Warum sind die Vietnamesen nach Deutschland gekommen?

4 Antworten

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In meiner Kindheit kannte ich die Vietnamesen als Studenten. In den 80er Jahren kamen dann viele als Vertragsarbeitnehmer zu uns. In unseren Produktionsbetrieben fehlten Arbeitskräfte, und so holte man über Staatsverträge Arbeiter aus Vietnam ins Land, aber auch aus anderen Ländern, wie z.B. Kuba und Mocambique.

Dass die Vietnamesen alle Nähmaschinen aufkauften und dann in unserer Mangelwirtschaft durch die Herstellung von Jeans und Cordhosen zuverdienten, war auch bekannt. Ebenso, dass sie meist unter sich blieben. Dass Familiengründung unerwünscht war (wurde eine Vietnamesin schwanger, hieß es oft: Abtreibung oder Heimreise) und dass sie Aufpasser dabei hatten, die darauf achteten, dass keine unerwünschten Kontakte geknüpft wurden, sickerte auch zu uns durch.

Ansonsten: S. Antwort Huckebein. Die Angaben kann ich bestätigen, auch die Anwesenheit von Vertragsarbeitern aus Polen und Ungarn (umgekehrt gab es auch DDR-Vertragsarbeiter in Ungarn).

"Vietnamesische "Vertragsarbeiter" in der DDR

Als die DDR Geschichte wurde, waren die Vietnamesen mit rund 60.000 Menschen die größte Gruppe von Ausländern im ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat. Bereits Mitte der 1950er-Jahre nahm die DDR im Rahmen von Solidaritätsprogrammen Vietnamesen auf. Der Höhepunkt wurde allerdings erst mit den so genannten Vertragsarbeitern Ende der 1970er-Jahre erreicht.
Vietnamesische Vertragsarbeiter mauern eine Wand
Bildrechte: dpa

Solidarität mit den Völkern der Welt gehörte in der DDR zur Staatsraison. Entlang der außenpolitischen Linie der Partei standen dem kleinen Land Solidaritätsaktionen und sozialistische Bruderhilfe auf dem internationalen Parkett gut zu Gesicht. Wo sich auch immer, nach sozialistischer Lesart, ein Volk von den Fesseln des "Postkolonialismus" und "Imperialismus" befreien konnte und sich politisch im sozialistischen Lager wiederfand, war auch die DDR nicht weit, um Hilfe zu leisten. Dies geschah nicht ohne Eigennutz, denn oft hatten diese Länder wertvolle Bodenschätze, Rohstoffe und auch Arbeitskräfte zu bieten, die in der DDR dringend gebraucht wurden.
Solidarität mit Vietnam

Die Beziehungen zwischen der DDR und Vietnam reichen zurück bis in die 1950er- Jahre, als man vietnamesischen Kindern im Rahmen einer Solidaritätsaktion eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglichte. Fortan wurden in der DDR bis Mitte der 1970er Jahre Schüler, Lehrlinge, Studenten und Wissenschaftler ausgebildet, die nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland den Sozialismus aufbauen sollten. Ein Erfolgsmodell, das sich die DDR einiges kosten ließ und bis zum Ende der DDR viele tausende Menschen, auch aus anderen sozialitischen Bruderstaaten, nach Deutschland führte.
"Vertragsarbeiter" für die Wirtschaft

Ende der 1970er-Jahre wandelte sich allerdings die Politik der DDR. Die Wirtschaft war dringend auf Arbeitskräfte angewiesen. Fortan setzte man auf ein Modell, das man bereits seit Mitte der 1960er-Jahre erfolgreich mit Ungarn und Polen durchführte: Arbeitskräfte kamen für wenige Jahre in die DDR und konnten sich dafür zum Facharbeiter ausbilden lassen. Im Rahmen der sozialistischen "Bruderhilfe" wurden auch mit anderen Ländern bilaterale "Abkommen zur Ausbildung und Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte" abgeschlossen.
Arbeitskraft gegen Ausbildung
Drei Männer und eine Frau studieren technische Zeichnungen
Berufsausbildung junger Arbeiter aus Vietnam im VEB Messelektronik "Otto Schön" in Dresden, 1970. Bildrechte: dpa

Für die Arbeiter, auch aus Vietnam, war die Auswahl für das Programm eine besondere Ehre, denn die DDR galt in vielen Bruderländern als besonders fortschrittlich und das Ausbildungsniveau als entsprechend hoch. Die Regierungsabkommen und Staatsverträge wurden mit jedem Land individuell abgeschlossen. Im Kern beinhalteten sie jedoch alle den schlichten Tausch von Arbeitskraft gegen Qualifikation. So standen gerade zu Beginn des Programms die sprachliche und fachliche Ausbildung der ausländischen Arbeiter im Vordergrund. Ein wichtiger Punkt, der jedoch im Laufe der Jahre gegenüber der benötigten Arbeitskraft immer mehr in den Hintergrund rückte.

