Warum sind die Menschen so intolerant und prüde beim Thema "Homosexualität"?

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3 Antworten

Die Antwort hast du schon selbst gegeben: Die Angst vor dem Unbekannten. Schon immer führte das zu extremen Reaktionen.

Im Mittelalter gab es vielleicht mal ein Unwetter. Niemand wusste, wie so etwas geschehen konnte. Es gab ja keine Wetterkarten und Luftdruckmessgeräte, keine Wettermodelle und Satellitenaufnahmen.

Also musste jemand Gott erzürnt haben. Schnell war der Schuldige gefunden, irgend jemand, der anders war: Ein Andersgläubiger, ein Schwarzer, eine sogenannte Hexe oder ein Junge mit Klumpfuß. Dann wurde dieser arme Mensch zu Tode gefoltert und alles war wieder gut. 

Oder es brach eine Seuche aus. Von Hygiene, Bakterien und Viren hatte man noch nie etwas gehört. Wer also war Schuld? Jemand, der anders war. Der Fremde da, die Rothaarige hier, der Jude dort, irgendwer. Wieder hatte man einen Schuldigen, den man hinrichten konnte und alles war gut.

So geht es eben noch heute mit Schwulen. Sie sind anders. Und so sind sie Schuld an allem. In den USA tobt ein Hurrikan? Sofort gibt es evangelikale Pastoren, die den Schwulen die Schuld geben. Erdbeben? Die Schwulen sind Schuld. Überschwemmungen? Die Schwulen sind verantwortlich.

Schwule hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Warum? Weil die Natur es so vorsieht, dass 5 - 10% der Bevölkerung dem eigenen Geschlecht zugetan ist. Und warum? Das weiß der Himmel. 

Es ist aber anzunehmen, dass die Schwulen das Back-Up sind, wenn den Geschwistern etwas passiert. Schwule und Lesben haben keine eigenen Kinder, können sich also um die Waisen kümmern. In der Natur gibt es keine Waisenhäuser.

Schwule und Lesben haben dafür oft mit Kultur zu tun, mit Mode, mit Kunst und Musik. Sie haben keine Kinder, sie haben die Zeit, sich damit zu beschäftigen. 

Sie sind oft auch in der Wissenschaft zu finden: Sie forschen und erfinden, sie bringen die menschliche Kultur vorwärts. Wer wie früher 16 Kinder hat, hat dafür keine Zeit.

Aber das verstehen die Leute nicht. Ein Schwuler ist fremd, anders. Also verdammenswert.

Die Bücher der drei monotheistischen Religionen verdammen nicht die Liebe zwischen zwei Männern, sondern das Ausnutzen Schwacher, von Lustknaben und Sklaven. Aber man kann es eben immer hübsch auslegen, wie man möchte. 

Auch nicht zu vergessen: Die Kindersterblichkeit vor Tausenden und Hunderten Jahren. Jedes Kind war für das Überleben des Volkes wichtig, deshalb ist ja auch die Masturbation in der Bibel pfui. Und da passen eben zwei Männer, die sich nicht vermehren, wieder nicht ins Bild.

Niemandem tut es weh, wenn Mann A sich in Mann B verliebt. Oder Frau C mit Frau D im Bett liegt. Aber da sie eben anders sind als die Mehrheit, müssen sie dafür bestraft werden. Anders zu sein ist nicht erwünscht.

Warum werden Muslime oder Dunkelhäutige auch heute noch vielerorts kritisch beäugt? Sie sind anders. Und anders ist nicht gut.

Vielleicht kommt der Tag, an dem es kein Thema mehr ist, ob jemand nun auf Männer und/oder Frauen steht. Aber das wird noch lange, lange dauern.

Wer aber sind "die" Menschen? In Großstädten tolerieren recht viele Menschen Homosexuelle. Scheinst wohl ein Dorfmensch oder Kleinstädter z usein oder lebst in einem wahren Spießermilieu, dass du zu solch unausgewogener Bewertung kommst.

Ich habe früher in der Stadt gewohnt. Meine Ansicht hat nichts damit zu tun, wo ich lebe, sondern einfach deswegen, weil es noch viel zu viele Menschen gibt die diese nicht tolerieren geschweige denn akzeptieren. Es geht nicht darum, dass dies bei mir so ist, sondern dass das offensichtlich noch sehr oft vorkommt.

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@Sternchen667

Ich habe da auch positive Erfahrungen im realen Leben als auch im Netz machen können. Ich denke es ist eine Mischung bestehend aus Toleranz sowie Intoleranz. Vegleicht man mal die Haltung der Bevölkerung vor 30 Jahren oder noch länger zurückliegend, dann hat sich doch schon viel verbessert. Immerhin können jetzt Politiker sich zu ihren Neigungen bekennen und das unbeschadet, früher wären sie im Hochglanz aus ihrem Amt gejagt worden usw.

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Hast es doch selbst schon beantwortet: Angst vor dem Unbekannten, weil es gegen die Natur ist und wegen der Kirche, weil sie meinen, dass Gott nicht wollen würde, dass es Gleichgeschlechtliche Beziehungen gibt.

Stimmt schon. :) Mich interessieren die Meinungen der Menschen und ihre möglichen Gegenargumente.

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