Warum sind so viele Menschen davon überzeugt, dass es so etwas wie eine Wahrheit oder Lüge gibt?

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10 Antworten

Zwischen Philosophie und dummen Sprüchen gibt es einen Riesenunterschied: Bei Philosophie muss man nachdenken, bei dummen Sprüchen nicht. Die von Dir zitierte Aussage stammt im Bereich der Erkenntnistheorie von einer kleinen, speziellen Philosophengruppe, den Konstruktivisten. Niemand von denen würde diesen Satz so pauschal unterschreiben. Denn da geht es um Welterkenntnis und nicht um Wahr- oder Falschaussagen vor Gericht oder in anderer Kommunikation. Du solltest Dich mit der Bandbreite umfassender Begriffe philosophisch schon etwas umfänglicher auseinandersetzen, bevor Du solchen Blödsinn in die Welt setzt.

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Objektiv betrachtet gibt es Wahrheit und Lüge selbstverständlich.

Würdest du behaupten, die Erde sei eine Scheibe, bist du maximal unwissend.

Diese Begriffe existieren, um entsprechenden Zustände einordnen zu können. Damit einher geht noch lange nicht eine Bewertung derselben. Jeder hat so seine sehr eigenen Warhnehmung und ich maße mir nicht an, Wahrnehmungen anderer in wahr, oder falsch einzuordnen.

Es sei denn, daß eindeutige und belegbare Fakten dagegen sprechen.

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Wenn ich Dir kräftig gegen das Schienbein treten würde und Du Schmerzen hättest, was würdest Du dann dazu sagen, wenn ich argumentiere "Dein Schmerz ist nur ein menschliches Konstrukt - es existiert nur in Deinem Gehirn, aber objektiv gibt es den Schmerz nicht?"

So sehe ich das auch bei Diskussionen: Es gibt Dinge, die der Mensch empfindet und als wichtig für sein Wohlergehen erachtet. Ob es das objektiv gibt, spielt keine Rolle. 

Wahrheit und Lüge zähle ich zu diesen Dingen: Der Mensch braucht Gewissheiten. Er muss sich auf irgendetwas verlassen können, wenn er sein Leben planen und gestalten will. Auf einen notorischen Lügner kann man sich nicht verlassen. Da hilft es nicht weiter, die Existenz der Lüge an sich anzuzweifeln.

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Ich nehme mal wahrheit als gegensatz zu falschheit, also "richtig" und "falsch", denn als gegensatz zur lüge ist "wahrheit eher moralisch-theologisch interessant...

Natürlich muss es für das individuum solche "wahrheit" geben, denn wonach sollte er die massstäbe seines handelns nehmen!?

Es wäre als wenn du versuchen solltest ohne systematisierung und kategorisierung zu denken. Versuch das mal :-) lg max

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... das sehe ich ja mal gaanz anders. 

die Wörter "wahr" und "falsch" werden meistens für Aussagen in der Logik bemüht.

Beispiel: Jedes A ist B, Einige C sind A , Schlussfolgerung, und wahre Aussage: einige C sind B

Weiter Beispiele gibt es natürlich in Informatik usw.. also: die Wahrheit existiert durchaus, und ich hab keine Ahnung was du mit der Frage eigentlich willst.. es hört sich eher an wie eine Feststellung, aber wie du zu dem (unsinnigen) Schluss gekommen bist weiß ich nicht..

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Wenn ein Ehemann die Nacht mit einer anderen Frau verbringt, seiner Frau aber erzählt, er hätte bei einem Kumpel übernachtet, ist das also keine Lüge?

Kennst du die Bedeutungen der Wörter "Wahrheit" und "Lüge"?

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Kommentar von gamine
16.05.2016, 11:15

Naja, wenn er die andere Frau als Kumpel betrachtet, ist es keine Lüge.

Du hast ein schlechtes Beispiel gewählt. Gerade in diesem Bereich ist Wahrheit ein äusserst dehnbarer Begriff.

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Es gibt erkennbare Lügen oder Irrtümer, aber etwas, was nicht als Lüge oder Irrtum erkannt ist, ist deshalb noch lange keine Wahrheit. 

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Wahrheit und Lüge sind nur menschliche Konstrukte. Sie existieren nicht. 

Obige Aussage ist eine Lüge. Aber es gibt neben Wahrheit und Lüge noch den Irrtum, die Halbwahrheit und die Binsenwahrheit. 

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Mir scheint, daß DU hier eine unnötige Diskussion anfangen willst. Selbstverständlich existieren "objektive Wahrheiten". Entweder die Überweisung ist eingegangen oder nicht. Entweder, der Reifen hat ein Loch oder nicht. Entweder das Geburtsdatum stimmt oder nicht. Usw. usw. usw.

Also laß es bleiben, die Mitmenschen, die mit klarem Verstand eh in der Minderheit sind, auch noch zu verwirren.

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Du hast da scho ein Widerspruch in sich: Wie kann etwas ein Konstrukt sein, wenn es nicht existiert? Dabei ist es egal ob es menschlich ist oder nicht. Grundfest der Philosophie ist die Logik. Wenn du ne falsche Annahme triffst, kannst du alles beweisen. Wahrheit und Lüge existieren nämlich, da wie du sagst, sie Konstrukte sind. Alles was konstruiert ist, existiert, sonst wäre es ja nicht konstruiert.

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