Warum sind die Süddeutschen heute noch so religiös?

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26 Antworten

"Grüß Gott" ist keinesfalls eine Religiositätsbezeugung oder der Ausdruck religiösen Eifers, sondern ein typisch süddeutscher/bayrischer Gruß -------------> ist übrigens auch in Baden-Württemberg traditionell sehr verbreitet.

Vielleicht hätte mancher Bayer, der im Norddeutschen mit "Guten Tag" begrüßt wird, genauso skeptisch reagiert wie die Kassiererin oder blöd geantwortet. Du hast mMn aber - ohne dir zu nahe treten zu wollen - total arrogant und überzogen reagiert, weil "Grüß Gott" keinesfalls eine Art Missionierung/Religionszugehörigkeitshinweis darstellt sondern einfach Tradition ist.

Es ist im Grunde ein schlechter Witz & ein trauriges Zeugnis von "political correctness" (fürchterlicher Ausdruck!) wenn man sich überlegen muss wie man Leute begrüßt.

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Deine Frage basiert auf einer unbewiesenen Unterstellung. Nur weil Du auf eine Person gestoßen bist, die eine in Bayern gebräuchliche Grußformel benutzt gehst Du von einer religiöden Motivation aus.

Im Umkehrschluss müsste ich also abbehmen, dass die Schleswig-Holsteiner eine Volk von Heiden und Atheisten sind, da man sich dort mit "Moin" begrüßt,

Ich denke, Du bist da ziemlich oberflächlich und solltest Deine Vermutung schon mit mehr Fakten untermauern.

Ich kann mir übrigens vorstellen, dass bei einem zusammenbrechenden Gerüst die Flüche eines bayerischen und eines friesischen Bauarbeiters ziemlich ähneln, auch wenn sie sich aus den unterschiedlichen Dialekt bzw. Sprache völlig verschieden anhören.

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Du bist Opfer eines Vorurteiles geworden, dass nämlich die Grußformel "Grüß Gott" irgendeine religiöse Einstellung als Hintergrund hätte. Dem ist nicht so. Das ist in Süddeutschland die traditionelle Grußformel und wird daher gleichermaßen von Atheisten benutzt. Das ist ählich wie der Ausruf "Gottseidank", aus dem auch auf keinen religiösen Hintergrund geschlossen werden kann.

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So wie man beim Gender Mainstreaming halt alles künstlich entfernen will, was irgendwie suggeriert, typisch männlich zu sein ("Studierende vs. Studenten"), so fordern scheinbar einige (neue) Atheisten, dass doch bitteschön die gesamte Sprache auch noch von oben künstlich "religionsbefreit" wird - selbst wenn es sich um Grußformeln handelt, die eher aus einer regionaler Tradition denn aus religiösen Gefühlen herrührt.

Ich als Ex-Saupreuße aus Berlin nun in Bayern lebend und Christ sage dann...

Ich: "Grüß Gott"

Anderer: "Wenn ich ihn sehe"

Ich: "Jeden Tag spreche ich mit ihm. Soll ich ihm etwas ausrichten?"

Mein Gott, man muss ja auch mal die Kirche im Gott lassen ;-)

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Willst Du hier jetzt trollen, oder steckt hinter dieser Frage tatsächliche Ernsthaftigkeit?

Man sollte sich immer über die SItten und Regeln anderer (Bundes)Länder vorher informieren...

Wie hättest Du reagiert, wenn zB Du 'Guten Tag' gesagt hättest und die Kassiererin geantwortet hätte: 'Ja des wern ma segn, ob der Dog guad wern wird.'

Zu guter Letzt: Du hältst die Bayern wohl für ein rückständiges Volk. Dabei hast Du mit dieser unplatzierten Aussage bewiesen, wer rückständige Ansichten noch vertritt...

...wenn es sich alles so abgespielt haben sollte, wie geschildert...

Aus diesem Grund glaube ich eher, dass dies eine Trollfrage ist...

Berim nächsten Mal kannst Du ja wie folgt erwidern, wenn Dir diese religiöse Grußformel nicht zupass erscheint: 'Ja, sollte ich ihn heute sehen, dann richte ich ihm einen Gruß von Ihnen aus.', oder zB in einem Aufzug: 'Nein, heute fahre ich nicht so hoch.'

Im Übrigen steckt ein interessaneter Aspekt in Deiner Ausführung: Weshalb ist Bayern trotz ihrer Religionszugehörigkeit der erfolgreichste Wirtschaftsstandort in der BRD? Oder ist dies gerade wegen?

Gruß´Fantho

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Also wirklich... Ist das eine Scherzfrage oder meinst du diesen Mist tatsächlich ernst?! Das ist eine Grußformel ohne jegliche religiöse Bedeutung. Diese hatte sie vielleicht einmal, aber heutzutage verwendet ein Großteil der Leute diese Grußformel alternativ zu  Hallo, Guten Tag oder Grüß dich.

