6 Antworten

Hier wird so viel über die Schädlichkeit von Cannabis diskutiert, dass die eigentliche Frage, warum Cannabis verboten ist, völlig untergeht. Das Verbot geht auf Harry J. Anslinger, dem ehemaligen Vorsitzenden der Federal Bureau of Narcotics (FBN), zurück. Er bekämpfte jegliche Nutzung von Hanf und Opium und schaffte es letztlich als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen in den 1960er-Jahren ein globales Cannabisverbot zu erwirken. 

Erst als Anslinger begann, rassistische Hetzkampagnen gegen das von ihm verabscheute Kraut zu führen, bekam er von der weissen Bürgerlichkeit Unterstützung. Anslingers grössstes Argument war, dass Schwarze, Mexikaner und andere Minderheiten im Cannabisrausch weisse Frauen vergewaltigen würde. (...)

Mit seiner Beorderung in die UN-Drogenkomission im Jahr 1947 wurde der Grundstein für das weltweite Verbot des Cannabisanbaus gelegt, welches er schliesslich in Form des Einheitsabkommens über die Betäubungsmittel 1961 durchsetzte. Dieser völkerrechtliche Vertrag beinhaltet die Gleichstellung von Hanf mit Opiaten. (...)

Quelle: Seite3.ch

Anfang der 70er fanden Forscher heraus, dass die Studien von Anslinger auf einen Mythos basieren - und ein verantwortungsbewusster Cannabiskonsum durchaus möglich sei. Daraufhin wurde Cannabis in den Niederlanden entkriminalisiert -  2001 folgte Portugal.

Schon seit vielen Jahren wird heftig über die Vor- und Nachteile einer möglichen Drogenlegalisierung diskutiert. Und dennoch wird fast nie erwähnt, dass schon seit mehr als einem Jahrzehnt ein Land eine Mittellösung etabliert hat. Seitdem in Portugal am 1. Juli 2001 das Gesetz 30/2000 in Kraft getreten ist, sind Drogen in Portugal entkriminalisiert. Zwischen „harten“ und „weichen“ Drogen wird kein Unterschied gemacht – ganz gleich ob Heroin oder Cannabis, ob Spice oder LSD, der Besitz von Drogen für den persönlichen Gebrauch und dessen Konsum werden nicht unter Strafe gestellt. (...)

Auch veröffentlichte das Europäische Beobachtungszentrum für Drogen und Drogenabhängige (EMCDDA) 2011 einen Bericht zur Lage in Portugal, das Experiment wird als geglückt betrachtet. Besonders wird darauf hingewiesen, dass die Konsumrate „niedriger als der europäische Durchschnitt und viel niedriger als bei seinem europäischen Nachbarn Spanien“ sei. (...)

Quelle: Drogenmachtweltschmerz.de

Inzwischen wird das Cannabisverbot weltweit als gescheitert betrachtet - auch wenn es Länder gibt (wie z.B. Deutschland), die daran festhalten. 

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Unglaublich was für dumme antworten hier kommen... "Von drogen kann man sterben abe ich selber hab keine ahnung", "cannabis ist schlimmer als alkohol und tabak!", "ich hab garkeine ahnung von drogen und bin nur ein dummer ungebildeter spiesser mkay!" Von der kernaussage alles das gleiche, nur das letzte bringt es auf den punkt.

