Warum sind die Menschen so rassistisch?

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15 Antworten

Was da im Nahen Osten passiert, ist wirklich tragisch, aber ich habe erstens nicht den Eindruck, dass sich die Medien nicht dafür interessieren, und zweitens bemüht sich der Westen auch aktiv, zu einer friedlichen Konfliktlösung beizutragen. Schon auch im eigenen Interesse, weil wir ja hier von den Flüchtlingen überrannt werden und es weh tut beim Zuschauen, soviele arme Menschen zurückweisen und ihrem traurigen Schicksal überlassen zu müssen.

Aber wenn sich die verschiedenen Gruppierungen untereinander bis auf's Blut bekämpfen, Sunniten gegen Schiiten, und alle Muslime mit vereinten Kräften gegen die Christen, gegen die Juden und vor allem gegen die USA, dann kann ihnen wohl niemand von außen einen Frieden aufzwingen.

Der nahe Osten ist traditionell schon seit Jahrhunderten ein Unruheherd, der immer wieder von blutigen Stammes- und Relgionsfehden heimgesucht wird. Das hat mit der Mentalität dieser Menschen und mit ihrer Kultur zu tun, die noch das Faustrecht kennen und ihre Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit Familienfehden und Blutrache austragen, im Namen des Islam und der Scharia unvorstellbare Grausamkeiten begehen und eine befriedete Demokratie nach Vorbild des Westens gar nicht wollen, sondern im Gegenteil als Feindbild betrachten.

DIe Medien können nicht laufend und andauernd von den ständigen Gräueltaten berichten, die im nahen Osten von allen Gruppierungen begangen werden. Und irgendwann stumpft man ab, und es interessiert hier auch niemanden mehr. Daran sind aber eigentlich die Völker des Nahen Ostens selbst schuld, die sich nicht versöhnlich die Hand geben und Frieden schließen können, und nicht die europäischen und amerikanischen Medien, die darüber "zu wenig" berichten.

Kommentar von Snanifo
21.03.2016, 17:15

Was glaubst du eigentlich, wer diesen Stämmen und Religionsgruppe die Waffen zur Verfügung stellt bzw. sogar bombend in diese Fehden eingreift? Und zu welchem Zweck? Du machst es dir sehr einfach, wenn du behauptest bzw. davon augehst, dass wir eigentlich nichts mit deisen Kriegen zu tun haben. Vielleicht solltest du mal über den deutschen Tellerrand rausblicken. Ich sage nur Exportweltmeister.

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Über die Vorgänge im Nahen Osten wird man doch permanent benachrichtigt - davon abgesehen sind die Länder, die du da aufzählst ebenfalls bei weitem nicht alle Krisengebiete der Welt.

Zudem war der Anschlag in Paris von herausstechender Brisanz, da er nunmal einen Staat, der mitten in der westlichen Welt eingebunden ist, direkt betraf. Die Menschen hier sind natürlich nicht mehr wert als anderswo, aber fast alle Menschen sind v.a. daran interessiert, wie stark sie von einem Problem selbst betroffen sind.

Mit Rassismus hat das nichts zu tun.

Stimmt, statt wenigsten ein bisschen zu protestieren, hätten sie überhaupt nicht protestieren sollen. Das wäre am gerechtesten.

Und die, die gegen die Abschlachtung von Robbenbabys sind, sollen mal nicht so Elefantenfeindlich sein.

Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:14

Ne die sollten dann wenn schon für andere Länder ebenfalls protestieren habe ja nichts dagegen wenn die Protestieren sollte auch so sein das man dagegen ist.

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Da gibt es viele Aspekte. Aber ich stelle dir mal eine ganz einfache Frage.

Dein Cousin und ein Nachbar von drei Strassen weiter sterben im selben Verkehrsunfall. Um welchen der beiden weinst Du? Auf wessen Beerdigung gehst Du?

Das nennt sich nicht Rassismus, sondern Empathie.

Mal abgesehen davon wäre die Aufmerksamkeit für Frankreich auch nicht mehr so hoch, wenn das bald jede Woche passierte.

Die Menschen hier sind nicht schuld daran, daß sie ein Gefühl dafür verloren haben, wer jetzt gerade wen im Nahen Osten in die Luft sprengt.