Dein Getue war peinlich und ich hoffe im nachhinein schämst du dich dafür. Wenn man schon keine Ahnung von anderen Landesteilen seines Heimatlandes hat, dann sollte man sich vor dem reisen wenigstens informieren.,..

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Da schaute sie ganz komisch und tat so als wäre die freundlich, war es aber nicht. Wie hättet ihr euch in der Situation verhalten? Man kommt ohne böses zu ahnen an eine Kassierin, die religiösen Eifer an den Tag legt und beleidigt ist, wenn man nicht daran glaubt.

Ich denke nicht, dass sie beleidigt war. Stell dir das Umgekehrte vor: du wünschst jemanden eine guten Tag, und der antwortet: "Ich habe zwar einen schlechten Tag, möchte mich aber für ihren frommen Wunsch aufrichtig bedanken".

Da wirst du auch erst mal komisch gucken, und dann den vermutlich freundlich behandeln, so wie mensch das mit beschränkten Menschen macht.

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Die Begrüßung ist in Bayern wohl eher traditionell bedingt, aber im Durchschnitt hat Religion schon einen höheren Stellenwert als in anderen Teilen Deutschlands...

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Andere Länder, andere Sitten.

In Bayern ist "Grüß Gott" die übliche Begrüßung. So komisch du die Verkäuferin nach ihrem Gruß angeschaut hast, so komisch hat sie nach deiner Erwiderung dich angeschaut - und fühlte sich in ihrer Meinung über "die Preußen" bestätigt. ;-)

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Moin,

Grüß Gott ist leider eher zur Floskel verkommen, genau wie Mein Gott, Oh mein Gott, oder was einem noch so einfällt.

Ich hätte es wahrscheinlich ohne viel drüber nachzudenken einfach erwidert, mein Moin verwendet, oder einfach Hallo gesagt.

Vergleichen kannst du das mit der amerikanischen überschwenglichen Floskel: Hi, how are u? Wenn du darauf hin anfängst zu erzählen, wie es dir wirklich geht... Dann wirst du ziemlich verwundert angeguckt.

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Grüß Gott sagt in Bayern auch jeder Atheist. Dafür muss man nicht religiös sein. Das ist wie im Norden Moin sagen.

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Hallo,
Also ich als echte Münchnerin hätte dich genauso angeschaut. Anstatt die -in Bayern- normale Begrüßung zu erwidern, antwortest du mit einer altklugen Antwort. Etwas unhöflich, wenn du mich fragst. Und diese Begrüßung "Grüß Gott" hat auch nicht unbedingt etwas mit unserer religiösen Einstellung zu tun, sondern wird meist unbewusst der Bedeutung in Bayern verwendet. Also nimm es einfach so hin, denk dir deinen Teil, grüß zurück oder lass es, aber mit so einer Antwort kannst du in Bayern nur blöd angeschaut werden!

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respektiere die religiösen gepflogenheiten

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das kommt dir nur so rüber da du ein anderes verhalten gewöhnt bist. ist hier aber ganz normal, das hat nichts mit dem glauben Zutun :D

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Bei uns im Süden ist es nun mal so üblich, dass man sich so begrüßt Keine Sorge, ein "Grüß Gott" macht dich nicht automatisch zu einem Christen. Ich bin Christ und ich grüße auch anders und keiner hier hat mich jemals von der Seit angeguckt. Du machst aus einer Mücke einen Elefanten oder willst du nur provozieren?

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Und dann wundert man sich warum die Preußen in Süddeutschland einen ausgesprochen schlechten Ruf haben.

Ein vorlauter Besserwisser, diese verbreitete Meinung hast du damit unter Beweis gestellt.

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Ich hätte einfach guten Tag gesagt und wäre weitergegangen. Problem erledigt.

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Grüß Gott ist eine übliche Anrede im süddeutschen Raum und hat nichts mit der persönlichen religiösen Einstellung zu tun.  

Dein Verhalten ist etwa vergleichbar, wenn man auf moin,moin antworten würde, aber es ist Nachmittag.



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Kommentar von neurodoc
30.08.2015, 03:28

Um aber auch die eigentliche Frage zu beantworten. Wirtschaftlicher Aufschwung hat viel mit Fleiß zu tun, nicht nur mit Ratio, und im religiös geprägtem süddeutschem Raum ist Fleiß eine Tugend, das spiegelt sich in der wirtschaftlichen Stärke wider.

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"Grüß Gott" bedeutet "Hallo". Das sagt man halt so, auch wenn man nicht religiös ist.

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Kommentar von Szintilator
30.08.2015, 12:03

Und in Norddeutschland sagt man "Moin".

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Ich denke nicht dass es unbedingt was mit Christentum zu tun hat. Das ist ein allgemeines Wort in Bayern. In Norddeutschland sagt man auch immer Moin zu jeder Zeit.

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