Warum sind gerade Christen aufgerufen, Flüchtlingen zu helfen?

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9 Antworten

Das Thema Flüchtlinge hat in der ganzen Bibel eine große Bedeutung. Angefangen mit dem Volk Israel, das selber auf der Flucht vor seinen Unterdrückern und Peinigern war.

Aus vielen Stellen lässt sich herleiten, dass Gott mit Verfolgten und Unterdrückten solidarisiert.

Neben der Aufforderung zur bedingungslosen Nächstenliebe unabhängig von der Herkunft des Menschen gibt es also noch weitere biblische Begründungen für die Aufnahme von Flüchtlingen

Danke!!! Kennst du noch weitere Bibelstellen außer den Auszug aus Ägypten? (oder war das wieder was anderes?)

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Jesus sagt von sich selber: Ich bin ein fremder geworden und ihr habt mich aufgenommen." Hebt ebenfalls den Anspruch an Christen hervor, sich anderen Menschen zu öffnen und ihnen eine Heimat zu bieten.

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Ob das Wort bedingungslos im Neuen Testament so steht, bezweifle ich.

Bedingungen sollten dabei vom Helfer und nicht vom Geholfenen gestellt werden.

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Der erste Flüchtling war Kain nach dem er Abel erschlagen hatte.  http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=480

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@Fred4u2

Noch früher!

Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben. Sie waren die ersten Flüchtlinge.

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Viele appellieren sehr gerne an die Nächstenliebe, da ausgerechnet die ach so christlichen Parteien (CDU/CSU) eine meist sehr ablehnende Haltung gegenüber der Flüchtlingsaufnahme haben - besonders Horst Seehofer.

Aber genau genommen sind Christen nicht mehr dazu verpflichtet zu helfen, als jeder andere - lediglich die Religion selbst legt normalerweise Wert auf Nächstenliebe (zumindest betont man es dann wenn sie keiner braucht, wie es mir scheint).

Für Nicht-Christen, Atheisten etc. sollte auch so klar sein, dass man die Menschen nicht einfach sterben lassen kann, selbst wenn wir dann unseren Lebensstandard um ein Quäntchen senken müssten. Man braucht dafür eigentlich keine weiteren Argumente als die Moral selbst und anstelle der Moral kann man meinetwegen Immanuel Kants "Kategorischen Imperativ" nennen.

Vom Grundsatz her greift natürlich die christliche Nächstenliebe, und es versteht sich eigentlich auch von selbst, dass jeder Mensch der mindestens einen Grundanspruch an Sitte und Moral hat, helfend eingreift.

Was dann einen eigentümlichen Beigeschmack hat, warum insbesondere islamische Staaten mit bester finanzieller Ausstattung wenig Anlass zur Hilfe sehen. Statt dessen jagt man die Flüchtlinge tausende von Kilometern durch die Landschaft.

Hallo Macintoshia,

da sollte als Aufruf an praktizierende Christen doch reichen, wenn Jesus an das ewige Leben auch die Bedingung knüpft, dass wir Fremde gastfreundlich aufgenommen haben. Mt 25 ; NEÜ:

31 "Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und mit ihm alle Engel, wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen. 32 Dann werden alle Völker der Erde vor ihm zusammengebracht, und er wird sie in zwei Gruppen teilen ...34 Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen:

'Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt das Reich in Besitz, das von Anfang der Welt an für euch geschaffen worden ist! 35 Denn als ich Hunger hatte, habt ihr mir zu essen gegeben; als ich Durst hatte, gabt ihr mir zu trinken; als ich fremd war, habt ihr mich aufgenommen; 36 als ich nackt war, habt ihr mir Kleidung gegeben; als ich krank war, habt ihr mich besucht, und als ich im Gefängnis war, kamt ihr zu mir.'

37 'Herr', werden dann die Gerechten fragen' 'wann haben wir dich denn hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden bei uns gesehen und aufgenommen? Wann hattest du nichts anzuziehen und wir haben dir Kleidung gegeben? 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und haben dich besucht?'

40 Darauf wird der König erwidern: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister getan habt, das habt ihr für mich getan.' 41 Dann wird er zu denen auf der linken Seite sagen ur: 'Geht mir aus den Augen, ihr Verfluchten! Geht in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist! 42 Denn als ich Hunger hatte, habt ihr mir nichts zu essen gegeben, als ich Durst hatte, gabt ihr mir nichts zu trinken, 43 als ich fremd war, habt ihr mich nicht aufgenommen, als ich nackt war, habt ihr mir nichts zum Anziehen gegeben, als ic h krank und im Gefängnis war, habt ihr mich nicht besucht.'

44 Dann werden auch sie fragen: 'Herr, wann haben wir dich denn hungrig gesehen oder durstig oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis, und haben dir nicht geholfen?'

45 Darauf wird er ihnen erwidern: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister zu tun versäumt habt, das habt ihr auch an mir versäumt.' 46 So werden diese an den Ort der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben."

