte und in ihrer Form erstarrte religiöse Lehren ein Update erfahren würden und der religiöse Geist wieder zugänglicher würde.

Wenn der Mensch stärker dazu bereit wäre, mehr innere Erkenntnis über sich selbst zu erlangen und für sein Handeln bewusst Verantwortung zu übernehmen.

Fazit:


Es nutzt nichts auf die "bösen Atheisten" zu schimpfen, wie das manche religiöse Menschen machen, wenn die Religion sich tatsächlich als Einbahnstraße der Indoktrination präsentiert.

Es geht nicht darum ob der Prophet zum Berg, oder der Berg zum Propheten kommt - beide sollten sich aufeinander zubewegen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

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Das Wort Atheismus sagt nur etwas über den Glauben an die Existenz eines Gottes aus. Das heißt, Atheisten können trotzdem an irgendwas glauben. Nur nicht an Gott.

Womit ernähre ich meine Seele?

Zum Beispiel mit Erkenntnis, Intimität, Freude, Wertschätzung, Anteilnahme, gutem Schlaf, Schönheit...

Ich bin Atheist, weil die Antworten theistischer Religionen mich nicht befriedigen. Sie sind nicht schlüssig für mich.

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Was für ein falsches Fragespiel. Man lese sich die Antwort auf hummel3 durch, dann weiß man, dass gartenfreundin1 längst eine vorgefasste Meinung hat und mit ihrer Scheinfrage nur "Rechtgläubigen" ein Verkündungsforum bereiten will. Das ist unwahrhaftig und verlogen und verleitet viele Wohlmeinende zur Zeitverschwendung.

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Kommentar von gartenfreundin1
16.04.2016, 18:20

Ich dachte, dass ich eine Meinung haben darf. Meinungsfreiheit ist doch diese Freiheit , die hierzulande so hoch gelobt wird. Und wieso soll das eine Scheinfrage sein?

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Religion ist von Menschen gemacht. Mag durchaus sein, das sie in früheren Zeiten durchaus ihre Berechtigung hatte, um zB anhand der Gebote eine Form von Zivilisation zu ermöglichen oder auch eine Erklärung für Naturphänomene zu bieten.

Aber heute entzieht sich ihr für mich jeglicher Sinn. Unermessliches Leid wurde aufgrund des richtigen oder falschen Glaubens schon verursacht. Menschen gemacht aus Beweggründen menschlicher Gier und menschlichen Machtanspruchs.

Nahrung für mein Innenleben finde ich in der Natur.

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Kommentar von comhb3mpqy
17.04.2016, 00:19

auch in der heutigen Zeit gibt es gute Gründe, um an Gott zu glauben. Wenn Sie sich für Gründe/Argumente interessieren, um an Gott zu glauben, dann können Sie mich fragen. Oder Sie gehen mal auf mein Profil, da kann man auch Argumente finden, um an Gott zu glauben.

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Was sind ihre Beweggründe,...

Ganz allgemein gesagt meine ich, dass ihnen die Kirche und der Glaube nichts oder zu wenig gibt. Wir könnten die Frage also umdrehen - Warum sollten die Menschen denn an Gott glauben?

...dass sie an nichts glauben?

Das ist gar nicht wahr. Sie glauben viel. Sie glauben eben nur weniger an Gott und noch weniger an die Kirche.

Womit ernähren sie ihre Seele?

Das setzt nun entweder voraus, dass man an die Existenz einer Seele glaubt, oder dass man es als Metapher versteht. Im ersten Fall praktizieren die Menschen eben ihre persönliche Religion. Im zweiten Fall lassen sie es sich einfach gut gehen ( z.B. im Sommer am See ).

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Womit ernähren sie ihre Seele?

Da es so etwas wie eine "Seele" nicht gibt, gibt es da auch nichts zu ernähren. Meine Gegenfrage wäre: Womit ernähren die Gläubigen ihren Verstand?

Den gibt es. Und der scheint mir von manchen Gläubigen doch etwas vernachlässigt zu werden vor lauter "Seele füttern".

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Hier mal ein paar Gründe, warum viele atheistisch sind: 1. Es ist einfacher: man hat keine Verpflichtungen gegenüber einem Gott. 2. Sie wollen ihr eigenes Leben bestimmen und sich nicht an Regeln halten, die uralt sind und die sie vielleicht nicht vertreten wollen. 3. Sie können sich nicht dazu bringen an so etwas wie einen Gott/Götter zu glauben, weil das in einer Gesellschaft, in der bis jetzt so gut wie alles bewiesen werden kann, Gott immer noch nicht bewiesen ist.

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Ich "ernähre" meine Seele (falls es so etwas wie eine Seele überhaupt gibt, denn sie konnte bisher nicht belegt werden), mit meinem Leben und meinen Lieben.

Ich habe Spaß am Leben, und brauche dazu keinen, der mir sagt wie ich zu leben habe, oder mich bei Sünden bedrohen zu lassen.

Es ist interessant zu beobachten, dass die Religionen sich allesamt an dem Fortschritt orientieren, der bei der "Gründung" zu der Zeit geherrscht hat. Ist also ein Indikator dafür, dass Regionen komplett durch Menschen geschaffen wurden.

Ich lehne Gott für mich ab, andere können sich ja meinetwegen bevormunden lassen, wenn es ihnen Spaß macht.
Ich glaube lieber an was ich selbst sehen, riechen, hören, fühlen und schmecken kann.

Und Gott, der sich ja scheinbar zeigen kann, aber es seit 2000 Jahren nicht mehr tut, fällt in keine dieser Kategorien.

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Meine Seele ernährt sich von Dingen, die mir gut tun. Zum Beispiel Tanzen.

Und jeder Mensch glaubt an irgendetwas. Glaube muss ja nicht zwingend mit einer Gottheit zu tun haben.

