Warum sind die Zeugen Jehovas eine Sekte?

24 Antworten

Hallo MrsStyles98,

zunächst möchte ich gern einmal auf den Begriff "Sekte" eingehen. Es stimmt, Zeugen Jehovas werden im allgemeinen als eine Sekte bezeichnet. Doch treffen die Merkmale einer Sekte auf sie wirklich zu?

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch die ersten Christen als eine "Sekte" bezeichnet wurden. Hier ein Beispiel: "Wir denken aber, daß es angebracht ist, von dir zu hören, was deine Gedanken sind, denn in der Tat, was diese Sekte betrifft, ist uns bekannt, daß ihr überall widersprochen wird.“ (Apostelgeschichte 28:22). Doch von wem stammte die Behauptung, die damaligen Christen seien eine Sekte? Von religiösen Gegnern! Könnte man denn von den ersten Christen allen Ernstes behaupten, sie seinen eine Sekte gewesen? Also macht allein die Behauptung, eine religiöse Gemeinschaft sei eine Sekte, noch lange aus ihnen keine Sekte.

Jehovas Zeugen halten sich eng an das Muster der ersten Christen. Sie sind so wie diese organisiert und führen noch immer das gleiche Werk aus, das so kennzeichnend für sie war: das Predigen der Guten Botschaft vom Königreich. Auch für sie steht die Bibel im Mittelpunkt und bestimmt ihr ganzes Leben. Doch weicht ihr Verhalten und ihre Einstellung, ebenso wie das bei den ersten Christen der Fall war, in manchem von der Allgemeinheit ab. Auch auch sie (Jehovas Zeugen) werden als "Sekte" bezeichnet. Merkst Du was? Es reichen schon einige wenige Merkmale aus, um eine religiöse Gruppierung als eine Sekte zu bezeichnen. Das war damals so und ist heute nicht anders.

Was ist denn überhaupt unter einer Sekte zu verstehen? Dazu möchte ich einen kurzen Auszug aus einer unserer Publikationen zitieren: "Für viele bezeichnet das Wort Sekte eine Gruppe, die sich von einer etablierten Religionsgemeinschaft abgespalten hat. Andere wenden das Wort auf eine Gruppe an, die einem bestimmten menschlichen Führer oder Lehrer folgt. Der Ausdruck wird gewöhnlich in abfälliger Weise gebraucht. Jehovas Zeugen sind keine Abspaltung einer Kirche. Sie kommen aus allen sozialen Schichten und haben früher den verschiedensten Religionen oder Kirchen angehört. Sie folgen keinem menschlichen Führer, sondern Jesus Christus. Jehovas Zeugen betrachten Gottes Wort, die Bibel, als Maßstab für den Glauben und halten sich streng daran. Sie führen keine Riten oder Kulthandlungen durch. Ihre Gottesanbetung ist ein Lebensweg. Sie ziehen sich nicht von der Gesellschaft zurück, sondern leben und arbeiten mitten unter anderen Menschen" ("Unterredungen anhand der Schriften", Seite 231)

Das, was manchmal über uns als eine Sekte geschrieben, trifft zweifellos auf gewisse religiöse Gruppierungen zu, nicht aber auf Jehovas Zeugen. Das wird zwar von vielen behauptet, doch sind es, wie im ersten Jahrhundert, wiederum religiöse Gegner, die uns in die Ecke religiöser Sekten stellen. Leider sind einige ehemalige Zeugen Jehovas zu solchen religiösen Gegnern geworden und stellen, gerade oft im Internet, allerlei böse Behauptungen über uns auf, um uns in ein schlechtes Licht zu rücken. Zum einen kommt es zu Verdrehungen unserer Lehren oder Glaubensansichten und zum andern werden sogar direkte Lügen über uns verbreitet. Dahinter stehen leider oft sehr schlechte Beweggründe.

Ich muss allerdings zugeben, dass vieles von dem, was man so über Jehovas Zeugen hört, einen ganz schön verwirren kann. Wenn auch nur einiges von dem, was über uns geschrieben wird, tatsächlich zuträfe, so wäre ich, das kann ich Dir versichern, schon lange kein Zeuge Jehovas mehr.
Ich bin schon über dreißig Jahre lang ein Zeuge Jehovas und habe genau kennengelernt was bei uns läuft und was nicht. Außerdem gibt es eigentlich nichts, was im Geheimen abläuft. Wenn jemand uns wirklich kennenlernen möchte, dann gibt es genug über uns und unsere Glaubensansichten auf unserer Website jw.org zu lesen. Ich kann Dir versichern, das nichts von dem, was Du dort liest, Schönfärberei ist - alles ist genau offengelegt. Es gibt nicht eine schöne Seite von uns, die wir der Öffentlichkeit präsentieren und eine andere, die zeigt wer wir wirklich sind.

