Warum sind Geschmäcker unterschiedlich?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Andere Antwort... 72%
Ist komplett beeinflussbar 22%
Ist genetisch bestimmt 6%

19 Antworten

Ist genetisch bestimmt

Ob uns etwas schmeckt hat grundsätzlich mit dem Geschmacks- als auch dem Geruchssin zu tun.

Die Geschmacksknospen im Mund können nur zwischen süß, sauer, salzig, bitter und würzig unterscheiden.

Hier kommt die Genetik ins Spiel, die Riechzellen befinden sich in der Nase, die Schmeckzellen in Mund und Rachen.Man kann sich die meisten Duft- und Geschmacksrezeptoren wie spezialisierte Schlösser vorstellen. Während also der Rezeptor das Schloss oder Schlüsselloch ist, sind bestimmte Geschmacks- und alle Duftmoleküle wie Schlüssel. Und wie bei unserer Haustür passt zu dem Schloss auch nur eine Art von Schlüssel.

Konkret funktioniert das so: Wenn ein bestimmter Bitter-Geschmackrezeptor das Schloss ist, dann passt auch nur ein bestimmtes Bitter-Molekül als Schlüssel in dieses Schloss. Der Schlüssel öffnet das Schloss und startet dadurch eine biochemische Informationsübertragung zum Gehirn.

Welche Rezeptoren aktiv und prinzipiell „bereit für einen Schlüssel“ sind, hängt vom genetischen Bauplan ab. Genetisch programmiert kann auch sein, wie stark wir Geschmäcker und Gerüche wahrnehmen – also, grob gesagt, wie empfindlich das Schloss ist.

Unser Geschmack ist also – zumindest was süß, bitter und umami betrifft – stark genetisch geprägt und aus evolutionsbiologischer Sicht sinnvoll. Süße Lebensmittel bevorzugen wir in der Regel vor bitteren Speisen. Denn während das Süße eine Menge Kalorien verspricht, sind Bitterstoffe eher ein Warnzeichen dafür, dass etwas giftig sein könnte. Die hierfür wichtigen Gene können aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sein, was dazu führt, dass wir Geschmäcker anders wahrnehmen.

https://www.quarks.de/gesundheit/ernaehrung/geschmaecker-sind-unterschiedlich-das-haben-deine-gene-damit-zu-tun/

Endlich, danke für deine fundierte Antwort, Jetzt noch zu Kunst/Kultur und ich bin happy.

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Nvm mein Fehler ;D

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Andere Antwort...

Ich denke, dass das vielschichtig ist. Ich tendiere dazu, dass vielleicht ein Teil davon angeboren sein kann, aber dass auch vieles im Laufe des Lebens erworben wurde (durch Prägung).

Angeboren scheint wohl zu sein, dass kleine Kinder gerne Süßes mögen. Das hat wohl einen guten biologischen Grund (und Erwachsene haben diese Vorliebe z.T. immer noch). Dennoch kann auch beim Essen nicht alles angeboren sein, es gibt Menschen, die kein Problem damit haben, geröstete Spinnen zu essen, wir mögen dies aber nicht in Europa. Die Abneigung scheint erworben zu sein.

Die sexuelle Ausrichtung kann man nicht ändern. Wer als Mann keine Neigung zu anderen Männern hat, kann nicht willentlich "homosexuell werden" (umgekehrt ebenso). Man kann tun, was man will, aber nicht wollen, was man will (Schopenhauer).

Der Musikgeschmack ist ziemlich sicher erworben. Als kleines Kind mochte ich keine klassische Musik, das kam erst im Alter von ca. 15 oder 16. Und Musik, die man gar nicht erst kennt, kann man noch nicht mögen. Die Musik der Umgebung beeinflusst uns.

Woher ich das weiß:Beruf – angestellter Chemiker (Dr. rer. nat.)
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Vieles wie Kunstgeschmack kann auch anerzogen werden (wenn Eltern bestimmte Musik hören oder Bilder im Haus haben und mit den Kindern darüber reden etc.).

Essensvorlieben sind teils altersbedingt (Bitterstoffe lehnt man meist als Kind ab), teils anerzogen (für die Region, Kultur oder Familie typische Gerichte in der Kindheit. Wat de Buur nich kennt, isst er nicht!).

Ist komplett beeinflussbar

Soweit ich weiß, hängt ein Teil davon ab, in welcher Kultur du lebst und die vielen anderen Einflüsse von außen jedoch auch von Glück. Du könntest einer ka. blonden Person begegnen die du so attraktiv findest, dass dein "Typ" blond wird. Zudem kann es gut sein, dass es auf dieser Welt z.B. eine Gewürzmischung gibt die du absolut lieben würdest, sie jedoch nie entdecken wirst.

Neue geschmackliche Offenbarungen entdecke ich immer wieder, aber es gibt halt Dinge, die ich nicht essen kann Bei mir sind es besonders Konsistenzen und ich glaube, daß es bei mir echt angeboren ist, daß ich bei bestimmten "schlüpfrigen, wabbeligen" einfach Brechreiz bekomme. Heuschrecken und so was würde ich vermutlich mit anderer Prägung essen.

Und meine Tochter liebt Schärfe- das ist bei ihr sicher angeboren. Sie konnte noch nichtmal laufen, griff sich eine Peperonie, und danach ging es ständig zwischen "SchAAARRF" und "MEEEHR" hin und her, bis ich dann mal meinte, es sei genug.

