Warum sind meistens Frauen kleiner wie Männer

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Die Unterschiede werden immer geringer. Sie kommen noch aus den Zeiten, in denen sich die Männchen das Recht zum Geschlechtsverkehr erkämpfen mussten. Bei Gorillas ist das auch heute noch so, deswegen fällt dort der Unterschied auch deutlicher auf. In Wirklichkeit ist es sogar noch etwas komplexer, da man noch unterscheiden muß zwischen monogamen bzw. zu Harems tendierenden Lebewesen.

diese annahme gilt als überholt: wenn sie hätten kämpfen müssen, dann hätten sie im laufe der evolution auch "waffen" entwickeln müssen (z.B. große schneidezähne).

von seiten der gender-studies wird vermutet, dass der größenunterschied auf eine diskriminierung der frauen bei der nahrungsmittelverteilung zurückzuführen ist. in den meisten kulturen dürfen frauen erst nach den männern essen. und vor allem beim fleisch werden sie benachteiligt (sie bekommen häufig nur das gerippe, wenn sie nicht gar komplett vegetarisch leben). dabei brauchen gerade frauen für ihren stoffwechsel eisen und tierische eiweiße, wegen der menstruation und der milchproduktion zum kinderstillen. sie haben in entsprechenden lebensphasen einen rund fünf mal höheren bedarf an eisen und proteinen als männer. der stoffwechsel der männer braucht dagegen sehr viele kohlenhydrate, um den energiebedarf der muskeln zu decken.

es gibt also eine nicht bedarfsgerechte verteilung bei der nahrung, die, so die annahme, zum größenunterschied führt. denn ein kleiner körper ist aus sicht der evolution/biologie für die frau vom nachteil. denn es scheint vorteilhaft zu sein möglichst kinder mit großen gehirnen zu gebären, hierfür ist die weibliche anatomie aber eher ungeeignet (zu enges becken, daher auch die vielen beschwerden beim gebären). frauen, die kleiner sind als 1,50 m haben entsprechend ein erhöhtes risiko bei der geburt zu sterben oder zumindest schaden zu nehmen.

dass sich das verhältnis heutezutage angleicht, wäre demnach darauf zurückzuführen, dass frauen zumindest in den westlichen gesellschaften, einen gleichberechtigten zugang zu nahrung haben.

die ursache für dne größenunterschied ist auch nicht das jagen und sammeln, denn man hat wissenschaftlich festgestellt, dass frauen sogar meh körperlich arbeiten als männer

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Weil Frauen über Jahrtausende hinweg eine geringere Proteinzufuhr hatten als Männer. Proteine oder Eiweiße, v.a. enthalten in Tierprodukten und Hülsenfrüchten, braucht der Körper um groß zu wachsen. Da die meisten Frauen und Männer in patriarchalischen Gesellschaften lebten (und leben), so dass Frauen kulturell dazu angehalten waren z.B. weniger Fleisch zu essen (bzw. nur die Reste zu essen), waren sie stets kleiner als die Männer. In den heutigen Überflussgesellschaften haben Frauen und Männer eine viel größere Nahrungsmittelauswahl. Auf der einen Seite wird Fleischkonsum immer noch mit Männlichkeit verbunden, während Frauen eher der Salat zugedacht wird (was tendenziell dazu führt, die Größenunterschiede beizubehalten). Auf der anderen Seite essen Frauen heute auch viel Fleisch und immer mehr Männer verzichten auch auf Fleisch (was tendenziell dazu führt, die Größenunterschiede aufzulösen). Hinzu kommt, dass in den letzten Jahrzehnten auch immer mehr pflanzliche Nahrungsmittel wie Sojaprodukte zur Deckung des Proteinbedarfs verzehrt werden, so dass die Fortentwicklung unserer Körpergröße nicht nur mit Fleischkonsum zu tun hat. Fest steht, die Körpergröße liegt nicht nur in der "Natur", sondern auch in unserem Verhalten, unseren kulturellen Gewohnheiten (und die sind schließlich dynamisch und veränderbar). Mit anderen Worten: Wir wir uns verhalten erschafft unsere "Natur" (also auch die Biologie des Körpers), denn Evolution ist kein Vorgang, der nur in der Vergangenheit stattfand, sondern sie ist im Gange und damit hängt es auch an unseren Entscheidungen (z.B. was wir [nicht] essen) ab, wie wir uns körperlich fortentwickeln...

Frauen sind meistens kleiner als Männer, weil die früher die Beschützer und auch Jäger waren. Dazu brauchten sie mehr Kraft also Größe und Muskelmasse.

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