Drogen sind illegal weil die pharma-, alkohol-, tabak-, textil, holz-, treibstoff- und diverse andere industrien etwas dagegen haben. Cannabis/hanf zum beispiel ist für all diese industriezweige ein großer gegner - wächst tierisch schnell, ist also sehr viel besserer nachwachsender rohstoff als holz es je sein könnte, aus hanf kann man textilien, papier und andere holzwaren, treibstoff, genussmittel wie rauch und rauschwaren und vorallem hat cannabis ein unglaublich großes medizinisches potenzial. Viele werden jetzt wieder sagen "das ist doch alles quatsch und das gerede von einem verka*kten kiffer!" Aber cannabis ist nunmal wirklich ein wundermittel. aber auch alle anderen drogen - alkohol ist die gefährlichste droge überhaupt. Alkohol ist um einiges gefährlicher als heroin oder andere sogenannte "teufelsdrogen". Tabak ist auch sehr gefährlich, aber das ist ein schleichender tod, es ist schwierig so viel zu rauchen das du direkt an einer überdosis stirbst. Also an der gefahr die von einer droge ausgeht liegt es eindeutig nicht, der legalitätsstatus einer droge hat wirtschaftliche gründe. Womit soll die alkoholindustrie geld machen wenn die leute legal Sehr viel weniger schädliche dinge MDMA, cannabis, LSD, kokain oder sonstwas konsumieren könnten? Auch stehen da einige drogenbarone hinter solchen entscheidungen - die verdienen sich ein goldenes näschen am schwarzmarkt geschäft mit illegalen drogen. Aber wenn jeder einfach in die apotheke gehen kann und sich da seine drogen kaufen geht, bricht der schwarzmarkt natürlich zusammen. Deshalb tun die drogenbarone selbst sehr viel um die drogen auch illegal zu halten, obwohl es heutzutage genügend beführworter gibt. Und was auch ein sehr großes problem ist: solche dummen und unfähigen menschen wie marlene mortler (na wenn das jetzt mal keinen brief von staatsanwalt wegen beamtenbeleidigung gibt😜). Eine drogenbeauftragte, die alkohol trinkt, aber von anderen drogen keine ahnung hat?! Das einzige was dümmer wäre, ist ein rechtsradikaler flüchtlingshelfer.

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Kommentar von Harald2000
08.01.2016, 01:03

Jetzt wissen wir endlich Bescheid. Aber warum sich das Maul zerfetzen - wir Therapeuten und Ärzte verdienen ja auch ganz nett an den Drogenopfern.

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Kommentar von tony5689
08.01.2016, 06:35

Genau, du facharzt mit spezialgebiet auf "drogenopfer". Die meisten "drogenopfer" haben ein problem mit alkohol. An illegalen drogen sterben im jahr in DE knapp 1000 menschen - an alkohol mehr als 70.000. Und diese todeszahlen durch illegale drogen könnten durch die legalisation sogar noch minimiert werden:

1. Fallen streckmittel weg, die wie gesagt das schädlichste an den meisten drogen sind,

2. Werden tödliche überdosierungen durch fehlende aufklärung vermindert.

3. Hat der legalitätsstatus einer droge rein garnichts damit zu tun wie häufig sie konsumiert wird. In holland, wo cannabis entkriminalisiert ist, konsumieren deutlich weniger menschen als in deutschland, wo es verboten ist. Und in frankreich, wo die drogengesetze am härtesten sind, konsumieren sogar noch mehr menschen als in deutschland.

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Kommentar von vanillakusss
08.01.2016, 20:35

Dass Konsumenten so großzügig mit dem Wort "dumm" umgehen....

Na ja, man kennt es halt, man weiß, worüber man spricht.

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Kommentar von tony5689
08.01.2016, 20:43

Naja, es ärgert mich einfach unglaublich, das leute die eigentlich keine ahnung haben irgendwelche kommentare abgeben, die vollkommen nutzlos sind. Da gehen mit mir manchmal dir pferde durch^^

Aber du hast auch recht - ich habe auch sehr viel erfahrung mit diversen drogen. Aber das ist ja nicht zwingend etwas schlechtes.

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Die Drogenbeauftragte der Bundesrepublik Deutschland Marlene Mortler antwortet auf diese Frage (warum sind Drogen illegal?) "weil sie illegal sind." Können sie behaupten dass dies eine Fachkompetente Antwort ist?

Hier mein Senf zu dem Thema:

Die derzeitig geltende Prohibition ist absolut irrational. In der letzten Zeit gab es viele neue Erkenntnisse in diesem Gebiet.

Es würde viel mehr bringen würde anstatt in ein Verbot in richtige Aufklärung investiert werden würde. Die meisten Schäden und Abhängigkeiten von Drogen entstehen aus falscher/fehlender Aufklärung/Information.  

Das derzeitige Verbot ist sogar ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht. Der Staat sollte seinen Bürgern nicht die Freiheit nehmen sich zu berauschen. Jeder ist der Herr (oder die Frau) über seinen eigenen Körper. Man darf such umbringen, verletzen, Alkohol trinken, Tabak rauchen, Medikamente nehmen, oder auf all das verzichten. Wieso nicht auch Grad, LSD oder Codein?

