Warum sind manche leute/Moslems so aggressiv wenn man kritisch über ihre Religion redet?

19 Antworten

Ich habe mir mal erlaubt, bei Facebook einen Witz über die katholische Kirche zu veröffentlichen. Da haben sich einige aufgeregt das war irre....

Fast alle Religionen sind davon strikt überzeugt, die einzig wahre Religion zu sein. Und durch entsprechende Auslegung der zugrundeliegenden Schriften könne sie das auch "beweisen". Auch in der Bibel gibt es entsprechende Stellen.

Ausschlaggebend ist aber letztlich, dass viele auch noch so aufgeklärte Menschen in Religionsfragen ein regelrechtes Scheuklappendenken entwickelt haben. Kritisches Hinterfragen der religiösen Regeln wird von Klein auf untersagt, und aus Furcht kuscht man dann und befolgt lieber blind das, was andere einem vorsagen. Und es gibt einige, die das in ihrer Machtgier schamlos ausnutzen und den Menschen was weismachen was vielleicht gar nicht stimmt.

Ich will ihn hören! Schreibst du ihn hier auch noch? Ich liebe Katholikenwitze, weil es das lustigste ist, wenn man sich ein bisschen selbst drin wiederfindet.

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Wenn jemand einfach eine echte Bezihung zu Gott hat, dann reagiert er nicht aggressiv. Wenn aber jemand ständig nur gewisse religiöse Rituale macht ohne selbst genau zu verstehen warum. Dann kann er sich innerlich nicht sicher sein. Er redet sich ein das es richtig sein muss und wenn jemand das anzweifelt, reagiert er aggressiv.

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Ich glaube, der Unterschied besteht hier, im kulturellen Hintergrund.

Hierzulande ist Glaube einfach nicht das, was er in arabischen Ländern ist. Viele sind nur noch auf dem Papier Christen und auch wenn sie vielleicht an Gott, wie er in der Bibel beschrieben wird, glauben, heißt das nicht, dass sie an die katholische Kirche glauben. Mit vielen erzkatholischen Christen lässt sich auch nicht über Glauben diskutieren und wenn ich den Pfarrern zumindest in meinem Ort so zuhöre, finde ich nicht, dass sich ihre Aussagen großartig von denen gläubiger Moslems unterscheiden.

Während hierzulande aber Religion immer mehr in den Hintergrund rückt, stammen viele Moslems aus einer Kultur in der die Religion noch aktiv praktiziert wird und ein wichtiger Bestandteil des Familienlebens ist. Sie glauben und sie wollen das auch, aber der Mensch war noch nie gut darin, wenn Kritik an seinen Ideale und Überzeugungen an zu nehmen – und das ist genau das, was Kritik an ihrem Glauben für viele Gläubige egal welcher Religion ist.

Was das Niedermachen anderer Religionen betrifft: Ja, das stimmt teilweise. In vielen arabischen Ländern gibt es eine weit schwächere Trennung von Religion und Politik als hierzulande, wo beides komplett unabhängig voneinander existiert. Aber man schaue sich nur die Geschichte an, als man vor gar nicht all zu langer Zeit noch Pfarrer in den Gemeinderäten hatte und die Herrscher ihre Macht auf die Kirche gestützt haben. Da war das auch nicht viel anders. Nur ist in Europa die Verweltlichung (ich vermute stark, durch die Trennung der Kirchen in protestantisch und katholisch, die darauf folgenden Kriege usw) eben früher passiert als in vielen arabischen Ländern.

Danke für deine differenzierte Sichtweise!

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Rede mal mit einem russen über putin, entweder er hasst oder liebt ihn, wenn er ihn liebt, kannst du kritik auch vergessen! Das hat was mit mentalität zu tun, der erziehung und der persönlichkeit, nicht jeder araber oder türke etc. Reagiert so auf kritik, aber viele, da der glauben auch wie bei christen teil ihrer person ist und kritik quasi kritik an ihnen darstellt, christen sind offt anders erzogen und halten ihre schlechte laune einfach besser zurück! Ich persönlich habe nichts gegen andere menschen, aber die arabische kultur, ist die mit der ich am wenigsten warm werde, mir gefällt weder die musik, noch deren kunst, noch deren Gesellschaft, was auch an dem was du schilderst liegt, aber das essen finde ich dort gut! Lg