Ich glaube zum Beispiel daran, dass alles, was ein Mensch anderen Menschen an Schlechtem und Bösem antut, auch mal bestraft wird.

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Die Beweggründe sind die lächerlichen Aussagen und die mangelnden Beweise der Religionen. Sprich sie sind zu Recht unglaubwürdig in den Augen der Atheisten.

Die Seele (sollte es sowas geben) ernähren sie durch sich und ihre Freunde und zwar reale Freunde die man treffen und mit denen man sich austauschen kann. Und eben durch sich selber, durch ihre eigenen Taten und die Erfüllung ihrer Träume.

Sie sind dafür nicht auf imaginäre Freunde angewiesen.

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Kommentar von Irusu
16.04.2016, 15:52

Ist ja eklig.

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Das Wort Seele wieder spricht eigtl so ziemlich jeder religiösen Anschauung. 

Wenn man mal Seele definiert kommt man eigtl nur zu einem Schluss, und der wäre das damit die reine menschliche psyche/verstand gemeint ist.... !? ..... Religion ist dann auch nur eine Weltanschauung oder moral.....was man auch anhand der Kriege ganz gut sieht, die zum Großteil auf religiösen Anschauungen zurück zu führen sind... 

Ich bin sogar davon über zeugt das die Menschheit ohne Religionen bzw den glauben an eine Gottheit besser dran wäre..(meiner ist der wahre gott! Nee meiner! Quatsch meiner ist es! Usw) ... Gibt lauter spinner unter diesen religiösen Gutmenschen , und immer wieder neue "Religionen", was hab ich da neulich gesehen... Spaghetti Monster Gottheit..?!... Ehm jaa nee, is klar.... 

Religion manipuliert die Seele.... 

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Atheisten ernähren ihre Seele mit Wissen, mit wissenschaftlichen Beweisen und hören auf zu träumen und sehen die Welt mehr oder weniger Realistisch.

Es werden auch sehr viele Menschen Atheistisch durch schwere Schicksalsschläge. 

Wenn zb. ein naher Verwandter an Kerbs erkrankt und dadurch stirbt da fragen sich natürlich viele Menschen, an was für einen grausamen Gott sie glauben sollen, der tolle Menschen durch so eine schlimme Krankheit wegnimmt.

Andere morden, vergewaltigen und machen schlimme Dinge ohne dafür bestraft zu werden. 

Nicht mal von Gott werden sie bestraft und dann erkranken kleine Kinder an Krebs oder es sterben unschuldige Menschen dank Krieg. Aber die Kriegstreiber leben glücklich und zufrieden weiter.

Genau diese Dinge sind es, die Menschen zu "Ungläubigen" machen. (wie ihr ach so Gott treuen Menschen uns nennt.)

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Meist ist der Grund, dass es den Menschen in diesem reichen und meiner Meinung nach von Gott gesegneten Land seit 70 Jahren einfach zu gut geht. Arbeit, Wohlstand und Sozialkassen für den Ausnahmefall, machen jeden Gott, außer dem des "Mammon" überflüssig.

Dazu noch gefördert und wissenschaftsgläubig ausgebildet in einem bewährten Schulsystem glaubt man eher an die eigene "Gotthaftigkeit", als an ein göttliches Wesen über sich.

Gott kommt bestenfalls ins Gespräch, wenn sonst gar nichts mehr geht. Und dann ist man auch noch enttäuscht, wenn nicht prompt ein Wunder geschieht. 

Das dürften wohl, kurz zusammengefasst, die Gründe für den Atheismus und das ausgeprägte Desinteresse an einem Gott sein.

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Kommentar von gartenfreundin1
16.04.2016, 17:58

Oh, wie wahr das alles, was du schreibst. Ja , der Wohlstand.......und der Individualismus..... Wozu dann noch einen Gott?

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Kommentar von Kapfenberger
16.04.2016, 21:55

Absoulut richtig!

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Was sind ihre Beweggründe, dass sie an nichts glauben? 

Ich habe zum Glück nieeeee solche Indoktrinationen erfahren! Ich bin frei und ohne Gott in der gesamten Familie aufgewachsen! Gott war nie für mich ein Thema. Von daher ist der Ursprung meines Unglaubens passiv!

Heute bin ich aber auch aktiv dagegen, weil ich es nicht verstehen kann, wie man in einer so aufgeklärten wissenschaftlichen Zeit des 21. Jhd, wie man heute noch an so einen mystisch alten Quark glauben kann! Verstehe ich echt nicht.

Womit ernähren sie ihre Seele?

Mit Rationalität und WISSEN aus der WISSENschaft! Glaube würde mir nur im Wege stehen und mein rationales, freies und wissenschaftliches Denken behindern!

Ich hoffe ich konnte dir helfen!

Gruß
Omni

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Atheisten glauben nicht an nichts..^^

Vielmehr legen sie ihren Glauben, auf Dinge die Nachweisbar sind.

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Ich glauben sie glauben eben nicht an einen Gott, der Krieg und Chaos herrschen lässt!

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Kommentar von hummel3
16.04.2016, 15:28

Du meinst also ein strenger "Weltpolizist" und "Unterdrücker" würde anerkannt und wäre beliebter?

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Um die Seele zu ernähren muss man auch an eine Seele glauben!

Es ist von jedem selbst die Entscheidung an was er glauben will oder nicht.

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Eine Seele benötigt keine religiöse Ernährung.

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Kommentar von gartenfreundin1
16.04.2016, 18:03

Also benötigt sie lieber Konsum?

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An irgendwas glaubt jeder. Viele nennen es halt nicht "Gott", weil das heutzutage etwas uncool ist und der Begriff teilweise einen negativen Beigeschmack hat. 

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