Wie ist es, wenn Du jemanden kennenlernen möchtest? Gehst Du dann zu seinen Gegnern, die darauf aus sind, ihn schlecht zu machen? Wenn man im ersten Jahrhundert gelebt hätte - zu wem wäre man dann gegangen, um Jesus kennenzulernen - etwa zu Judas, seinem Verräter? Hätte man sich wohl darauf verlassen können, dass das,was er über ihn sagt, wahrhaftig und genau ist? Wohl kaum!

Ähnlich ist es heute. Wie schon erwähnt, werden einige der ehemaligen Zeugen Jehovas zu Gegnern und scheuen sich nicht davor, in der Öffentlichkeit Unwahres über uns zu erzählen. Ich kenne jemanden persönlich, der ist regelrecht als ein Prediger durch die Lande gezogen, bloß um uns schlecht zu machen. Andere wiederum veröffentlichen Bücher gegen uns, angeblich zu dem Zweck, andere vor uns zu warnen.

Was steckt nun dahinter? Nun, jeder, der ein Zeuge Jehovas wird, trifft eine völlig freiwillige Entscheidung. Dabei geht es nicht um die Unterwerfung unter eine Glaubensgemeinschaft, sondern darum, ein Leben zu führen, dass sich an den Grundsätzen der Bibel ausrichtet. Die Entscheidung dazu wird nach einem eingehenden Studium der Bibel und ihren Lehren getroffen. Jeder also, der sich dafür entscheidet ein Zeuge Jehovas zu werden, verpflichtet sich freiwillig dazu, ein Leben in Gottergebenheit zu leben.

Zu diesem Zeitpunkt hat er nicht nur die Bibel genau kennengelernt, sondern auch ein enges persönliches Verhältnis zu Gott entwickelt. Bei seiner Taufe bringt er dann öffentlich seine Hingabe an Gott zum Ausdruck. Von da an bemüht der Betreffende sich, ein Leben als Christ zu führen, indem er sich an all das hält, was Jesus Christus über die wahre Nachfolge gesagt hat. Denkst Du, man könne mit Fug und Recht behaupten, dies könne man als das Treiben einer sektiererischen Gemeinschaft bezeichnen? Oder hat das eher etwas mit wahrem Christentum zu tun? Urteile bitte selbst!

LG Philipp

Nach heutiger definition werden Sekten als religiöse Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen werden oder die in orthodoxer theologischer Hinsicht als „Irrlehre“ angesehen werden.

Menschen treten trozdem bei da sie die gefahren ignorieren und den
Worten der WTG glauben. Sie sind meist auf der suche nach Gemeinschaft,
Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und
Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem. Dies glauben sie bei den ZJ zu finden. Auch findet man in solchen Gemeinschaften ein gewissen drang zum fanatismus.

Dr Brosius hat mal eine Persöhnlichkeitsnalalyse durchgeführt:

Charakteristischfür den Fanatiker ist eine eigentümliche
Enge des Wertblicks.Mit extremer Einseitigkeit ist sein Denken und
Handeln auf die eine Idee gerichtet, die ihm eben sein Fanum bedeutet.
Er ist der Mensch des rigorosen Entweder-Oder, des Alles oder Nichts. Er kennt keine Kompromisse
und in der Sphäre dessen, was er als das Wertwidrige ansehen muß,
keineAbstufungen. In eigentümlicher Blindheit geht er an der Fülleder
Werte vorbei.....Der Idealismus des Fanatikers läßt keine
Erweiterung, keineErfassung von etwas Neuem, keine Angleichung an eine
lebendige Situationzu, er fährt sich fest in einer "fixen Idee", die er
ernst, düster,humorlos vertritt. Ein großartig geradliniger Dualismus
bestimmtsein Weltbild: hier Gott, das Gute, dort der Teufel, das
Böse, und der leidenschaftliche, bis zur Entflammung gesteigerten
Bejahung des einenentspricht die ebenso leidenschaftliche, bis zum Haß
gehende Verneinungund Verwerfung des anderen, das mit Stumpf und Stiel,
mit Feuer und Schwertausgerottet werden muß.....


Das Stehen zwischen den extremen Gegensätzen ist auch an anderen Stellen bezeichnend für den Fanatiker. Er gehörtzu den schizothymen Konstitutionstypen(6):Glut
und Kälte des Gefühls, Mystik und Rationalismus, Sünden-und
Sendungsbewußtsein, «la liberté et la terreur»,liegen oft in einer und
derselben Seele dicht beieinander.
Der Fanatikerist exaltiert und
zugleich vernagelt. Es gibt einen religiösen Fanatismus,der geradezu
gottlos anmutet. Man kämpft für Gewissensfreiheitund knechtet zugleich
das Gewissen der Andersdenkenden, und oft sind dieweltbeglückenden
Träume und Utopien der Fanatiker in dem Stromvon Blut erstickt, das sie
selbst vergossen haben.


