Warum sind Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte so?

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7 Antworten

Hey, dein Text is so lang ich teil nan mal n bisschen auf :)

(sie lag in Windeln da), die schauten uns -sorry- doofbzw. fassungslos an und dann kam da noch wortwörtlich so ein: Häääää? In dem Alter??? Und dazu ein verständnisloser Blick auf die Windel von ihr.

Kann einfach sein das sie mit nem normalem Krampfanfall gerechnet haben. Im Kopf ham se scho ihren Ablauf gehabt und sin dann durch den Anblick einer erwachsenen Frau mit Windeln kurzzeitig aus dem Konzept gekommen.

Auf die Aussage, dass sie schwerstbehindert ist, kam seitens des Rettungspersonals nur ein völlig gleichgültiges, herablassendes "Aha".

Auch da kann es einfach sein das sie die letzten Stunden ständig bei Patienten waren die irgendwas „außergewöhnliches“ hatten der waren. Und dann einfach auf deinen Kommentar etwas genervt reagiert haben. Für die meisten Sanis sin Menschen Menschen. Ganze egal welche Hautfarbe, Alter, Bildungsrat oder Gesundheit.

Und als wir eben von ihrer Angst erzählten, fing der Notarzt an zu lachen und die anderen schmunzelten nur doof.

Das war unprofessionell. Da geb ich dir recht. Aber manchmal ist man im Einsatz so angespannt, noch vom vorherigem das n Lacher einfach raus platzt.

Dann haben sie meine Tochter behandelt als wäre sie ein Stein bzw. wertlos, nicht beruhigend auf sie eingeredet, einfach "bearbeitet".

Es kommt vielen Angehörigen und Außenstehenden vor als wen wir die „Patienten“ bearbeiten würden. Das schaut meistens aber nur so aus. Wir können die Handgriffe im Schlaf und machen die auch dementsprechend schnell. Für dich is es emotional jedes Mal etwas anderes deine Tochter zu drehen oder ihr die Trümpfe anzuziehen als für uns. Wir machen des am Tag zigmal. Bei Zig verschiedenen Patienten. Klar mit Patienten reden und sie beruhigen sollte man dabei trotz allem schon.  

und der Notarzt, reißt ihre Augen auf, klatscht ihr mehrmals gegen die Wangen und - man kann es schon als "Schreien" bezeichnen- ruft: "FRAU XYZ, MACHEN SIE MAL DIE AUGEN AUF, HALLO!"

Schmerzreize und lautes Ansprechen gehört nunmal dazu. Auch um zu testen wie tief bewusstlos die Patienten sind. Als Angehöriger kann das schon mal grob aussehen.

Da meine Tochter schwerstbehindert ist, reagiert sie sowieso nur auf ihren Vornamen und "Du", aber der Rettungsdienst hat konsequent weitergesiezt und sich gewundert warum keine Reaktion kommt.

Im Rettungsdienst wird grundsätzlich gesiezt. Warum die Kollegen in dem Fall jedoch ned aufs Du Umgestiegen sind kann ich dir leider ned sagen.

Die gingen natürlich auch ohne "Tschüss" oder "gute Besserung" zu wünschen....

Kann gut sein das sie in Gedankenbei nem anderem Einsatz oder schon zum nächsten unterwegs waren. Grundsätzlich ist aber zumindest ein „Alles Gute“ schon noch drin.

Ich weis es klingt so als wen ich die Kollegen nur in Schutz nehmen würde. 

Aber ich kann dir versichern, es sind nicht alle Kollegen so. Und Ohne dir unterstellen zu wollen das du übertrieben hast. Als enge Angehörie kommt einem so was immer gröber vor als es in wirklichkeit war. 

Auch wen ich nicht leugnen möchte das es Idioten im Rettungsdienst gibt. Die gibts leider Überall.  

Beschweren kannst du dich am sinnvolsten auf der Rettungswache in deinem Ort. Am besten mit Angabe des genauen Einsatztzeitrahmens und Einsatzortes. Damit die zuständigen Kollegen zugeordnet werden können. 

Ob und was dabei allerdings rauskommt ist fraglich.

