Warum sind Fluor und Chlor gasförmig, Brom flüssig und Iod fest?

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4 Antworten

Ich weiß, dass es vielleicht etwas mit Van-der-Waals Kräfte zutun haben koennte.

Bingo.

VdW-Kräfte steigen im Prinzip einfach mit der Zahl der Elektronen an. Ein Cl₂-Molekül hat 34 Elektronen, eine I₂-Molekül aber 106, deshalb haften die Moleküle stärker aneinander.

Das Argument darfst Du aber nicht überstrapazieren. Es funktioniert nur, weil die Halogene alle gleich gebaut sind, nämlich aus zwei­atomigen Molekülen bestehen. Brom ist z.B. flüssig, aber das viel leichtere und daher elektronen­ärmere Bor ist fest — denn während beim Brom isolierte Moleküle mit den bekannter­maßen schwachen vdW-WW aneinander kleben müssen, bildet Bor ein Gitter, wo  jedes Atom mit seinen Nachbarn über feste chemische Bindungen verknüpft ist, und die dann mit ihren weiteren Nachbarn.

Da liegst du ganz gut mit deiner Vermutung. Das hängt alles mit der Masse und Volumen zusammen. Beide Eigenschaften werde natürlich größer wenn du von F zu I gehst (At mal weggelassen). Somit verändert sich auch der Charakter der Wechselwirkung zwischen den Teilchen. 

Zur 7.Hauptgruppe steht in der Wikipedia:

Dichte, Schmelz- und Siedepunkt nehmen aufgrund der Zunahme der Molmasse von oben nach unten zu. Bei Standardbedingungen sind Fluor und Chlor Gase, Brom ist eine Flüssigkeit und Iod fest.

Hätte ich letztens in Chemie aufgepasst könnte ich es jetzt erklären 😂

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