Jesus selbst wurde wegen der Lebensgefahr, die ihm von Herodes drohte, von Josef und Maria mit ins Exil nach Ägypten genommen. Diese erfüllte damals wie heute alle Kriterien für politisch/religiös Verfolgte.

Er wusste aber genau, dass die meisten seiner "Brüder nach dem Fleisch", aus wirtschaftlichen Gründen als Fremde im Ausland Zuflucht und Hilfe suchten. Damals (von Abraham bis Jesus) war Ägypten das Land des Wohlstands und des Überflusses - wie jetzt Deutschland.

Wie wird einmal der Vergleich ausfallen, wenn das "christliche" Deutschland mit dem polytheistischen Ägypten verglichen wird?

Grüße, kdd

grundsätzlich sind alle dazu aufgerufen Flüchtlingen zu helfen.

Ein Grundsatz des Christentums ist allerdings "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." und das bedeutet anderen zu helfen und sie zu respektieren.

Respekt aber verdient man sich, man kann ihn nicht fordern.

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@Fred4u2

Dein Link besagt, dass unsere Polizei von den Flüchtlingen respektlos behandelt wird. Was sollte ich anderes behaupten?

Ich sage, dass unserer Polizei Respekt verdient hat.

Aus dem Link ein Zitat:

Aus dem Migrationshintergrund wird schon heute in manchen Vierteln unserer Städte ein Vordergrund aus randalierenden Menschen, die Polizeistreifen verjagen, Krankenwagen und Feuerwehr mit Steinwürfen vertreiben in Ablehnung jedweder staatlichen Autorität

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@marylinjackson

Leider muss ich dir widersprechen was die Sache mit dem Respekt angeht. Jeder Mensch hat es verdient von Grund auf erst einmal respektiert zu werden. Man muss sich in Keinster weise erst einmal "würdig" erweisen respektiert zu werden. Genauso wie ich erwarte, dass Menschen die mich vielleicht noch nicht kennen mich trotzdem respektieren, habe ich die moralische Pflicht anderen Menschen vollkommen Vorurteilsfrei gegenüber zu treten. Und die Sache mit der Polizei: Das sind Momentaufnahmen was eine kleine Gruppierung von Flüchtlingen betrifft, aber ganz bestimmt nicht die breite Masse und wenn man sich mal ansieht wie viele Deutsche gegenüber der Polizei hochgradig respektlos sind, dann frägt man sich schon ob wir uns nicht auch an die eigene Nase fassen müssen. Und zudem JEDER der einen so beschwerlichen und langen Weg auf sich nimmt, hat meinen vollsten Respekt verdient, denn das ist etwas was sich viele von uns ja überhaupt nicht vorstellen können, weil es uns im Großen und Ganzen unglaublich gut geht.

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von wem wurden sie aufgerufen ? hab ich was verpaßt ?

außerdem kann aufrufen wer will : ich helfe da , wo und für wen ICH es für richtig halte!

  ich laß mich doch nicht zur Hilfsbereitschaft nötigen .was hat das mit Christ zutun ? man kann gutes auch woanders tun , ich schicke weiterhin meine Pakete nach Polen , spende weiter für gequälte Tiere und gehe weiterhin an Heiligabend ins CVJM und "bediene" die Obdachlosen . das ist auch "christliches" Handeln!

aber anscheinend ist man nur ein "christlicher" Mensch  wenn man seine Bereitschaft zur"Nächstenliebe" nur in Richtung  Flüchtling manifestiert .

Das moralische Diktat von oberster Stelle scheint auf Widerstand zu stoßen. Mir geht es genau so.

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weiß nicht, woher du das hast, aber aus dem einfachen Grund der "Nächstenliebe"

Ebenso wie die Liebe gibt es den Hass. Beides passt nun mal nicht zusammen.

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@marylinjackson

warum sollte ich Brahman anführen, wenn es hier um die Frage des chistlichen Glaubens geht. Nicht Hinduismus. Liebe führt nicht unmittelbar auf Gegenliebe... daher muss man auch Unterscheidung sehen. Lieben und Geliebt zu werden sind zwei unterschiedliche Sachen. Liebe kann sich auch zu Hass verändern. (was nicht hier zum Thema gehört)

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Die Pflicht "Erste Hilfe" zu leisten trifft auf jeden zu.

Mir ist nicht bekannt, dass Christen da mehr tun müssen als Nicht-Christen.

Die Barmherzigen Samariter gibt es schon längst nicht mehr.

Dieser Aufruf nur an Christen ist reine Propaganda. Und darauf fallen viele Schafe rein.

Wer ruft denn gerade Christen auf, Flüchtlingen zu helfen?

Soweit ich weiß, sind alle Bürger aufgerufen worden von Merkel. Aber ohne Bibelzitate.

Frau Käßmann rief zum Beten auf. Ob für oder gegen Muslime, ist mir aber nicht bekannt.



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