Warum sind Linke und Grüne auf einmal gegen die Islamische Republik Iran?

4 Antworten

Gegen den Schah gewesen zu sein, bedeutet ja nicht automatisch für eine islamische Diktatur zu sein. Schlimmer finde ich fast, dass ja in der 68er Generation auch zB Mao verehrt wurde, viele eine sogn. MaoBibel mit Zitaten von ihm hatten, obwohl er schon damals Mio von Toten zu verantworten hatte und Säuberungen, wie Stalin.

Aber man war damals nicht so informiert und teilweise 'verblendet'. Deutschland war erzkonservativ, wurde teilweise noch von ex-Nazis und Profiteuren beeinflusst und gesteuert. Vieles war noch sehr 'unfrei', weil von einer starken, aber auch heuchlerischen Moral kontrolliert. Da wurde alles was für junge Linke iwie 'anders, modern und freier' klang 'bejubelt'! Man hat auch noch geglaubt, dass der Kommunismus umsetzbar und 'besser' wäre.

Die SchahProteste waren übrigens 1968, während die islamische Revolution erst 1979 kam. WIE es also mal aussehen würde, wusste man 1968 noch nicht..und auch nicht in den 70ern.

Das einzige was ich über den Iran weis von 1960 ist das der Schar von Persien anscheinend von dem Amerikanern im Iran durch deren Einfluss an Macht kam. Durch Volker Pispers der Kabarettist weis ich das. Ist also kein Fachwissen. Ich weis nur das wir damals alles was die Amerikaner gemacht haben für gut gehalten haben. 25 vorher sind tausende Amerikaner gestorben um uns die Freiheit zu bringen.

Ich gehe davon aus das die umstände heute deutlich andere sind.

Der Iran mit Atombomben bedeutet das Israel absolut in Gefahr wäre. Und das wird auf keinen Fall passieren.

Ich glaube nicht das der Iran 1960 fähig war so Waffen zu produzieren.

Fachleute halten es für so gut wie unmöglich das das Iranische Volk die Politik dort stürzen könnte.

Ich würde mir wünschen das die Menschen dort frei und gleichberechtigt leben können. Wenn das der größte Teil der Menschen dort will, und ich weiß das garnicht, sollte das so kommen.

In den 1960ern und 1970ern waren viele Linke, Kommunisten, Sozialisten, Öko-Aktivisten, RAF-Anhänger, Studenten, Intellektuelle, Journalisten und auch Ur-Grüne (Joschka Fischer/Petra Kelly) gegen den Shah und für Khomeini.

Stimmt! Man war aus guten Gründen gegen den Schah und hoffte, dass etwas besseres nachkommt. War aber leider nicht so, weil Khomeini alle Konkurrenten nach der Revolution ausschaltete.

Khomeini war natürlich intelligent genug, nicht gleich zu sagen, dass er eine Diktatur anstrebte....

aber wieder diese Doppelmoral

eher Gutgläubigkeit und Optimismus und auch Unkenntnis über die Geschehnisse nach der Revolution.

Es ist vielleicht nicht richtig, alle Gruppen in einen Topf zu werfen, da er ja auch Kommunisten verteufelt hatte. Alle Teufel, USA,Russland, Israel, alle außer er, der iranische Messias (Ironie off).

Vielleicht ist bei einigen dieser Gruppen eine anti-amerikanische Haltung da gewesen, sowie, ja, auch in der linken Szene, ein Antisemitismus.

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