LG und gute Besserung für deine Tochter,

Anemone95 :) 

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nun Notärzte und Sanis sollten auch geschult sein im Umgang mit Autismus bzw entsprechende Anfälle. Anscheinend habt ihr Personen erwischt die davon keine Ahnung hatten.
Der richtige Weg wäre sich über diese Personen bei Rettungsleitstelle zu beschweren um zu erreichen dass eine Nachschulung stattfindet.
Das mit Klistern bei einem Anfall wurde erst vor wenigen Jahren von Gabe des Mittels in den Mund und der damit verbundenen Beissgefahr geändert.
Deshalb ist meine Vermutung dass der Rettungsdienst nicht mehr Zeitgemäß informiert ist

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Kommentar von newcomer
22.05.2016, 23:38

das deine Tochter nur Du versteht ist mir absolut klar denn Autisten können Probleme im Aufbau von Beziehungen haben sprich für sie ist Liebe ein Fremdwort. Dies wissen aber auch nur wenige Sanis.
Solche Menschen brauchen sehr Lange um sich neuen Situationen zu stellen.
Haben selbst einen Bekannten der autistische Züge hat.
Als er noch jünger war hat eine für ihn unbekannte Situation manchmal einen Anfall ausgelöst.
Seit er aber in einer anderen Umgebung ist war nie wieder ein Anfall

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Also, ich habe jetzt nur die Frage gelesen und nicht die ganzen Antworten und vielen Kommentare etc. Daher ist vielleicht einiges in meiner Antwort redundant. Leider gibt es in unserem Metier viele, die grob sind oder über motiviert oder aber auch unfähig, das gepaart mit Empathielosigkeit. Oder ein Kombination von mehren der vorgenannten Punkte. Ich habe Einsätze wie oben beschrieben schon einige Male erlebt. Es sind immer Situaionen, wo man auf hochängstliche, aber gut informierte Angehörige trifft. Dort gilt es jedes Wort wohl zu überlegen. Abgesehen davon, das ich Therapie mit dem rectalem Diazepam gut finde, ist es natürlich ein No Go unkritisch intraossäre Zugänge etc.zu legen  ( By the way: es gibt übrigens ein sog. MAD, wo man Medikament über die Nase vernebeln kann..., und es immer gut, wenn Angehörige von chron. kranken eine Handlungsempfehlung an die Hand bekommen, denn auch der Rettungsdienst braucht immer einigige Minuten bis zum Eintrefffen) Zugänge bei Behinderten zu legen, ist eh eine Herausforderung, auch für mich als Anästhesist und nach 20 J. Notarzt . Man soll die Ruhe bewahren, von allen Seiten, in einer freundlich respektvollen, sachlichen Atmosphäre. Von Seiten der Angehörigen wird aber auch häufig jedes Wort von Seiten des Rettungsdienstes auf die Goldwaage gelegt. Die Kollegen im Rettungsdienst sehen mittlerweile auch echt viel Mist in ihrer tagtägliche Arbeit und sehen sich einer extrem wachsenden Anspruchshaltung gegenübergesetzt. Das alles Entschuldigt nicht das o.g. Verhalten, wenn es denn so war wie sie oben beschreiben. Ich glaube, mir wäre das so nicht passiert. LG

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Ich verstehe warum du so wütend bist, allerdings musst du das von beiden sehen. Als Rettungsassistent siehst du andauernd sehr schlimmer Dinge wie Verkehrsunfälle, Schlägereien usw.... Das lässt dich abends auch nicht so einfach los sondern du frägst dich was mit dem Kind, dessen Mutter du vor ein paar Stunden tot aus dem Auto gezogen hast nun passiert und ob der Mann, dem der Notarzt vorhin den Arm abnehmen musste da er nicht mehr zu retten war jemals wieder eine Arbeit finden wird.

Dann können 2 Sachen passieren: Entweder dir wird das nach einiger Zeit alles zu viel und du bist Mental so fertig dass du es einfach hinschmeißt und dir einen anderen Beruf suchst der dich nach Feierabend in ruhe lässt. Oder die andere Möglichkeit; du findest dich damit ab und wirst immer unsensibler.

Wenn du nun so weit bist dass dir zerquetschte Gliedmaßen und Leichen nicht mehr so viel ausmachen hat sich auch deine Einstellung zu dem einzelnen Menschen gründlich geändert und du gehst an alles gelassener heran.

