Warum sind einige Kommunisten/Sozialisten auch Anarchisten, beide Weltanschauungen sind doch eigentlich unvereinbar?

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8 Antworten

"Der kommunistische Anarchismus propagiert eine herrschaftsfreie, egalitäre und selbstverwaltete Gesellschaftsordnung ohne hierarchische Strukturen und Gesetze, in der durch die freiwillige und solidarische Form des Wirtschaftens eine gerechte Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums bestehen soll. Das Privateigentum soll abgeschafft werden. Nur das Bedürfnis eines Jeden soll maßgebend sein, weil jede Berechnung des Werts der Einzelarbeit unmöglich, und daher ein willkürlicher, autoritärer Akt ist. In dieser Gesellschaft soll die freie Entfaltung des Einzelnen genauso vorhanden sein wie die gemeinsame freie Entfaltung Aller. Die Freiheit des Einzelnen endet nur dort, wo sie die Freiheit anderer stört." — Wikipedia/Kommunistischer Anarchismus

Danke.

Ich habe selten so gelacht :D

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Weil sowohl Kommunisten als auch Anarchisten auf sozialrevolutionärem Weg über die kapitalistische Gesellschaft hinwegkommen wollen. Dass beim Kommunismus der Staat "unglaublich mächtig" ist, stimmt nur teilweise. Wahr ist, dass der Staat für Kommunisten eine wichtige Rolle in der Revolution spielt. Die Gesellschaft, die sich dann letztendlich dabei ergeben soll, entspricht anarchistischen Vorstellungen ("Der Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab"). Darüber hinaus gibt es etliche ideologische Differenzen zwischen Anarchisten und Kommunisten, aber die Abstufungen sind teilweise so schwammig, dass Bewegungen sich mit beidem identifizieren können. Es gibt auch eine sogenannte anarchokommunistische Strömung.

"Bakunin entwickelte die Idee des kollektivistischen Anarchismus. In der Internationalen Arbeiterassoziation war Bakunin die Hauptfigur der Antiautoritären und mit Generalratsmitglied Karl Marx im Konflikt, was zur Spaltung der Internationale führte und gleichzeitig zur Trennung der anarchistischen Bewegung von der kommunistischen Bewegung und der Sozialdemokratie."

https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin

Kommunisten und Anarchisten haben recht ähnliche Ziele, nur der Weg dorthin unterscheidet sie eigentlich.

Im Kommunismus gibt es keinen Staat.

Beide Weltanschauungen befürworten die herrscher- und klassenlose Gesellschaft, unterscheiden sich aber in der Auffassung darüber, wie dieser Zustand erreicht werden kann.

Es gibt 4 ganz unterschiedliche und einander ausschliessende 'Sozialismen'. 

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte deshalb der Begriff 'Sozialismus' nicht allein, sondern zusammen mit einem Adjektiv sowie in der Regel im Plural verwendet werden. 

Als übergeordnete Begriffe gelten 'demokratische Sozialismen' und 'nicht-demokratische Sozialismen'. 'Demokratische Sozialismen' = 'sozialdemokratischer Sozialismus' (Sozialdemokraten) und 'ökologischer Sozialismus' (Grüne). 'Nicht-demokratische Sozialismen' = 'kommunistische Sozialismen' (Kommunisten) und 'anarchistische Sozialismen' (Anarchisten).

Die Definitionen der 4 unterschiedlichen Sozialismen finden Sie hier (englisch):http://groups.yahoo.com/group/virglobenglish/files/

Eine Rückmeldung wäre nett.

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Der weg zum Kommunismus ist der einzigste unterschied .

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