Wenn du solche Erfahrungen speziell mit Moslems machst, solltest du das Ganze vielleicht noch ein, zwei Mal überdenken. Ich finde es extrem wichtig als Mensch, der an irgendwas übernatürliches glaubt, kritikfähig und gesprächsoffen zu sein. Auch sich selbst dabei hinterfragen zu können. Und zu einem gewissen Grad sagt das Verhalten von Anhängern einer Religion schon was über ihren Glaubensgegenstand aus. Man sollte dabei niemals verallgemeinern, aber gerade wenn man mehrfach bestimmte Erfahrungen macht, sollte einem das zu denken geben. Ich sage damit nicht, dass alle Muslime nicht diskussionsfähig sind. Aber überlege dir genau, mit was du es zu tun hast, bevor du Teil davon wirst, genau wie bei allem anderen auch. Wenn dir die Sache so auf dem Herzen liegt, dass du hier fragen musst, nimm diesen Zweifel nicht auf die leichte Schulter. 

Also zuerst die verse, die du nanntest - natürlich gibt es die und das ist auch gut so, denn das ist ganz normale geschichtliche überlieferung. das ist eine Anweisung an den Propheten und bezieht sich NUR auf ihn in Bezug auf die, die ihn versuchten zu töten, bestahlen und vertrieben haben. 

das war ein direkter befehl von gott an den Propheten und die Sahaba (Gefährten) . Es ist klar beschlossen von allen interessanten Korankommentatoren und interpretatoren, sowie dem Hohen islamischen Rat usw soweit ich weiß, dass dies nicht auf die Muslime als handlungsaufforderung zutrifft. Terroristen zum Beispiel nutzen solche stellen und legen diese als handlungsaufforderung aus und betreiben so ihr "rekruting". hoffentlich klären die menschen sich besser auf.

Zu der Unterdrückung: Die Geschichte zeigt den Umgang - natürlich kommen viele an und erzählen dir von historischen kriegen, mag ja alles sein, aber die hatte jedes volk/Kultur. Fakt ist aber, dass keine andere religion in der Vergangenheit andersgläubige monotheisten so geschützt hat gegen eine Schutzsteuer konnten sie in Frieden unter Muslimischer Herrschaft leben. Auch heute ist es noch in vielen Orten so, wie zb Ägypten. Der Koran sagt auch, und das gilt uns: 

" Und streitet nicht mit dem Volker der Schrift. Es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben"

Sure 29 vers 45

Zu den Leuten die Aggresiv sind:

Die machen einen Fehler und tun sich keinen gefallen. diese sind leider nicht weit genug. Bei uns ist es so: wenn ich dich bekehre, wird mein Lohn um deinen erhöht. sprich alle gebete usw die du verrichtest, werden mir auch angerechnet als Hasana (eine Art Pluspunkt) Wenn ich dich von meiner Religion vergraule, dann ist das ein dickes minus.

Unser prophet hat sich nicht aufgeregt. und sagte seinen Anhängern immer wieder wie schlecht aggression und wut ist und das diese vom sheitan kommt. 

Das waren jedenfalls einzelne typen, was sich nicht verallgemeinern lässt eigentlich. Wenn du sonst fragen hast, werde ich versuchen sie dir so gut ich kann zu beantworten. allerdings prüfe auch immer die antworten, denn man darf sich im Islam auch nicht einfach auf das wissen eines anderen verlassen ohne seinen eigenen verstand zu bedienen um dinge zu hinterfragen, wie zum beispiel die "Tötet Sie stelle"

Der von dir behauptete Schutz der Christen in Ägypten und anderswo: Du solltest unbedingt deine zeitgeschichtlichen Kenntnisse auffrischen.

Die Bemerkungen bezüglich des friedlichen Mohammed sind von Geschichtsblindheit oder Naivität geprägt. Mohammed war auch Kriegsherr.

Zu den Koranversen, die das Töten von "Ungläubigen" fordern: Es ist völlig unerheblich, ob diese Verse nun "weichgespült" werden oder nicht. Entscheidend ist: die selbsternannten "Gotteskrieger" berufen sich bei ihren Untaten auf solche Verse.

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@earnest

Zu den Vers(en): da streit ich auch gar nicht mit dir drüber, aber dann musst du mir wohl auch zustimmen, dass es umso wichtiger ist deren bedeutung zu kennen. das es keine Handlungsaufforderung an uns ist, sondern an die genannten personen . damit diese gestörten menschen diese stellen nicht missbrauchen können - vorausgesetzt man wünscht sich eine friedlichere welt.

zu geschichtlichen kenntnissen. die rede war nie vom propheten saw sondern bezogen auf islamische länder und verhaltensweisen.

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