Bitterkeit wird auch genetisch unterschiedlich stark wahrgenommen, es gibt sogar Probanden , die bestimmte! Bitterstoffe gar nicht wahrnehmen können- eindrucksvolle Untersuchungen dazu gibt es im Bezug auf den Gallenröhrling.

Im Bezug auf einzelne Gerüche gibt es auch sehr unterschiedliche Empfindlichkeiten. Es gibt da echt standartisierte Studien dazu, wo Probanten einen Stoff in unterschiedlichen Konzentrationen wahrnehmen sollten, war von Person zu Person vollkommen unterschiedlich .Und je nach Stoff war die Wahrnehmung bei den einzelnen Personen auch unterschiedlich (also nicht: einer riecht allgemein besser oder schlechter) Der Geruch soll ja auch wesentlich zum Geschmack beitragen.

Ich rieche tatsächlich im Durchschnitt wohl schlechter als normal- meine Nase ist häufig partiell dicht: Dauerschnupfen

Trotzdem habe ich mal bei einem beastimmten Pilz einen extremen , typischen Eigengeruch wahrgenommen.. Alle anderen der Gruppe nahmen den nicht wahr Ich kann den Pilz NUR am Geruch erkennen und ich finde diesen Geruch unangenehm, chemisch. Der Pilz schmeckte für mich, wie er roch- also : nein Danke.

Ich bin ÜBERZEUGT, daß es AUCH eine genetische Komponente gibt. Den genauen Anteil vermag ich aber nicht einzuschätzen.

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@Silo123

Das ist der Grund warum ich geschrieben habe EIN TEIL, ich habe mich nicht genug mit dem Thema auseinandergesetzt um es voll erklären zu können. Ich habe nur wieder gegeben was ich gelernt und für Sinnvoll betrachtet habe.

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@Formoras

Du hast aber abgestimmt unter. "ist komplett beeinflußbar" Deswegen habe ich Dein "ein Teil" nur den beeinflußbaren Komponenten zugeschrieben. Na dann haben wir uns wohl ein klitzekleines bißchen mißverstanden. Nur wegen Deiner Hauptentscheidung

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Andere Antwort...

Einiges liegt sicher an der Erziehung. Meine Mutter hat Bohnen und fettiges Fleisch verabscheut also gab es das einfach nicht zuhause. Ich kann mich bis heute nicht überwinden fettiges Fleisch zu essen, davon muss ich würgen und bei Bohnen gehen nur die grünen, langen wenn sie gut gemacht sind.
Pilze dagegen habe ich schon als kleines Kind verabscheut und obwohl man sie mir immerwieder vorgesetzt hat nie runter bekommen. Daran haben auch fast 40 Jahre nichts geändert

Das ich bittere Sachen nicht mag liegt vielleicht in den Genen: Bitteres ist oft giftig. Viele überwinden sich zuerst und mögen dann sowas wie z.B. Oliven wirklich gerne aber mein "innerer Affe" schreit mich bei solchen Versuchen an das es doch nun wirklich genug leckere Sachen gibt ;)

Mein Kunst- und Musikgeschmack wurde jedenfalls nicht vererbt, da bin ich mir sehr sicher :D

Ich VERMUTE, punkto Pilzeen, daß , wärest Du nicht gezwungen worden, heute zumindest viele Pilze gerne essen würdest, vermutlich nicht alle aber viele. Ich als Kind wurde leider zu vielem Essen gezwungen und alles, was da heute ähnlich ist, kann ich nicht essen.

Zu Pilzen wurde ich hingegen NICHT gezwungen . Und deswegen: Pilze hingegen probiere ich alle. Und ich sage: "jemanden, der KEINE Pilze mag, gibt es nicht, es sei denn durch negative Erziehung. Die einzelnen Pilzarten schmecken so extrem! unterschiedlich, daß für JEDEN Geschmack was dabei sein sollte. Daß der Schwefelporling noch nicht seinen Weg als Veganerschnitzel gefunden hat, erstaunt mich. z.B. sehr. Der müßte eigentlich züchtbar sein und hält gut. Und hat echt einen GANZ eigenen Geschmack

Am wenigsten von den GÄNGIGEN Pilzen mag ich übrigends Champignons, die irgendwie in Richtung Zuchtchampignon schmecken. Aber auch nicht alle Champignons schmecken in Richtung Zuchtchampignon.

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@Silo123

Von uns ist nie irgendwer Pilze sammeln gegangen, es gab also nur (Zucht) Champignons, Steinpilze und Kräutersaitlinge. Keinen davon mag ich.

Wir hatten früher essbare Pilze auf der Wiese die sich unser Nachbar immer gerne geholt hat (meine Mutter würde niemals was essen das sie nicht im Laden gekauft hat). Er hat mal eine wunderbare Pilzterrine gemacht die mir auch geschmeckt hat. Die winzigen Pilze von unserer Wiese waren da auch drin und sie waren nicht gummiartig und glitschig sondern ganz knackig. Leider weiß ich absolut nicht was da gewachsen ist :(
Ansonsten mag ich noch Mu Err Pilze in chinesischem Essen und möchte zeitnah mal Austernpilze oder Shiitake probieren, wenn sie doch nix sind meckert zumindest keiner wenn sie im Müll landen ;)

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@Achwasweissich

Chamignons, Kräuterseitlinge, Steinpilze- es gibt so viele andere. Mu err mag ich auch. Echt knackige Wiesenpilze sind der büschelige Rasling-einer meiner Lieblingspilze.

Und wenn man was gar nicht mag- echt ab in den Müll, bloß nicht zu zwingen. Bei mir sind Elfenbeinschnecklinge im Müll gelandet und noch manche andere.

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