Warum sind Jugendliche heutzutage so faul,was Mathe angeht?

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Hallo Daniel!

Das liegt mMn nich an der "Jugend von heute", sondern oft an Lehrkräften, die den mit den Jahren immer schweren Stoff in einem nicht ausreichenden Maß erklären (können) und man sich zudem verstärkt selber zu fragen beginnt, für was und warum man denn eigentlich schwere Algebra oder komplexe Trigonometrie können muss, obwohl man das im Alltag nie mehr benötigt.

Das war bei uns damals - und auch bei den meisten meiner Freunde - der ausschlaggebende Grund, wieso Mathematik allgemein als verrufen galt außer bei denen, die gute Noten in dem Fach hatten.

Man kann nur wenig dagegen machen, außer vllt. pädagogisch besseres Personal einzustellen oder den Unterricht so zu gestalten, dass nicht nur an der Tafel zack-zack was "erklärt" im Sinne von angeschrieben wird und jeder mitkommt.

Heutzutage?

Das war noch nie anders - für Mathe braucht man eben eine gewisse Begabung, bzw abstraktes Denkvermögen und Zahlenverständnis. 

Wer das nicht hat, tut sich halt schwer und muss eine Menge lernen, ohne es wirklich zu verstehen (ich begreife bis heute noch nicht wirklich, was ein Integral ist) - sowas macht eben keinen Spaß und dann drückt man sich lieber vor dem Lernen...

Dazu kommt noch, dass viele Mathelehrer zwar Mathe beherrschen, aber keine guten Pädagogen sind - Mathe können und jemandem Mathe beibringen sind nämlich zwei paar Schuhe


Diese allgemeine Tendez zu ändern ist eine ziemlich schwierige Sache. Bei mir ist es so, dass ich mit Mathe Probleme habe, weil ich Bezeichnungen für Mathematische Phänomäne oft als willkürlich und daher nicht kausal erklärbar und entsprechend leicht zu verwechseln wahrnehme. Bei Geschichte passiert mir das zum Beispiel nicht, da ich historische Ereignisse als eher kausal zusammenhängend wahrnehme.

In der Praxis komme ich in Mathe klar, wenn ich einen kompetenten und didaktisch fähigen Lehrer habe, der mir die Sachen gut erklären und sie kleinschrittig beibringen kann. Für andere Fächer, Sprachen und Gesellschaftswissenschaften aber auch Naturwissenschaften kann ich besser autodidaktisch lernen, so lange es gerade in den Naturwissenschaften nicht zu mathematisch wird.

In der Praxis würde ich gerade im Umgang mit einer Gruppe Jugendlichen erst mal dazu raten, Einzelgespräche zu führen. Es gibt nämlich das Risiko, dass eine Gruppendynamik entsteht, in der Jugendliche Mathe ablehnen, weil es ihre Mitschüler auch tun. Und ansonsten mal mit der/dem/den Betroffenen darüber reden, warum er/sie Mathe nicht mag/mögen.

Und Geduld haben: Einzelne Personen sind selten in der Lage, gesellschaftliche Tenden schnell, gezielt und alleine abzuändern.

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