Angekommen im sozialistischen Vorzeigeland war es mit der Solidarität jedoch nicht weit her. Die Betriebe mussten zwar eigene Wohnheime und Betreuer für ihre ausländischen Kollegen zur Verfügung stellen, doch zu einer Integration kam es meist nicht. Strenge Regeln und Kontaktverbote schirmten die Arbeiter von ihren deutschen Kollegen ab. Wer dagegen verstieß, vielleicht sogar eine Liebesbeziehung einging, wurde in sein Heimatland zurück geschickt.
Vietnamesen blieben unter sich

Gerade die vietnamesischen Arbeitskräfte, die zumeist als zurückhaltend, freundlich und fleißig galten, blieben unter sich. Geschätzt wurden sie aber nicht nur für ihre Fertigkeiten in der Leicht- und Textilindustrie. Wer in der Mangelwirtschaft keine Jeans zu kaufen bekam, der fand Hilfe bei den geschickten Kolleginnen aus Vietnam. Ein regelrechter grauer Markt entstand so für die begehrte Baumwollware. Selbstverständlich blieb das rege Treiben nicht unbemerkt. Doch solange sie ihre reguläre Arbeit taten und dazu auch noch begehrte Mangelware unter das Volk brachten, wollte selbst die Staatssicherheit nicht eingreifen, wie Akten heute belegen.

Mit dem Ende der DDR liefen auch die Regierungsabkommen aus. Rund 60.000 vietnamesische Vertragsarbeiter arbeiteten zu dieser Zeit in rund 700 Betrieben in der ganzen DDR. Nur wenigen war es möglich, legal in Deutschland zu bleiben. Viele von ihnen gingen freiwillig oder unfreiwillig in ihre Heimat zurück. Erst 1997 konnte die Aufenthaltsfrage für die ehemaligen Vertragsarbeiter geklärt werden.

Mittlerweile bestehen in Deutschland und in Vietnam Netzwerke von ehemaligen Vertragsarbeitern, aber auch Studenten und Schülern, die über die unterschiedlichen Programme nach Deutschland gekommen waren."

Quelle: MDR Zeitreise

Zur Ergänzung: Es waren nicht nur die Kolleginnen aus Vietnam, die fleißig Jeans u. ä. nähten, sondern auch die vietnamesischen Männer.

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@Claud18

Richtig, und vielen Dank für den Hinweis.
Mein Text war aus dem Net kopiert. :)

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Das war eine Solidaritätsaktion für Einwohner Nordvietnams in den 70er Jahren. Vietnam war zu der Zeit noch geteilt und Nordvietnam befand sich mit Südvietnam und den USA im Kriegszustand.

Warum sind die Vietnamesen in der DDR Zeit nach Deutschland gekommen, Wie sind die nach Deutschland gekommen und warum wurden paar Vietnamesen eingeladen?

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Warum sind die Vietnamesen in der DDR Zeit nach Deutschland gekommen, Wie sind die nach Deutschland gekommen und warum wurden paar Vietnamesen eingeladen? OHNE WIKI!

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@Joleen2001

Lies es nach, in dem Artikel steht es drin. Und genauso war es auch.

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Kannst du es in deine Worten geben?

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Es ist keine Hausaufgabe!

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Ich verstehe nur den Teil nicht! Wäre nett wenn du mir hilfst anstatt zu beschweren!

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@Joleen2001

Es wurden Arbeitskräfte gebraucht und genau wie die Türken in die Bundesrepublik gekommen sind, kamen z.B. die Vietnamesen in die DDR. Vermutlich mit Zug oder Flugzeug, offiziell haben das die Regierungen ausgekaspert und sie durften ihre Familien nicht mitbringen und nur eine begrenzte Zeit bleiben.

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Na und habe trotzdem nichts verstanden

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Cool danke hat was gebracht

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