Warum sind einige nachfahren von reichen adligen heute bürger mit normalem einkommen und wiederum

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6 Antworten

von richtig harter arbeit ist noch niemand wirklich reich geworden: entweder hat man eine phantastische idee gehabt, und sie gut verkaufen können (bill gates), oder man hat auf den reichtum seiner vorfahren gut aufgepaßt und ihn vermehren können. die trüben "reste" des ehemaligen deutschen hochadels taugen ja heute überwiegend nur zur abschreckung: da werden irgendwelche menschenähnlichen analöffnungen gegen die zahlung von reichlich geld "adoptiert" und liefern sog. society- nachrichten, um irgendwelche schmierblätter und krawallmagazine im tv zu füllen. leute die sich ihrem (ehemaligen) "stand" gemäß benehmen, und die pfleglich mit dem geerbten umgehen, gibt es nur wenige, MIR fallen dazu nur die brüder des prügel- und pullerprinzen von hannover ein. das sind leute die sich zu benehmen wissen.

Da gibt es nur wenige Unterschiede zum 'Geldadel', also Familien die sich seit der Gründerzeit ein enormes Vermögen erarbeitet haben. Längst nicht alle dieser 'Reichen' sind heute noch so einflussreich oder vermögend wie Ihre Vorfahren, das hat natürlich auch mit 2 Weltkriegen und Wirtschaftskrisen zu tun. Wir erinnern uns an das Schicksal eines der erfolgreichsten Unternehmer der Nachkriegszeit A.Merckle, der verspekulierte sich im Umfeld der VW-Porsche Übernahme und beging 2009 aus Scham Selbstmord, seine Unternehmen wurden aufgeteilt, um die enormen Schulden zu tilgen...

Der Adel verarmte z.T. schon im Vorfeld der Renaissance, dann kam der 30jährige Krieg und die Napoleonischen Kriege, spätestens danach war die Vormachtstellung des Adels beendet, nach dem 1. Wk fielen die meisten Privilegien weg, der Landadel war danach lediglich Landbesitzer, die erfolgreichen Wirtschafter weiteten Ihre Einkünfte aus, viele erlagen aber der eigenen Lethargie, wer seine Nachkommen nicht auf die 'Neue Zeit' einstellte, blieb auf der Strecke, denn alleine die Grundsteuer in der Weimarer Republik zwang viele alte Familien zur Aufgabe großer Landgüter, die Rezession und Inflation nach dem 1. WK vernichtete dann viele Sparguthaben und Aktiendepots, ein übriges tat dann der 2. WK, wer Besitz im Osten (DDR und Polen) hatte wurde ersatzlos enteignet, viele der reichen Adligen aus Pommern und Schlesien gehörten nach dem 2. WK zu den Flüchtlingen und mussten praktisch bei Null anfangen...

Wer etwas von seinem Vater oder Großvater erbt ist nicht unbedingt genauso erfolgreich, der Spruch "Großvater baut auf, Sohn baut aus, Enkel bringt es durch" gilt sowohl für Firmen- wie für Adelsdynastien, wer sich als Lebemann nicht um die Familiengeschäfte kümmert kann schnell auf die Nase fallen, egal ob man nun rotes oder blaues Blut in den Adern hat...:-)

Naja, Adel hieß noch nie gleich reich. Erst einmal gibt es doch bei den Adeligen Klassenunterschiede, also Unterschiede in Rang und Würden und Vermögen. In diesem Sinne hat es zu allen Zeiten arme und reiche Adelige gegeben. Gerade die, die auf dem Land lebten und mehr als Großbauern ihr Leben führten wurden oft als Krautjunker bezeichnet, ein Stall voller inder und Lehm an den Schuhen, wie die Bauern. Die Adeligen, die am Hofe lebten schautenauf sie herab.

Wenn heute manche von und zus reich sind und andere recht normal arbeiten gehen, dann sehe ich darin keinen Unterschied zu Otto Normalbürger. In beiden Gruppen gibt es pfiffige, schlaue Wesen, die es schaffen im richtigen Moment das Geld richtig zu investieren, geschickt zu verteilen und die ein Näschen für gute Geschäfte haben. Ganz legal meine ich dies jetzt. Wer vorausschauend seine Ländereien aus der Erbmasse verwaltet und genutzt hat, konnte Gewinn daraus ziehen, trotzdem noch die Steuern und Abgaben zahlen. Wer beizeiten seine Gebäude saniert hat,die möglichen Fördermittel erhalten hat und nun die Gebäude teilweise für museale Zwecke gegen Kostenbeitrag bewirtschaftet , der braucht nicht unbedingt am Hungertuch zu nagen. es gibt halt keine Institution die Leuten mit einemTitel ein " angemessenes" leben á la Hochglanzillustrierten automatisch ermöglicht. Auf irgendeine Art und Weise müssen alle fürihren Lebensunterhalt arbeiten . Egal ob reich oder Durchschnitt.

Eine lukrative Einnahmequelle wurde ja schon länger abgeschafft. Die Möglichkeit Zölle und Abgaben auf dem eigenen Land oder bei Passage desselben zu verlangen.Mit Abschaffung der vielen eigenständigen " Reiche" und mit einem große Land war dies für viele kleine Adelige doch der Verlust der Haupteinnahmequelle.

Raubrittertum, Überfall von schutzlosen Reisenden, steht auch schon länger unter Strafe und ist schwer verpönt. Verlust einer weiteren EInnahmequelle.

Große Gewinne konnten Adelige mit ihren Ländereien und Wäldern früher erzielen, weil das Personal, die Menschen die es bewirtschafteten nur einen Bruchteil dessen an Lohn kosteten wie heute. Da sich dies sehr geändert hat, muß der Adel entweder selber Arbeiten, oder mehr Lohn bezahlen und weniger Gewinn also Geld erzielen, oder das land brachliegen lassen und garnix mehr verdienen.

Hieran kann man auch gut sehen, wie sich die Gesellschaft verändert hat. Die Abgaben zur Benutzung bzw. Passage seines Landes streicht sich heute der Staat ein. Autobahngebühr, Plaketen für Städte. Auch das Raubrittertum ist nicht völlig ausgestorben. Gewisse Steuern oder sieh doch mal auf die Benzinpreise. Parallelen sind durchaus zu erkennen.

So, und jetzt die Bediensteten zusammenpfeifen und in die schnöde Welt des Samstageinkaufes herabsteigen.

Es gibt halt den verarmten Landadel. Die hatten ihre Ländereien in den ehmaligen deutschen Ostländern und auch DDR verloren. Aus den Einen wurden sie vertrieben und die Anderen wurden enteignet.

auch Adel verarmt und dann bleibt eben bloß der Name übrig................

Ottoman 17.03.2012, 07:43

aber wo sind denn die hunderte von milionen mark hin die der adel besaß

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geckobruno 17.03.2012, 07:46
@Ottoman

wenn diese Leute damals Land besaßen, dann mußte viel Geld da rein gesteckt werden, dann kann man sich verspekulieren............usw.........

brauchst doch bloß mal gucken wo unser Geld bleibt, holst 50 Euro von der Bank und wie lange hast du da was von? Genauso gehts "denen" auch, nur das da noch ein paar Nullen dranhängen (an der Zahl und evtl. dem Beraterstab)

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Das machen die Ddr-ler/ Brd-ler unter sich aus! Was meinst du, warum nun die Merkel und der Gauck am regieren sind? Die DDR hat die BRD übernommen, das war ja auch der Plan!

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