Warum sind so viele Verträge befristet, was haben die AG davon?

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6 Antworten

Die Probezeit beträgt maximal nur 6 Monate.

Da kann sich ein Arbeitnehmer schon eher zusammen nehmen.

Bei zwei Jahren sieht man ob Jemand zuverlässig ist, ind die Firma passt und ob er lernfähig ist.

Das Blöde bei Befristung ist, dann man als Arbeitnehmer keinen Planungssicherheit hat und mit Wohnungswechsel und Krediten ist es da auch schwer. Zum Glück bin ich da unabhängig.

Ich habe über einen Zeitarbeitsfirma 6 Monate in einem Betrieb gearbeitet, wurde dann übernommen und habe trotzdem Probezeit und einen befristeten Vertrag bekommen.

Wie ich aber feststellte wird das immer gemacht und nach zwei Jahren wird man übernommen, wenn es passt.

Ich wurde für Jemanden eingestellt der in Rente ging und man brauchte einen Nachfolger der zuverlässig ist.

Einige Fakten dazu:

- Verträge dürfen OHNE SACHGRUND auf bis zu 2 Jahre befristet werden.

- Ein Mitarbeiter über ZEITARBEIT kommt das Unternehmen teurer, also holt man sich wen befristet ins Boot.

- In der Befristung ist zusätzlich eine Probezeit von bis zu 6 Monaten möglich.

Vorteil für die Firma: Wenn sie den Mitarbeiter los werden will, ist spätestens nach 24 Monaten eh alles vorbei. AUCH bei Betriebsratsmitgliedern, Schwerbehinderten (oder Gleichgestellten), Langzeitkranken, Schwangeren, in Elternzeit befindlichen etc... sie wird AUF JEDEN FALL den Mitarbeiter los, wenn sie ihn nicht länger haben will... denn die Befristung läuft ja aus. Firma spart sich (teure) Arbeitsgerichtsprozesse und mögliche Abfindungen via urteil!

All das hat die Lobby der Unternehmer nach und nach als Gesetzesänderungen durchgedrückt. Und die Politik hats durch gewunken.

Wir Arbeitnehmer haben dadurch sehr viel an langfristiger Planungssicherheit verloren!

Da spielt evtl. die wirtschaftliche Lage des Unternehmens eine Rolle und außerdem braucht man dem Mitarbeitern nicht kündigen nach der Probezeit. Sie läuft nach der Befristung einfach aus.

Das ist ein äußerst bl.... Modell, denn die Mitarbeiter von befristeten Verträgen, haben keine Planungssicherheit für ihr eigenes Leben mehr.

Allerdings nicht nur Unternehmen sondern auch Behörden bedienen sich der Befristung. Jobcenter, Komunen die Lehrer befristet einstellen etc.

Weil man die Leute so ganz einfach wieder los wird - üblicherweise werden solche Verträge als Elternzeitvertretung oder für Projekte geschlossen - das heißt der Personalbedarf ist nur vorübergehend

1) Ist doch nur eine verlängerte Probezeit

2) Man kann alle 2 Jahre seinen Personalstand anpassen ohne Abfindungen zahlen zu müssen...

Sind unbefristete Verträge ggf.schwerer zu kündigen?

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