Während sie sich nun sorgen um ihre Tochter machen und alles mögliche tun wollen dass es ihr wieder besser geht sieht der Sanitäter nur ein erwachsenes Mädchen in einer Windel das noch Angst vor Sanitätern hat...

Außerdem ist das nur einer von vielen Vorfällen am Tag. Nachdem ihre Tochter dann im Krankenhaus ist geht der Arbeitstag weiter und der nächste Patient könnte etwas viel schlimmeres haben; deswegen ist ein "Tschüss" auch nicht immer drinnen.

Ich hoffe ich konnte ihnen ein bisschen verständlicher machen was in solchen Menschen vorgeht und warum sie aus ihrer sich so "herablassend" handeln.

Ps: Das mit dem auf die Backe schlagen und laut ansprechen wird immer so gemacht da es meistens viel schneller und gesünder als mit Medikamenten oder sonstigen Sachen geht.

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Kommentar von Papierflieger72
22.05.2016, 23:49

Danke für Ihre Antwort! Ich finde es halt nur komisch, wo man nur liest, überall, wenn Kinder beteiligt sind, kann der rettungsablauf nie gut genug ablaufen und das RD-Personal ist da immer feinfühliger und empfindet solche Einsätze immer als schlimm. Meine Tochter mag "körperlich" erwachsen sein, aber geistig ist sie etwa 2-3 Jahre alt. Manchmal habe ich den Eindruck, euch seine Erwachsene Patienten "egal"?? Bitte, nicht falsch verstehen, aber das ist so zumindest mein Resümee des ganzen was ich erlebt habe.

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Also ich muss auch ehrlich sagen das geht mal garnicht, was waren das für Respektlose Menschen. Man kann doch nicht einfach so mit jemandem umgehen als wäre sie nichts wert . Warum beschwert du dich nicht mit eine E-Mail und schreibst wie schlecht sie deine tochter behandeln haben. es tut mir echt leid das du solche Erfahrungen machen musste. es gibt leider solche Komische rettungssanitäter und komische Ärzte die kein bisschen verständnis haben für kranke Menschen. wenn ich das lese mach mich das richtig sauer. ich hoffe du muss nicht nochmal so eine Erfahrung machen, das waren echt schrekliche Menschen die ihre Arbeit nicht gut machen.

lg und gute besserung an deine tochter

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Hallo, nein, nein,

so etwas ist eine Unverschämtheit ! Ein Rettungssanitäter soll einem Patienten Mut zusprechen un Ihn beruhigen. z.B.: ist ja kein Problem, oder das haben wir schon wieder , oder gleich geht es besser u.s.w.

Aber herum zu Maulen, nee, das geht gar nicht. Was macht er dann bei einem Verletzten auf der Straße ? Meckert er den an, weil er nicht aufsteht ?

Nein, nein, Unmöglich !

Alles Gute

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Die Idee, dass die Leute sich völlig korrekt benahmen und du der/diejenige bist, der/die einen kranken Menschen als minderwertig ansieht, ist dir vermutlich noch nicht gekommen.

Ich finde es gut, dass man auch Behinderte siezt, somit also den Menschen gegenüber Respekt beweist.

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Kommentar von newcomer
22.05.2016, 23:43

@OnkelSchorsch viele Behinderte duzen sich untereinander nur sprich für sie ist siezen ein Fremdwort. Das hat mit Respekt nichts zu tun. Beim sozialen Verhalten haben z.B. 18 Jährige das können und wissen eines 8 Jährigen sprich geistig ein Kind und deshalb wollen sie nur das du

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Kommentar von MrStuffolo
22.05.2016, 23:44

Also um das mal klar zu stellen ich bezweifelt das diese Person ihr Tochter als minderwertig ansieht. Das man eine Person siezt ist völlig in Ordnung jedoch sollte jeder wissen der im Rd arbeiten das sich ein Patient wohler fühlt wenn er geduzt wird. (Wenn er es zu lässt) Aber vor allem bei maximalst förderbedürftigsten Menschen. Aber wenn du mal die anderen Aktionen dir anschaust merkst du villeicht das der rd sich völlig respektlos verhalten. Man lacht doch nicht über einen Patient nicht mal wenn man alleine in einem Raum ist und der Patient bewusstlos ist. Dann einen Patienten anschreihen...Ach lese es dir einfach nochmal durch und überlege nochmal ob du denkst deinen Antwort war korrekt.

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