Warum sind Kinder, die weniger haben, glücklicher?

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10 Antworten

WEil Geld und Reichtum und alles haben nun mal nicht Glücklich macht.

Außerdem lernen Kinder bei uns leider schon sehr früh: haste was, biste was. Der Mensch an sich zählt nicht mehr so viel wie früher. Und die Eltern haben auch weniger Zeit, sich im die Kinder zu kümmern, beruhigen ihr schlechtes Gewissen mit (teueren) Geschenken.

Wir hatten nie viel Geld, waren aber auch nicht arm. Viele hatten Sachen, die ich auch gerne gehabt hätte. Und ja ich wollte auch mithalten können, schon damals. Und ja ich habe - zumindest teilweise - diese Sachen auch bekommen. Aber nicht einfach so. Ich musste dann halt bis Geburtstag, Weihnchten, Kommunion, etc. warten. Oder sie mir anderweitig "verdienen"

Umso mehr habe ich mich dann aber gefreut, gerade weil es keine Selbstverständlichkeit war.

ein Nachbarsjunge hatte fast mmer alles: Ein neues Skatebord, weil das alte nicht mehr gefiel, ein neues Moutainbike, weil im alten ein "achter" war..... Glücklich war er aber nicht, echte Freunde fehlten ihm.

Das ist nicht nur bei Kindern so, sondern ganz generell.

Wenn man alles hat und sich keine Gedanken um materielle Dinge machen muss, werden diese Sachen sehr schnell selbstverständlich - wir freuen uns eher über das Besondere, nicht über Alltägliches.

Jemand der ohnehin am Existenzminimum lebt und nichts hat, empfindet bereits viel kleinere und bescheidenere Dinge als besonders und weiß sie so mehr zu schätzen.
Ich nehme mal an, dass du selbst auch nicht jeden Tag in Freudentränen ausbrichst, weil du ein Bett zum Schlafen hast - jemand aus einem armen Land, der immer auf dem Boden schlafen muss, würde das aber bei einer Nacht bei dir zuhause sicherlich tun.



Allerdings ist es schon anzuzweifeln, ob diese Menschen wirklich generell glücklicher sind - denn ein Lächeln sagt noch nichts darüber aus, wie zufrieden ein Mensch im Allgemeinen ist.
Und auch jemand, der eigentlich lieber ein teureres Smartphone hätte, kann sein Leben eigentlich zu schätzen wissen und glücklich sein.

Nun ja, wenn ich Hunger habe (ich meine, wirklichen Hunger), freie ich mich über eine Scheibe Trockenbrot. Bin ich übersättigt, sagt mir noch nicht einmal eine Schwarzwälder Kirschtorte zu. Ein Bekannter von mir hat einen BMW - er braucht unbedingt einen Porsche. Ich bin seit x Jahren glücklich auf meinem alten Damenfahrrad. Und warum das so ist? Ist eben so. Wenn es um Kinder geht - die müssen auch vor ihren Schulkameraden gut dastehen, sonst sind sie Außenseiter, was ihnen dann auch wieder von den eigenen Eltern vorgeworfen wird (nicht immer, aber oft).

Wohlstand ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.

Alexander von Humbold, 1769-1859

Das ist leider immer noch so. Die Bank vergibt den neuen Kredit nur, wenn man Sicherheiten hat. So wird immer mehr angehäuft, ob wir wollen oder nicht, weil Zinsen/Geld/Kapital wächst und wer nicht schnell genug wächst wird bankrott und unter die anderen aufgeteilt. (neues Geld entsteht nur durch einen neuen Kredit)

Was heißt sie sind zufriedener? Wer Hunger leiden muss und als Kind arbeitet ist  bestimmt nicht zufrieden. 
Sie wissen aber zu schätzen was sie haben. Sie können sich auch über die einfachen Dinge freuen

Ja, da siehst du eigentlich wie traurig das ganze ist. Die Kinder in den etwas wohlhabenden Ländern wissen kaum mehr was Geld ist, und aus diesem Grund werden sie sich nie mehr richtig freuen können wenn sie was bekommen das sie alles gewöhnt sind und Arschübe bekommen. Dann kommt noch dazu das die durch das haben haben haben, den Sinn vergessen und somit unzufrieden sind sobald sie nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Bei den Afrikanischen Kinder kannst du dir es wohl selbst erklären wieso sie bei kleinigkeiten überemotional reagieren ;)

Das verstehe ich nicht. Meine Kinder haben nie den Lebensstandard von Hartz IV genießen dürfen. Sie haben die Klassenfahrten, den Musikunterricht und auch die Kita komplett durch uns selber bezahlen müssen. Zur Tafel durften die auch nie.

Auch das Bett und die Klamotten und den Tisch und die Gardinen haben wir Eltern bezahlen müssen.

Heute sind sie durch, haben studiert, ihren Dr. im Namen und prima Jobs.

Ach so, wir gehören zur bildungsfernen Schicht.

IchFahrJaguar 04.06.2016, 15:52

Oha, Ihre Kinder haben einen Dr. im Namen? Sehr geehrter Maxe, ich werfe mich vor Ihnen in den Staub. Unglaublich, dass Sie solch gottgleiche Kinder erschaffen haben, obwohl Sie meine Frage nicht verstanden haben. Vielleicht sollten Sie den Hartz-4-Lebensstandard-Satz nochmal genau lesen. Erst lesen, dann denken, dann antworten. Danke.

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schleudermaxe 04.06.2016, 16:26
@IchFahrJaguar

Und warum nur den Standartsatz und die ganzen Zugaben werden unterschlagen?

Einige habe ich genannt. Hinzu kommt kein Problem bei der Unterkunft, Wärme und Wasser und Waschmaschine und Gefrierschrank und Schulbedarf sowie Schulbuskosten usw. usf.

Ich bin noch mitten in den Tabellen, keine Angst.

Und mit Hartz IV hätten wir alle es deutlich besser wuppen können, auch wenn Du, aus welchen Gründen auch immer, so etwas nicht hören möchtest.

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Die sind mit dem glücklich, was sie haben. Sie geben sich mit dem zufrieden, was ihnen zur Verfügung steht. Die sind nicht so konsumgeil wie die reichen Länder. Und sind wir mal ehrlich, das was sie haben, reicht. (Lebensmittel ausgeschlossen, davon bräuchten sie viel mehr). Sie schätzen das was sie haben. Brauchen kein iPhone oder ein Mac. Wozu? Das Leben kann so schön sein, wenn man es richtig genießen kann und das auch mal ohne Technik. 😊

diese afrikanischen kinder kommen in unserer gesellschaft auch besser klar weil bei uns vieles einfacher ist als bei ihnen

dort muß man wasser am brunnen holen und bei uns läuft das in der wohnung warm oder kalt das sind quantensprünge für diese kinder und die brauchen keinen unnötigen wohlstand um zu leben

Weil die, die wenig haben, das wenige noch schätzen.

Die Anderen sind einfach satt.

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