Kommentar von Snanifo
22.03.2016, 13:01

Also ich habe keine Cousin in Paris oder Frankreich. Dann hätte ich, wenn ich ihn gemocht hätte, eine Empathie und würde auch auf die Beerdigung gehen.

Aber bei einem Nicht-Cousin tritt doch noch etwas anderes dazwischen, man kann dazu Rassismus sagen, ich verwende lieber das Wort Freundschafts-Nationalismus.

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Also das mit Paris hab ich damals auch nicht verstanden, dass es dadurch zu so einem Aufschrei kam. Nicht falsch verstehen. Klar ist es krass, was da abgegangen ist. Aber ich empfinde das eher so wie du. Schlimme Anschläge passieren doch nahezu täglich, aber für 99% dieser Fälle interessiert sich keine Sau. Ich gewinne da auch manchmal den Eindruck, dass die Menschen im Nahen Osten z.B. nach unserer Meinung nichts wert sind :/

Eine Kollegin hat mir damals gesagt, dass sie das mit Paris so erschüttert hat, weil es quasi vor unserer Haustür geschehen ist. Aber die Begründung find ich auch seltsam. Ob Menschen nun vor unserer Haustür oder tausende Kilometer entfernt niedergemetzelt werden, ich sehe da keinen Unterschied. Von daher kann ich das Phänomen, dass du da beschreibst, leider auch nicht nachvollziehen.

Kommentar von SiViHa72
21.03.2016, 11:25

Es gab mal einen sehr guten Episodenfilm.

11''9'01

Da war ein sehr passender Film dabei: Bombenanschlag in Tel Aviv und berichtet wird über NY. läuft auf allen Sendern während sich die Leute auf den Straßen verstecken und versuchen zu retten.

https://de.wikipedia.org/wiki/11'09%2201_%E2%80%93_September_11

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Nun dem kann ich dir nicht ganz zustimmen. Über Palästina und auch Syrien Türkei, wird eigentlich täglich berichtet. Hierzu solltest du vielleicht einfach um 20:00 Uhr die Nachrichten sehen. Türkei, Syrien Palästina wird täglich berichtet. Solltest aber hierzu richtige Nachrichten anschauen wie Tagesschau nicht diesen anderen komischen Sendungen. 

Der Grund warum natürlich, über Frankreich so viel gesprochen wurde weil es eben auf unserem Kontinent geschehen ist, und im Herzen von Europa. Und dies als der extremste Anschlag in Europa seither definiert wurde. Deshalb wird darüber natürlich mehr gesprochen. Dies ist in jedem anderen Land genauso. So etwas nennt sich auch Regionale Nachrichten. Frankreich zählt hier eben mit dazu.

Mit Rassismus hat dies weniger zu tun.

Darüber hinaus in Palästina gibt es seit mehr als 40J Anschläge, und wird es auch noch in den nächsten 40 Jahren geben.Dennoch wird darüber täglich berichtet. Kann somit deiner Aussage nicht ganz folgen.

Ich persönlich denke jedoch eher, dass du vielleicht mit so einer Äußerung mehr deine Weltoffenheit zeigen möchtest. Und zeigen möchtest dass dir die anderen Menschen auch wichtig sind. Das finde ich gut. Jedoch sollte man hierbei bei den Fakten bleiben.

Kommentar von Snanifo
22.03.2016, 12:41

Ja sind die Fakten dann, dass es mit der "Weltoffenheit" und "dass dir die anderen Menschen auch wichtig sind" in unserem demokratischen Umfeld nicht weit her ist? Ich denke, das ist ein vernichtendes Urteil über die Demokratie. Ob du da Rassismus oder Nationalismus dazu sagst, ist mir letztendlich egal.

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Es ist NICHT rassistisch. Es gibt genug Berichte über die anderen Anschläge, nur wird eben nicht so genau drüber gesprochen. Aber wenn es rassistische Gründe hätte, hätte man über den Anschlag in der Türkei, wo schließlich die Mehrheit der Opfer Deutsche waren, genauso viel drüber geredet.

Es kommt ihnen nicht auf die toten Menschen an, sondern auf das Land. In Frankreich hätten auch hauptsächlich Südländer sterben können, jeder hätte es genauso beweint. Es geht darum, dass Frankreich so nah an Deutschland dran ist, nicht wie die ganzen anderen Länder. Es geht darum, dass man jetzt auch mit Anschägen hier zu fürchten hat, nicht darum, dass Leute aus anderen Ländern weniger wert wären.

