Warum sind Nachts die Ampeln noch an?

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Dazu aus der Verwaltungsverordnung zur StVO:

Zu § 37 Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil
(...)
VI. Lichtzeichenanlagen sollten in der Regel auch nachts in Betrieb gehalten werden; ist die Verkehrsbelastung nachts schwächer, so empfiehlt es sich, für diese Zeit ein besonderes Lichtzeichenprogramm zu wählen, das alle Verkehrsteilnehmer möglichst nur kurz warten läßt. Nächtliches Ausschalten ist nur dann zu verantworten, wenn eingehend geprüft ist, daß auch ohne Lichtzeichen ein sicherer Verkehr möglich ist. Solange die Lichtzeichenanlagen, die nicht nur ausnahmsweise in Betrieb sind, nachts abgeschaltet sind, soll in den wartepflichtigen Kreuzungszufahrten gelbes Blinklicht gegeben werden. Darüber hinaus kann es sich empfehlen, negative Vorfahrtzeichen (Zeichen 205 und 206) von innen zu beleuchten. Solange Lichtzeichen gegeben werden, dürfen diese Vorfahrtzeichen dagegen nicht beleuchtet sein.

Wenn also Lichtzeichenanlagen nachts in Betrieb sind, dann ist offenbar entweder gar nicht in Betracht gezogen worden, die Anlage nachts abzuschalten oder die "eingehende Prüfung" hat ergeben, dass sicherer Verkehr ohne Lichtzeichen an dieser Stelle nicht möglich ist.

Du darfst nicht den Fehler machen, aus der Tatsache, dass du einmal an einer solchen Kreuzung bei Rot warten musstest, obwohl kein anderer Verkehrsteilnehmer in Sicht war, zu schließen, dass dies während der gesamten Nachtzeit so ist, dass also außer dir nachts niemand unterwegs ist :-) Schon einige Minuten später könnte es an dieser Stelle wieder ganz anders aussehen, sodass sicherer Verkehr dann ohne Lichtzeichen nicht mehr möglich ist.

Und man möge nicht meinen dass man eine grüne Welle bekommt, nein vom weiten siehst du grün wenn du schließlich ankommst, ROT !

Das allerdings sollte nicht sein. Dazu nochmal aus der selben Vorschrift:

Sind im Zuge einer Straße mehrere Lichtzeichenanlagen eingerichtet, so empfiehlt es sich in der Regel, sie aufeinander abzustimmen (z. B. auf eine Grüne Welle). Jedenfalls sollte dafür gesorgt werden, daß bei dicht benachbarten Kreuzungen der Verkehr, der eine Kreuzung noch bei "Grün" durchfahren konnte, auch an der nächsten Kreuzung "Grün" vorfindet.

Es soll also möglichst eine "Grüne Welle" geschaffen werden, auch bei Lichtzeichenanlagen, die nicht dicht benachbart sind.

Bindend ist diese Vorschrift allerdings nicht. Insbesondere politische oder strategische Gesichtspunkte können dazu führen, dass die örtlich zuständige Behörde die Lichtzeichenanlagen anders schaltet. Dagegen hilft dann auch keine Beschwerde.

Das ist eine gute und interessante Frage, welche uns letzendlich alle betrifft. Warum das so ist, kann ich dir leider auch nicht sagen. Das müsstet du bei der für deine Stadt oder diese von dir befahrene Strecke zuständigen Stelle machen - dich beschweren meine ich.

Geh doch mal auf die Website der zuständigen Polizeistelle und suche dir eine Abteilung, welche deiner Meinung nach damit befasst sein könnte oder ist. Und kontaktiere diese. Dort wird dir bestimmt weitergeholfen werden, entweder kann man dir direkt deine Fragen beantworten oder man kann dich an eine kompetente Person verweisen.

Außerdem könntest du bei einem der Verkehrsclubs fragen ... dort würde man deiner Anfrage mit Sicherheit sehr viel Aufmerksamkeit entgegenbringen.

1) an wichtigen Kreuzungen bleiben die Ampeln an zu hohe Unfallgefahr. 2) deine Stadt hat genug Geld. Beschweren kannst du dich im Rathaus.

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