Auch die Einteilung von legalen/illegalen Drogen ist nicht rational. Früher gab es viele Opium Konsumenten, was tat man? Man nutze das aus dem Opium extrahierte Morphium (Morphin). Nun missbrauchten viele das Morphium, ehe man sich versah brachte Bayer ein Mittel gegen Morphiumsucht heraus, sein Name? Heroin! Heute gibtves viele *legale* Stoffe um Heroinsucht zu beenden, mal sehen welches als nächstes Verboten und "geheilt" wird..

Unsere Gesellschaft hat Ewigkeiten über standen ohne das Drogen verboten waren. Ca seit 4000 vChr. wird Opium konsumiert (verboten erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nChr.), Cannabis ist erst seit den 1930ern illegal und Inkas Azteken etc konsumierten seit langer langer Zeit DMT (welches unser eigener Körper produziert, eine sehr interessante Substanz) und psylocibin Pilze, beides Verboten.  

Wieso kann die heutige Gesellschaft es nicht verstehen wenn andere Menschen andere Bedürfnisse haben?

Ich hoffe ich konnte hiermit Irgendjemandem einen Denkanstoss geben.

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wirtschaft und ideologie stehen nunmal über dem wohle des volkes.

war schon immer so wird immer so bleiben. wenn du genug geld hinlegst, bekommst du die droge deiner wahl legalisiert. du brauchst aber richtig viel, denn die lobbys der konzerne deren gewinn das schmälern könnte haben ebenfalls sehr sehr viel schotter.

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Cannabis und andere Drogen sind deswegen illegal, weil dadurch Psychosen ausbrechen können, was Alkohol und Zigaretten nicht können, ich z.B hab wegen Cannabis rauchen, Panikattacken gehabt und hab gelitten wie ein Schwein..ich bin dafür dass es in Deutschland nicht legal wird.

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Kommentar von atze3011
08.01.2016, 00:19

Alkohol kann sehr wohl Psychosen auslösen!

Und nur weil *du* eine schlechte Erfahrung damit hättest es allen Verbieten?

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Kommentar von Marisaa
08.01.2016, 15:36

Korrekt!!!!

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Kommentar von Marisaa
08.01.2016, 15:36

Verblödet doch nur

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Kommentar von john201050
08.01.2016, 17:43

von alkohol kann man keine psychosen bekommen? wo hast du denn den schwachsinn her?

pack doch gleich noch das märchen von "geringe mengen alkohol sind gesund" dazu.

und das märchen der einstiegsdroge darf auch nicht fehlen.

dann haben wir die klischees der besoffenen drogenopfer aus dem hinterland beinahe komplett.

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Selbst vom - ach so harmlosen Haschisch - tragen einige Konsumenten ungeahnte Schäden von sich (niemand weiß vorher, wie es bei einem wirkt - besonders wenn man schon vorher psychische Probleme hatte) und außerdem ist das bei nicht zu wenigen Leuten der Einstieg in härtere Drogen.

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Kommentar von janix99
07.01.2016, 23:37

Der Unstieg zu härteren Drogen resultiert aber nur davon, dass Cannabis illegal ist :-)

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Kommentar von mairse
08.01.2016, 14:50

Ich verstehe nicht warum einige immernoch mit Märchen daherkommen die schon seit über 20(!) Jahren von dem Bundesgesundheitsministerium eindeutig widerlegt sind.

Denkt ihr auch noch die Erde ist eine Scheibe?

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Kommentar von HanfPflanze
08.01.2016, 19:53

Selbst vom - ach so harmlosen Haschisch - tragen einige Konsumenten ungeahnte Schäden von sich (niemand weiß vorher, wie es bei einem wirkt - besonders wenn man schon vorher psychische Probleme hatte) und außerdem ist das bei nicht zu wenigen Leuten der Einstieg in härtere Drogen.

Das ist aber nicht der Grund, warum Cannabis verboten wurde. Das heutige Cannabisverbot geht auf Harry J. Anslinger zurück - der es mittels rassistischer Hetzkampagnen schaffte, ein globales Cannabisverbot zu erwirken - das aber inwzischen weltweit als gescheitert betrachtet wird. 

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