Ich gebe dir mal ein passendes Beispiel:

Du liest in der Zeitung, dass ein Haus in einem anderen Bundesland abgebrannt wurde. Du kanntest den Kerl nicht, dessen Haus angezündet wurde.
Du würdest wahrscheinlich kurz ein wenig Mitleid verspüren und dann einfach weiterlesen. Du hast schließlich sehr wahrscheinlich nichts davon zu befürchten.

Du liest in der Zeitung, dass ein Haus weiter ein Brandstifter das Haus angezündet hat. Du kanntest den kerl, dem das Haus gehörte, ebenfalls nicht.
Hier würdest du dir wahrscheinlich doch mehr Sorgen machen, weil du auch um dich selbst Angst hast. Du hast Angst, dass der Brandstifter gar keine persönlichen Gründe hatte, das Haus von demjenigen abzufackeln, sondern es vielleicht auch mit deinem Haus machen könnte.

Du kanntest beides Mal die Opfer des Anschlags nicht wirklich, hattest also keine wirkliche Bindung, würdest aber trotzdem anders reagieren.

Das ist mit der Politik nichts anderes, hat aber nichts mit Rassismus zutun.

Die Medien schreiben über das, was die Leser interessiert, um sich selbst über Wasser zu halten. Die Medien sind aber auch an nationale Interessen gebunden, und verpflichten sich z.B. in Deutschland vertraglich die Beziehung zu den USA und Israel nicht zu gefährden. Auch werden sensible Themen evtl. einfach unter den Teppich gekehrt, weil sie zu heiß, zu unbequem und zu unsicher sind. 

Warum sind Menschen rassistisch? Das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach eher In-Group/Out-Group-Denken. Das ist evolutionär so entstanden. Menschen lebten die absolut überwiegende Zeit in Gruppen von ca 80 Menschen, und durch die enge Verbindung der Mitglieder innerhalb eine Gruppe wuchsen gleichzeitig die Differenzen und Abgrenzung zu anderen Gruppen. Bei Schimpansen sieht man auch, dass verschiedene Stämme regelrechte Ausrottungskriege gegeneinander führen, und auch ein Menschenbaby wird eher ein Mitglied der eigenen Ethnie anlächeln, als das einer fremden. 

Das ist also etwas, was von ganz alleine da ist und dauerhaft bekämpft werden muss, weil es so viele Menschen gibt, dass wir nicht um völkerübergreifende Kooperation herumkommen. Leider wird dieses Problem also nicht einfach so aus der Welt zu schaffen sein. 

Der Gedanke, dass die ganze Menschheit in einem einzigen Raumschiff im Weltall unterwegs ist, das wir vorerst nicht verlassen können, scheint für die meisten Menschen abgehoben und unwesentlich zu sein, aber je mehr Menschen wir werden, desto mehr wird diese Vorstellung zur Realität.

Kommentar von Snanifo
21.03.2016, 17:25

Ich finde dein In-Group/Out-Group-Denken einen interessanten Gesichtspunkt. Nur würde ich ihn gerne mit etwas aktuellerem Inhalt füllen wollen als Gruppen von max. 80 Menschen bzw. dem Verhalten von Schimpansen. "Wir" liefern Waren in die ganze Welt (Exportweltmeister) und erhalten hauptsächlich Rohstoffe oder Agrarprodukte aus Ländern, wo es die ersteren gibt und die zweiten wachsen. Außerdem ist Deutschland das Land der Fernreisenden. In so einer Situation "an nationalen Interessen gebunden" zu sein ist nicht nur ein Widerspruch, sondern weist auch darauf hin, dass wir da überall auf der Welt gehörig mitmischen (nicht nur militärisch). Und das meistens nicht zum Vorteil der dort lebenden Menschen, sondern ich erinnere, auch dort eben diesen Interessen verpflichtet.

