Warum sind so viele Leute betroffen vom Tod von Queen Elisabeth?

12 Antworten

das liegt an meiner englischen Mutter, die eine Monarchistin war . und trotzdem immer Labouranhängerin.

Als ich klein war, erzählte mein Vater mir Märchen. Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und so weiter.

Und meine Mutter erzählte mir von der Queen und ihren Kindern. Da sie selten zum Arzt ging und keine Bunten Blätter kaufte, erfand sie natürlich auch vieles, aber ich fand es spannend. Prinz Charles lernte reiten, Prinzessin Anne war ein braves Mädchen, Andrew und Edward aßen im Gegensatz zu mir immer ihren Teller auf und bekamen, wenn sie ihr Zimmer nicht aufräumten, Stubenarrest. Wie ich halt.

Ich bin also in meiner frühen Kindheit mit den Royals aufgewachsen, sie gehörten sozusagen zu meiner Familie. Also ist mit ihr jetzt sozusagen eine Oma gestorben.

Charles und Anne sind quasi meine Cousins, während Andrew und Edward praktisch meine Brüder waren. (Gut, dass meine Mutter nie erfahren hat, was Andrew später so alles gemacht hat...)

Die Geschichten um Charles und seine Geschwister fand ich übrigens immer spannender als die von Hänsel und Gretel,

Ich bin ehrlich mit der britischen Monarchie und der Königsfamilie mit allen einhergehenden Traditionen kenne mich überhaupt nicht aus und ich habe auch nie wirklich eine Interesse dafür entwickelt. Aber ich habe durchaus auch gesehen, dass es Leute gibt (hier in Österreich), die sich sehr wohl mit sowas beschäftigen und immer auf dem neuesten Stand sind.

Wenn etwas gewohntes und beständiges aus deinem Umfeld/leben verschwindet, und dass durch z.B. den Tod, macht dich deiner eigenen Sterblichkeit bewusst und das nichts von Dauer ist.

Weil Menschen sich gerne von ihren eigenen Problemen mit solche Dingen ablenken. Das ist etwas, was nur oberflächlicher Gefühle bedarf, nichts, was in die Tiefe geht, nichts, was sie wirklich betrifft.

Außerdem sind die meisten nicht betroffen, sondern nur sensationsgeil - warum auch immer es eine Sensation ist, wenn eine alte Frau stirbt...

So war sie doch eine Person des öffentlichen Interesses, selbst wenn man nicht die Klatschblätter liest. Sie hat außergewöhnliches geleistet, ihr ganzes Leben 70 Jahre lang, der Krone und dem Land gewidmet und Krisen gemeistert. Man muss kein Royalist oder Brite sein, um diese Frau zu bewundern, oder jetzt, eben auch zu betrauern.

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