Warum sind die mendelschen Regeln meist nicht brauchbar bei der Beurteilung menschlicher Erkrankungen?

4 Antworten

Sie gelten auch für den Menschen, aber

  • es können keine willkürlichen Kreuzungen vorgenommen werden (Ethik)
  • das statistische Material ist zu dünn s. z.B Spaltungsregel 9:3:3:1
  • viele Merkmale z.B. Hautfarbe sind polygen
  • andrerseits gibt es Merkmale, die nicht vollständig auftreten (Expressivität) oder nicht immer ausgeprägt werden, obwohl vorhanden (Penetranz); beide Begriffe gehen ineinander über.
2

Vielen Dank!! :)

0

Viele Erbkrankheiten werden autosomal rezessiv vererbt.

Das bedeutet, dass die Erbkrankheit nur dann auftritt, wenn ein Mensch das defekte Gen sowohl vom Vater als auch von der Mutter geerbt hat. Der Patient hat dann 2 defekte Gene.

Beispiel: Die Hämochromatose = Eisenspeicherkrankheit

So haben etwa 10 % der Westeuropäer ein defektes Gen bezüglich Hämochromatose. Wenn etwa ein Mann und eine Frau zusammen Kinder haben, wobei beide je ein defektes Gen haben, so kann ein Kind beide defekten Gene haben, oder nur 1 defektes Gen haben, oder frei von diesem DNA defekt sein.

https://www.medizin.uni-muenster.de/fileadmin/_migrated/vererbung.png

2

Dankeschön!! :)

0

Vielleicht ist damit gemeint, dass nicht alle Erkrankungen auf genetische Dispositionen zurückzuführen sind, z.B. Infektionskrankheiten

Was möchtest Du wissen?