Warum sind manche Verbrechen "salonfähig" und andere nicht?

3 Antworten

Interessante Frage, und ich habe keine Antwortidee, nur Ergänzungen, weil's Spaß macht. Denn so wäre auch der Schurkenspieß kein Verkaufsschlager, wohingegen die Gaunersuppe einen gewissen Reiz haben könnte. Ein Lumpensteak erweckt unangenehme Erwartungen, ein Strolchenlendchen könnte die Gäste nachdenklich machen, ein Ganovendressing aber interessant sein und ein Kanaillencocktail so wie so.

Das waren halt früher eher Helden, die - siehe Robin Hood - auch noch den Armen geholfen haben, oder dazu beitrugen, den Reichtum eines Landes zu vergrößern.

Deshalb macht auch noch das "Jägerschnitzel" Sinn, der tötet zwar, aber wir brauchen ja das Fleisch enes Tieres. Ein Mörder hätte ja einen Menschen umgebracht...

Den gleichen Effekt hat Barbeque/Grillen an sich: der Geschmack von Freiheit und Abenteuer, Lagerfeuer und Cowboys. "Indianeressen" würde keiner wollen....

Nunja, immerhin bedeutet Raub ja auch eine Form von Gewalt, da ein Räuber im Gegensatz zu einem Dieb anderen mit Gewalt oder zumindest durch dessen Androhung etwas wegnimmt.

Deshalb macht auch noch das "Jägerschnitzel" Sinn, der tötet zwar, aber wir brauchen ja das Fleisch enes Tieres. Ein Mörder hätte ja einen Menschen umgebracht...

Also ein Vegetarier oder Veganer dürfte das grundlegend anders sehen und auch ich bin niemand, der das Leben eines Tieres grundsätzlich dem eines Menschen unterordnet.

Aber es ist natürlich eine Erklärung dafür.

Den gleichen Effekt hat Barbeque/Grillen an sich: der Geschmack von Freiheit und Abenteuer, Lagerfeuer und Cowboys. "Indianeressen" würde keiner wollen....

Richtig, auch hier werden Dinge teilweise mehr oder weniger stark verklärt, wobei ich mir gar nicht mal so sicher wäre, ob ein "Indianerteller" in einem Westernlokal nicht auch ganz gut ankommen würde...

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@Franz577

Schon, aber ein Räuber kann ja eigentlich nur den Reichen was wegnehmen, und die haben ja genug - so der Hintergedanke

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@Blindi56

Und selbst wenn, dann bleibt es immer noch Unrecht und wer Opfer eines Raubes geworden ist, leidet darunter vielleicht sein Leben lang und bleibt traumatisiert.

Die Philosophie, man dürfe einem Reichen etwas wegnehmen, weil er ja genug hat, lehne ich daher entschieden ab. Das ist linksradikales Gedankengut, das ich zutiefst verabscheue.

Der Reiche bleibt ja letztlich trotz seines Reichtums immer noch ein Mensch und verliert daher auch seine Menschenwürde nicht. Die spielt aber in diesem Fall keine Rolle.

Streng genommen kann man also sagen, dass man mit der Verharmlosung des Raubes linksradikales Gedankengut verteidigt.

Das mag jetzt vielleicht etwas weit hergeholt erscheinen, aber bei genauerer Betrachtung läuft es eigentlich darauf hinaus.

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@Franz577

Du hast schon Recht, aber das Bild des Räubers (aus Märchen, Legenden etc.) entstand so im Mittelalter, als alles sehr ungerecht verteilt war, Arme ausgebeutet wurden und "rechtlos" waren und das Gesetz immer auf der Seite der Reichen war.

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Ich schätze weil Räuber eben eher an Piraten erinnert,die das Meer erobern und bei Mord oder Vergewaltigung werden Gäste an schlimmes erinnert,das eine Person missbraucht oder getötet wurde. Es geht dann unter die Gürtellinie

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