Warum sind Silikone in Haarprodukte oft umstritten?

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3 Antworten

Nun ... "FlyingCarpet" nennt das, was Silikone und Silikon-Ersatzstoffe (meist Polyquaternium) anrichten "versiegeln".

Wenn man das gelinde ausdrücken will, kann man das so nennen.

Letztendlich hinterlassen einfach die ganzen billigen, wasserunlöslichen Silikone "leckere" Rückstände an den Haaren und auf der Kopfhaut. Die Haare werden mit der Zeit unter dieser Schicht dann einfach stumpf, kraftlos, teils auch fettend oder auch spröde und bruchanfällig.

Klingt komisch, ist aber so und das freut die Harkosmetik-Industrie, denn so hört dann auch der Kreislauf selten bis nie auf, dass Konsumenten/innen auch immer wieder neue und/oder zusätzliche Produkte benötigen, weil viele denken, Shampoos (oder gar Spülungen) könnten wieder "gesünder" machen.

Und weil nun endlich viele Mädels/Frauen "aufgewacht" sind (wir haben unsere Kundinnen schon vor 30 Jahren über Silikone aufgeklärt), hat sich die chemische Kosmetik-Industrie seit einiger Zeit die sogenannten "silikonfreien" Produkte ausgedacht . . . an denen sie noch mehr verdienen, denn der Billigst-Silikonersatz Polyquaternium kostet in der Herstellung ca. 15% von dem, was Silikone kosten, ist aber noch schädlicher als die meisten herkömmlichen Silikone.

Wenn Du mehr über wirklich sinnvolle, nachhaltige Haarpflege wissen willst, stöber einfach mal durch meine bisherigen Antworten und lies z.B. die zu den "Spliss-Fragen" durch, denn die dort beschriebenen Maßnahmen und Hinweise zum korrekten Umgang mit Haaren sind definitiv allgemeingültig.

Und immer daran denken:  Shampoos (gerade Chemieshampoos) sind Reinigungsmittel, die nur auf dem Kopf aktiv angewendet/einmassiert werden und Spülungen ... wenn man denn wirklich unbedingt eine verwenden will (müssen tut das niemand, der richtig pflegt und korrekt mit Haaren umgeht)  . . .  gehören lediglich dort in die Haarlängen, wo man mit einem grobzinkigen Naturkamm nicht ohne Ziepen/Reissen durchkommt   ..  denn Spülungen sind reine Kämmhilfen und bestehen fast nur aus Weichmachern/Silikonen.

Selbstverständlich machen Silikon-Shampoos und auch Spülungen die Haare weich, geschmeidig  ... aber halt eben durch die Rückstände, die daran kleben bleiben.

Und wie das aussieht, zeigen Dir die angehängten Bilder.

Ausführliche und übersichtliche Infos über Inhaltsstoffe aller möglichen Produkte findest Du übrigens auf www.codecheck.info.

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Silikone kann man durchaus als Pflegeprodukte nehmen, wenn man die Haare nicht auf Länge züchten möchte. Sollen sie allerdings sehr lang wachsen, ist eine silikonfreie Pflege die bessere Wahl.

Bei silikongepflegtem Haar werden die Haare versiegelt, natürliche Mittel und Färbungen kommen nicht mehr an das Haar. Der Spliss wird quasi versiegelt, deshalb sieht das Haar auch super gesund aus, bricht jedoch irgendwann unter der langen Belastungszeit (bei einer klassischen Haarlänge ist das einzelne Haar sicherlich bis zu 8 bis 10 Jahre alt) einfach ab.

Wenn man Haare züchtet, wird der Spliss 1 bis 2 x in der Woche selbst rausgeschnitten, den würde man mit silikonverpampten Spitzen dann ja nicht mehr sehen. Und wundert sich dann, warum das Haar nur langsam oder gar nicht mehr wächst. Die meisten geben dann irgendwann auf.  


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Viele sind der Meinung "Wenn das Haar gesund aussieht, kann es doch nur gesund sein"

Das ist aber der Punkt, die erste Antwort auf die Frage erklärt das ziemlich gut. Es versiegelt das Haar einfach nur und lässt es schön aussehen, jedoch kommt auch keinerlei Pflege mehr heran. Also trocknet das Haar von innen heraus aus.

Viele Haarpflegeprodukte, die Silikone enthalten, machen die Werbung sehr geschickt. Sie behaupten "Lässt das Haar gesund aussehen!" Das klingt natürlich verlockend. Aber das ist die Sache, sie lassen es gesund aussehen, aber gesund werden sie davon trotzdem nicht. Es sieht nur so aus.

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