Warum sind die meisten auf Arbeit immer so Bösartig, wenn jemand krank ist?

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Es kommt auf den Betrieb an. Es gibt Firmen, in denen ich es so erlebt habe, wie du es beschreibst, aber es gibt auch Firmen, in denen man Mitleid hat, wenn jemand krank ist und ihm gute Besserung wünscht und ihn etwas schont, wenn er dann nach ein paar Tagen wieder im Dienst ist.

Gerade in kleineren Betrieben oder Firmen mit hoher Auslastung ist es wohl häufig so, dass keine richtige Vertretung für erkrankte oder beurlaubte Mitarbeiter vorhanden ist. Da geht dann jedes Fernbleiben auf Kosten der Kollegen und das schürt natürlich eine negative, feindselige Stimmung.

Es kommt auch darauf an, wie oft und wie lange jemand krank ist. Wenn man so wie ich nur durchschnittlich 2 Tage im Jahr im Krankenstand ist, dann ist das etwas anderes, als wenn jemand alle 2 Monate eine halbe Woche fehlt.

Nein, eher im Gegenteil. Jeder der hier rumrotzt kriegt (nicht nur von mir) mecker.

Allerdings gibt es solche Firmen, in denen erwartet wird, dass man nur bei Brüchen oder Fieber daheimbleibt. Dann gibt es auch Neid und dumme Sprüche, wenn jemand gegen den Kodex verstösst. Dort möchte ich nie arbeiten müssen.

Diese Thematik wird auch dadurch verstärkt, dass man in vielen Firmen ohne Arztbesuch ne Zeit daheimbleiben darf.

Woher ich das weiß:Beruf – Verschiedene Funktionen im Beruf(Ersthelfen, SiBe)

Jein.

In der Bauüberwachung, wo ich lange war, wurde mal gefrotzelt, aber man war wertschätzend untereinander.

Egal welches Gewerk, Ingenieur, Architekt oder GeFü.

Jetzt war ich zwischendurch im Öffentlichen Dienst, Verwaltung/ Kultur.. und ehrlich gesagt, ziemlich entgeistert: die Büroler lästerten so bösartig über 'einfache' Berufe.. die Hausmeister und Techniker, die dauernd wem den A* hinterhertragen werden nie zu Team -Veranstaltungen gebeten.. auch nicht bei so was wie 'Pizza für alle' im Garten während ner Tagesaktion ..

Dann hat der eine Urlaub, seine Mutter, die er (57) pflegt, stirbt mittendrin, der Vater kriegt auch noch einen Schlaganfall .. er ist voll fertig, meldet sich ne Woche krank.

Ich hab ihn am Tag nach dem Urlaub kurz gesehen,.. er WAR voll fertig (und ich hab ihm mein Beileid ausgesprochen und getröstet).

Und bei den Kolleginnen? Juhu, ab geht's, der soll sich nicht so anstellen, Weichei, blaumachend blablabla.

Und das von netten Pädagogen, m/w, die alle seine Kinder sein könnten.

Sorry, aber was für B##es

So was bösartiges kannte ich bisher echt nicht (und bin froh, da wieder wegzusein)

So ist es bei uns leider auch. Jedes mal wenn ich krank werde, was nicht oft ist, setzt mich das so unter psychischen druck, dass ich nachher eigentlich gleich noch ne Freistellung bräuchte. Sobald es geht werde ich mir ne neue arbeit suchen.

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Ja, ich schätze, dass das ein deutsches Phänomen ist. Wir schleppen uns teilweise mit Erkältungen, starken Kopfschmerzen und sogar Fieber auf die Arbeit, weil wir Angst davor haben, uns krank zu melden.

In anderen Ländern ist das deutlich entspannter.

"Die meisten" werden nur "bösartig", wenn sie das Gefühl haben, dass bestimmte Kollegen immer dann krank werden, wenn es besonders viel zu tun gibt, richtig unangenehme Aufgaben anstehen oder das Wochenende sonst zu kurz wäre...

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