Warum sind manche Regionen in Fußball-Nationalmannschaften unterrepräsentiert?

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4 Antworten

Das hat im wesentlichen mit der Sportförderung zu tun und dabei- wieviel Geld fließt in die Förderung von Supertalenten. Wenn ein Kind ein Supertalent für Fußball besitzt, dann wird es vermutlich im Speckgürtel von München schneller entdeckt und gezielter gefördert als etwa im Frankenwald (Landkreis Kronach, Hof) oder eben auch im Saarland, das wirtschaftlich seit dem Ende des Bergbaus als "armes" Bundesland gilt. Während München/Oberbayern im Geld schwimmt einschließlich zahlungskräftiger Sponsoren. In einer strukturschwachen ländlichen Gegend mit Orten unter 10.000 Einwohnern hast Du meist nur Sport auf Amateur-/Freizeitniveau. Talente verkümmern dort in der Kreis-/Bezirksliga.

Was hat der denn Geburtsort mit dem Talent eines Neugeborenen zu tun? Dessen sportliche Förderung und Entwicklung bestimmt maßgebend seinen Werdegang.

Wenn die Eltern abseits der Vereine leben, die eine Jugendförderung anbieten und hochklassig spielen, wird er in der Kreisliga eher nicht Talentsuchern auffallen.

G imager761

Die Spieler, die heute in der Nationalmannschaft spielen, werden ja größtenteils schon seit ihrer Jugend mit 12 oder 13 Jahren von Bundesligavereinen gefördert und später in die U-Mannschaften des DFB berufen. Da es zum Beispiel aus den neuen Bundesländern keine Bundesliga-Mannschaft gibt, werden von dort auch keine Spieler zur Nationalmannschaft eingeladen. Soweit ich weiß, ist Toni Kroos der Einzige aus den neuen Bundesländern, der kommt aus Greifswald oder so.

Mir fällt zum Beispiel auch nur ein Nationalspieler ein, der aus meiner Heimat Berlin kommt, nämlich Jerome Boateng. Da siehst du mal, was das für eine elitäre Klasse ist, wenn von 3,4 Millionen Menschen nur einer in der Nationalmannschaft spielt und das auch nur, weil er beim FC Bayern München unter Vertrag steht.

johnnyj1995 10.06.2014, 00:11

René Adler (Hamburger SV) und Marcel Schmelzer (Borussia Do.) sind auch aus der ehemaligen DDR ;-)

Die meisten Spieler aus Ostdeutschland wechseln bereits in der Jugend zu einem Bundesligaklub aus dem Westen

PS: Adler ist stolz auf seine Herkunft. In Zeit Online hatte er mal anlässlich des 22. Jahrestages der Wiedervereinigung ein Interview gegeben

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johnnyj1995 10.06.2014, 00:30

Berliner in der A-Nationalmannschaft Deutschlands sind nichts seltenes.

Guido Buchwald ist auch gebürtiger Berliner obwohl es kaum einer vermuten würde aufgrund seiner Stuttgarter Vergangenheit. Auch Christian Ziege, Carsten Ramelow oder Stefan "Paule" Beinlich sind Berliner. Ersterer war auch 1996 Europameister geworden. Im Endspiel gegen die Tschechen hatte Ziege den 1:1-Ausgleich durch Oliver Bierhoff vorbereitet.

Auch Marko Rehmer, der ebenfalls zu Nationalmannschaftsehren kam, ist Berliner.

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Kati1996 10.06.2014, 08:45
@johnnyj1995

René Adler wusste ich, dass er aus Leipzig ist, aber der ist ja aktuell nicht mehr dabei.

Ansonsten habe ich nur an Spieler gedacht, die auch aktuell spielen.

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Woher kommt es eigentlich dass bestimmte Regionen nicht ausreichend in Fußball-Nationalmannschaften repräsentiert sind? – Sind sie doch. Vor dem Fernseher. Die Vorstellung, dass alle Menschen gleich wären, ist nett, aber naiv.

Wenn es aus Deinem Dorf keiner geschafft hat, taugt die Gegend eben nicht für Fußballer. Sei froh, es ist durchaus denkbar, dass eine Gegend ausschließlich Deppen hervorbringt.

Grönland z.B. ist auch kein Land, dass für Fußballstars prädestiniert ist. Obwohl auch Eskimos "gleiche" Menschen sind. Das ist ansich nicht schlimm und kein Grund für Diskriminierung. Nur eben doof für die Nationalmannschaft.

johnnyj1995 09.06.2014, 05:09

Bitte bezeichne Fußballer nicht als Depen. Ich bin fußballbegeistert und ich bin kein Dep oder bin nicht dumm.

Des Weiteren: Es ist einfach großartig dass mit Schneiderlin erstmals seit Marc Keller wieder ein Spieler aus dem Elsass für die Nationalmannschaft Frankreichs auf dem Platz steht.

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