Warum sind die Shops der Kreuzfahrtschiffe geschlossen, wenn das Schiff im Hafen anlegt?

2 Antworten

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Zollrechtliche Bestimmungen. Sie könnten geöffnet bleiben, dann wären die Preise höher, weil Zoll und Steuern zu zahlen wären. Na, sind wir wieder im Aida-Fieber? Wieso probierst Du nicht endlich mal www.holidaycheck.de und www.cruisetricks.de aus? Ganz ehrlich: Deine Wissenslücken bezüglich der Kreuzfahrt sind für eine angeblich passionierte Kreuzfahrerin schon ein bisschen auffällig. Du müsstest Dich deutlich besser auskennen.

Da wird nicht so genau erklärt.

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"Sie könnten geöffnet bleiben, dann wären die Preise höher, weil Zoll und Steuern zu zahlen wären."

Früher gab es bei uns diese "Butterfahrten" nach Helgoland.

1976 im Urlaub erlebten wir auf der Fähre Frederikshafen- Malmö - Frederikshafen die Nachteile / Vorteile dieser Zollfreiheit.

Damals 1 Flasche Asbach in Deutschland 11 DM, In Dänemark 100 DM, auf der Fähre 20 DM.

Man konnte so an Bord billig "saufen" (1. Buddel), eine mitnehmen nach Malmö (und dort während der 4 Std. Aufenthalt die 2. leeren), zurück aufs Schiff und dort die 3. geleert, die 4. in Dänemark mit an Land genommen.

Kostenpunkt 80 DM plus billiger Überfahrt. Also insgesamt etwa die 100 DM, die sonst eine einzige Flasche kostete.

Was hatten die Dänen und Schweden für einen "Spaß".

Wir haben nur gestaunt.

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@Geschichte706

Also in Dänemark war es TEURER, die Flasche zu kaufen. Richtig?

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@XXX44702

In Dänemark waren das 100 DM. Bier war teuer und nur Dünnplürre. Also hatten wir für unseren Ferienhausurlaub (völlig illegal damals) 1 Flasche Asbach, einen Kasten Bier und meinen Pfeifentabak dabei. Auswärts essen waren wir mit den zwei Kindern nur einmal. Das konnten wir uns sonst nicht leisten.

Diese tollen Sozialstaaten Dänemark und Schweden mussten ihre sozialen Wohltaten ja irgendwoher wieder hereinbekommen. Gerne über Sündensteuern (Alkohol, Tabak, auf Autos 100 % usw.).

Wenn du Pech hattest, musste ein wirklich "Besserverdienender" 106 % Steuern zahlen. Völlig irreal, deshalb sind reichere Schweden dann wirklich moralisch berechtigt steuerlich "ins Ausland gegangen". So viel nahm nicht einmal die DDR von Selbstständigen (da konnten bisweilen bis zu 90 % zusammenkommen).

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Die Waren an Bord werden "Duty free" also Zollfrei verkauft. Dies ist allerdings nur auf See möglich und nicht im Hafen. Auf See bewegt man sich im zollfreien Bereich. Erst wenn man die Hoheitsgewässer (12 Meilen Grenze) verlassen hat, ist man Zollfrei.

Und es gibt noch andere Gründe. Zum Beispiel in streng muslimischen Ländern dürfen Alkohol oder Verhütungsmittel nicht so einfach verkauft werden. Daher geht das auch nur auf See.

Die Bezeichnung "internationale Gewässer" , die viele Leute oft gebrauchen ist übrigens falsch. Für die internationalen Gewässer muss man schon sehr weit raus fahren - bei der typischen modernen Kreuzfahrt ist man jedoch meist in Küstennähe.

Kann man nicht an Seetagen nicht "Rabatt Days" machen?.. und an Hafentagen gelten die Zollpreise.

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@XXX44702

Man ist doch tagsüber sowieso unterwegs und abends, wenn das Schiff abgelegt hat, hat der Laden doch wieder offen. Und selbst, wenn man mal zwei Tage im Hafen liegt, gibt es doch in jedem Hafen unzählige Geschäfte.

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