Warum sind die Menschen ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Ob die Menschen früher glücklicher waren, weiss ich nicht, bezweifel ich auch. Das Leben früher war bestimmt härter, weil die heutigen „Erleichterungen“ einfach noch nicht da waren. Die Arbeit war hart und mühsam, es gab einfach keinen Freiraum für andere Gedanken. Allerdings war die Bindung zur Kirche in der damaligen Zeit um ein Vielfaches größer als heute. In der heutigen Zeit sind die Menschen zu egoistisch geworden, beschäftigen sich fast nur mit sich selbst und haben viel mehr Freizeit, die sie leider oftmals gar nicht mehr richtig zu nutzen wissen. Daher kommt heute auch schneller Langeweile, Frust auf, und man flüchtet in „Ideale“, baut sich (in übertragenem Sinn) Luftschlösser, flüchtet in die Esoterik (wobei ich die Esoterik keinesfalls schlecht machen möchte) und andere Dinge, die zusätzliche Probleme schaffen können. Anschließend folgen dann Versuche, da wieder heraus zu kommen. Es ist demnach ein Teufelskreis, der nicht selten in einer Therapie ein vorläufiges Ende findet. Wenn die Menschen sich heute mehr auf sich selbst besinnen würden, mehr auf die Umgebung eingehen würden, auf die Nachbarn, würden auch die Dinge allgemein ganz anders und besser aussehen.

Die Suche nach einem Sinn des Lebens zeigt ein erhöhtes Orientierungsbedürfnis. Ein wesentlicher Grund dafür sind verwickelte und sich beschleunigt verändernde Lebensverhältnisse. Früher verlief für viele Menschen das Leben in festen Bahnen. Heute ist es sehr viel unbeständiger und unübersichtlicher. Den Menschen werden Entscheidungen abverlangt, bei denen sie die Folgen manchmal kaum abschätzen können. Sie haben die Auswahl zwischen vielen Sinnangeboten. Diese sind oft nicht einfach ein selbstverständlicher Teil der Herkunft und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Die Anfälligkeit für völlig irrationale Lehren ist bedauerlich, aber angesichts eines verbreiteten Zweifels, mit einer auf Vernunft gegründeten Theorie zu verbindlichen Ergebnissen kommen zu können, nicht verwunderlich.

Weil sie ihn noch nicht gefunden haben. Da er nur in unserer Existenz liegt. Wir also die Aufgabe haben, den Sinn für uns zu bestimmen. Wir müssen eben tief in uns gehen um uns zu treffen und zu erkennen was unser Sinn ist. Haben wir das noch nicht getan, suchen wir die Leere zu füllen.

Ich unterscheide zwischen "glücklich" und "zufrieden". Das Glücklichsein ist meistens eher kurzzeitig, Zufriedenheit ist ein länger andauernder Zeitraum. Unsere Vorfahren waren mit Sicherheit bescheidener und somit vielleicht zufriedener, uns erscheint es als "glücklicher". Auch die zunehmende Aufklärung der Menschen und unser Bewusstsein für unsere Umwelt lässt uns einfach viel nachdenken - das nimmt uns die innere Ruhe und die Zeit für Entspannung. Und obwohl wir durch Technologisierung mehr freie Zeit für uns haben, als die Menschen um 1900, nutzen wir sie weniger - seltsam, was?

Ich weiß nicht ob unsere Großeltern wirklich glücklicher waren.
Ich glaube eher sie waren bescheidener und erwarteten nicht dieses immerwährende "gutdrauf- und glücklichsein". Das Leben damals war für die meisten Menschen wesentlich härter als es heute ist. Es gab feste Regeln (Familie,Gesellschaft,Kirche) die einzuhalten waren - die gleichzeitig aber auch Sicherheit und Halt gaben.
Das ist heute nicht mehr so, irgendwie muß sich jeder seinen Weg allein suchen und das überfordert die meisten Menschen völlig.

Vielleicht sind die Menschen heute ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, weil sie sich verständlicherweise nicht vorstellen können und wollen, dass Arbeit, Urlaub, Disco, neue Klamotten usw. schon alles sein sollen.

Die Grosseltern hatten ein viel härteres Leben, also viel mehr Kampf um das Überleben und damit weniger Musse, sich darüber hinausgehende Gedanken zu machen.

Ausserdem sagte der Pastor ihnen regelmässig, was denn eigentlich der Sinn des Lebens sei - das aber reicht den meisten Menschen heute nicht mehr als Antwort und deshalb suchen sie.

Ich glaube das hängt auch vom Alter ab. Junge und jüngere Menschen müßen sich selbst erst noch finden, was ältere und alte meißt schon hinter sich haben. Demnach ist die Suche nach dem Sinn für junge Leute eigentlich normal. Wichtig, finde ich, ist da die "Beglietung" durch die Eltern. Immerwieder klar machen, was wichtig ist und was eventuell nicht.

Vielleicht weil ihnen immer gesagt wird, dass man den suchen soll? Also ich persönlich suche nicht speziell nach dem Sinn des Lebens - ich lasse das Leben mich finden. Ich habe einen lieben Partner, einen Beruf, der mir viel Spass macht und ich kenne keine Langeweile. Das was ich gerade tue, erlebe und fühle - das ist mein Leben. Und das muss ich nicht suchen :-)

Weil wir Bestätigung brauchen, für das was wir tun. Die bekommt man heute leider selten.

Was sollen sie denn sonst suchen? Eigentlich ist ja jeder auf der Suche nach sich selbst - -richtiger gesagt nach seinem Selbst. Nur manche merken es nicht, weil sie sich mit den seltsamsten Dingen identifizieren.

Nicht jeder fragt ständig nach dem Lebenssinn. Wer aber fragt, und eine Antwort bekommen möchte, wird früher oder später eine Antwort vom Leben selbst bekommen. Für jeden wird diese individuelle Antwort anders sein.

Der Sinn des Lebens bestimmt jedes Individum fuer sich allein. Erst im Handeln, dann im Nachdenken, im Fragen, um dann in sich zu ruhen aus allem - oder festzustellen, ich weiss nicht, bin verwirrt, suche Halt, Antworten auf unbeantwortet Fragen. Die Moeglichkeit hatten die Grosseltern nicht ? Sie hatten sie, aber die Antwort war eher stereotyp; Frag nicht, das leben ist so ! Gluecklicher, ungluecklicher ? Es gibt keinen Vergleich, andere Zeit, anderes Leben. Feste Bahnen frueher ? Es schien sie zu geben, so wie heute immernoch. Es gab sie sowenig wie heute auch. Neue Obrigkeit damals, bedeutend veraendert Leben. Neue Technik heute, bedeutend Wissensstand und Fertigkeit erweitern. Das einzig unumstoesslich Klare im Leben ist, dass der Mensch endlich.

Was möchtest Du wissen?