Er betrachtet und behandelt auch seinen Mitmenschen lediglich unter dem Gesichtspunkt seines Fanum. Er sieht ihn nicht alsIndividualität, geschweige denn als Person, sondern lediglich alsVertreter des guten oder bösen Prinzips.
Alles, was sonst noch an Wert- [83 Ende] vollem oder Wertwidrigem im
Genossen oder Feind seinerGesinnung liegen mag, beachtet er nicht. So
bleibt auch sein Kontakt abstrakt und eigentlich unlebendig. Und wo
er sich einem Menschen als Führerund Autorität anschließt und
unterwirft, besser noch: sich auf ihn festlegt, bleibt dieser Mensch als
Persönlichkeit schlechthin gleichgültig.
Er kennt nicht eigentlich
Ehrfurcht vor der Person,und allen, die nicht der fixen Idee gehorchen,
begegnet er mit Hochmut und Haß. An Stelle von Duldung und Anerkennung
des anderen, die dem in sich ruhenden Menschen bei aller Strenge in der
Sache durchaus möglich sind, tritt bei ihm eine prinzipielle, rigorose
Intoleranz. Die Sekte,in der unter religiösem Eiferertum häufig der
Egoismus verdeckt liegt, ist die Form seiner soziologischen
Verbundenheit.

sgipt.org/politpsy/fanat0.htm

das erklärt auch so manchen Kommentar hier im Forum..

hier noch eine Satire Seite die ich sehr gut finde und passt.

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther).
Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb „Der
Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen]
Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus
schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch
eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht
habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer
wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht
hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des
‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel
bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

https://erbrechet.wordpress.com/2014/04/06/antworten-auf-biblische-fragen/

Sie gelten (bis auf 2 Bundesländer) in Deutschland als Körperschaft des öfftl. Rechts, was laut der Weimarer Verfassung auch rechtens ist und ihnen nach Beantragung sowie Prüfung auch selbstverwaltend zusteht.

Kritisch wird es aber, wenn man sich die Strukturen dieser KöR näher betrachtet in Hinblick auf die Grundrechte (Art. 136 Absatz 4 http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_140.html ).

Folgende Strukturen bzw. Denkweisen sind für religiöse Sondergemeinschaften/Sekten oftmals ein Erkennungszeichen:

-Sekten werden autoritär geführt, was der Anführer/Boss/Leiter sagt, ist wichtiger als das, was die Bibel schreibt.

-Es gibt nur eine wirklich "richtige" Lehre und zwar die ihre.

-Sekten lähmen selbstständiges und kritisches Denken.

-Sekten sind intolerant, wenn jemand Andersgläubig ist oder kritisch hinterfragt

-Sekten erzeugen und fördern systematisch Abhängigkeit(en).

-Sekten mischen sich in Privatangelegenheiten ein (z.B. sind bestimmte Sexualpraktiken "verboten")

-Sekten beuten finanziell aus sei es, durch irgend welche teuren Kurse zur "Selbstfindung" oder sei es er "freiwillige Dienst" für die Gemeinde oder um neue Anhänger zu ködern.

-Das Weltbild ist relativ einfach und erklärt so ziemlich jedes Problem.

-Kritik durch Aussenstehende wird (wieder mal) als Bestätigung der Lehre angesehen.

-Verkündungen wie: Das Ende ist nah und nur sie wissen den wahren Weg ist ebenfalls typisch (Endzeitstimmung)

-Isolierung und Abbruch zu "weltlichen Bekannten" wird "angeraten".

Bei nur einem "Ja", wäre ich bereits kritisch und würde hinterfragen und vor allem abwägen, ob das echt so sein muss. Bitte prüfe für dich selbst, ob hier etwas zutrifft oder eben nicht.

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-Sekten werden autoritär geführt, was der Anführer/Boss/Leiter sagt, ist wichtiger als das, was die Bibel schreibt.


beglo, weißt du denn, was die Bibel schreibt? Solltest du das wissen, dann kennst du auch die größten Sekten! Sie ersetzen Glaubenssätze der Bibel durch Dogmen, feiern heidnische Feste, halten sich nicht mehr an die hohen biblischen Moralgesetze, segnen die Waffen (als ob Gott JHWH/Jahwe/Jehova irgendeine Nationalität hätte!) usw., usw. Das sind Sekten! Von diesen Sekten werden wir verspottet, gerade weil unsere Souveränität allein Jehova gehört! Das schließt ein, dass wir Jesu Gebot nachfolgen: "Gebt Cäsar was des Cäsars ist, gebt aber Gott Gottes Dinge!"  Spottet weiter!

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