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Ja keine Ahnung aber ungerecht ist das schon. Ich glaube die meisten haben einfach einen sehr schlechten Eindruck von den Menschen aus Syrien und halten sie einfach für weniger Wert deshalb. Wir wissen alle was man von Flüchtlingen hält...
Ich kann es mir auch nicht erklären. Die Frage ist ziemlich gut

In den internationalen Medien hat ein Menschenleben in Frankreich oder Deutschland einen höheren Wert als eines in Syrien, Irak oder Afghanistan. In diesen Ländern ist man Krieg, Terror, Gewalt und Tod gewohnt, bei uns sind Frieden und Sicherheit der Normalzustand. Ist Letztgenanntes nicht mehr gewährleistet, ist das Entsetzen umso größer.

Kommentar von Snanifo
21.03.2016, 17:40

Du solltest dir mal deine Antwort vor dem geschichtlichen Hintergrund des 2. Weltkrieges anehen. Da war das Töten und Bomen und Raketenbeschuss in Europa "normal".

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Fremdenfeindlich sind ja wohl die, die die Attentate verüben. Nicht diejenigen, die gegen solche Attentate sind.

Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:12

Die sowieso aber dagegen was tun macht auch keiner.

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Wirdf berichtet, fühlst Du Dich zugepamt, gleichzeitig nörgeln über nicht berichten.

Nicht ganz logisch.

Würdest Du eine ausgewogene Berichterstattung (die tatsächlich nicht wirklich gegeben ist in der Hinsicht) auch als Spam ansehen? Vermutlich.

Meckern kann man ja immer, insbesondere wenn man wahlfaul ist (sagst Du selber- oder bist Du noch zu jung).

Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:22

Ich habe keinen Deutschenpass sonst würde ich wählen.

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Sag nicht "die" Menschen, das ist unzulässig, sondern sag lieber ein Teil der Leute.

Was willst denn hier anzetteln ? Bist Du für die AfD auf Stimmungsfang ?

Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:11

Bin für keine Partei in Deutschland habe auch noch nie irgendeine gewählt.Es zeigt nur das die "Europär" wertvollere Menschen sind als die anderen und das finde ich Ungerecht.

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Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:17

Ich habe keinen Deutschen pass.

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Nachrichten sind so oder so für den Ar*** mich interessiert weder ob jemand in deutschland stirbt oder in indien das ist mir alles so egal es wäre schlimmer wenn ich 2€ verlieren würde als würde in deutschland ein anschlag stattfinden und der rest der nachrichten ist mir auch egal solange es mir gut geht ist alles in bester ordnung jetzt könnt ihr sagen ich wäre egoistisch das ist auch so da jeder mensch in dieser hinsicht egoistisch ist es aber nicht zeigen möchte um als guter mensch da zustehen bestes beispiel das mit dieser dreckigen frankreich flagge das haben sich die leute auf facebook einfach vor das gesicht geklatscht um mit der welle zu schwimmen ich wette bei keinem war das mitleid echt das war alles nur eine möglichkeit für die personen an aufmerksamkeit zu kommen und als "guter" mensch da zustehen

Kommentar von wanted98
21.03.2016, 11:22

Naja, an paar punkten hast du recht aber die Welt gehört uns alle und in der Zukunft werden wir es an unseren Kindern weiter geben sollten gefälligst auch sauber verlassen die Welt,wenn keiner was tut wird die Welt später nur von Terroristen geführt.Mit der Frankreich flagge hast du zum teil recht finde es ebenfalls unnötig weil das eh nichts nützt aber zum teil ist es eine gute möglichkeit zum Protestieren gegen Terrorismus.

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Kommentar von Snanifo
25.03.2016, 20:44

zu LockheedGalaxy:

Ich stimme dir zu, dass du gut leben willst, das will ich auch. Das Problem ist, wenn du denen, die die Bedingung für dein gutes Leben sind, also Politiker und ihre Anhänger, Betriebe und ihre Löhne, "egoistisch" schalten und walten lässt, dann machen die halt, was sie für richtig halten. Was dabei rauskommt, kannst du in den Nachrichten (leider sind die nicht für den Ar***) lesen: F+r ca knapp einem Drittel Löhne in der Nähe von Hartz IV, immer mehr deutsche Soldaten in irgend welchen Ländern (und das nicht zum Spaß oder um eine ruhige Kugel zu schieben), von uns unterstützte Kriege, die vielen Leuten das Leben verunmöglichen und dann zu den Futtertöpfen fliehen. Da ist, und da stimme ich dir wieder zu, bei den Gutmenschen auch ein gewisses Maß an Heuchelei dabei. Vielleicht nicht mal gewollt.

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