Warum sind die meisten Arbeitgeber Familienunfreundlich?

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9 Antworten

So drastisch, wie du es hier ausdrückst, würde ich das nun nicht beurteilen wollen. Ich habe selbst 4 Kinder und weiss aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, Kinder und Beruf miteinander unter einen Hut zu bringen. 

Zunächst mal liegt es doch im ureigensten Sinne des Arbeitgebers, dass sein Arbeitnehmer für ihn arbeitet. Darüber waren sich beide bei Vertragsschluss einig und dafür wird er ja auch bezahlt. Wem das zu viel ist, der sollte nur Teilzeit arbeiten.

Ob der Arbeitnehmer nun 24 Stunden für seinen Arbeitgeber erreichbar sein will, liegt beim Arbeitnehmer, denn dagegen kann man sich wehren, auch ohne gleich den Jobverlust befürchten zu müssen. 

Der weit verbeitete Irrglaube ist, dass Mütter erst einmal als Frau weniger leisten und dann auch ständig Gefahr laufen wg. Krankheit der Kinder oder Überarbeitung öfter auszufallen. Statistisch gesehen stimmt das aber nicht ganz so. Außerdem sind Mütter motivierter und in vielen Dingen routinierter bzw. stressresistenter. 

Viele Firmen scheuen die teure Erstinvestition zur Einrichtung eines Betriebskindergartens und die Folgekosten und sehen keinen Bedarf an einem Ausbau, solange es mehr Arbeitslose als es Stellen gibt. Auch der Staat scheint kein so großes Interesse zu haben. Alles rein ökonomische Denke, nur leider sehr kurzfristig gedacht.

Woher hast du denn deine Kenntnisse?

Kommt letztendlich ganz auf den Chef an. Meine Chefin legt großen Wert drauf, dass wir im Urlaub auch Urlaub machen. D.h. Handy aus, keine e-mails...

Was sind denn schon 24 Tage Urlaub im Jahr. Das ist rein gar nichts. Von Erholung ist nicht die Rede wenn man den Urlaub dafür nutzt um z.B: die Wohnung zu renovieren. Bei einem Haus muss ständig etwas gemacht werden. 

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@mit19900

Das ist doch nicht das Problem des Chefs, wie du wohnen willst... Dann miete doch 'ne kleine Wohnung!

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@mit19900

Das ist zum einen eine Frage des Arbeitgebers (ich habe zum Beispiel 30 Urlaubstage + Sonderurlaub + Gleitzeitabbau), zum anderen aber auch eine Frage des Vergleichs: In den USA hat man zum Beispiel auch durchaus nur 7 Urlaubstage...

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Wenn du 24 Tage im Jahr + jeden Samstag und Sonntag am renovieren bist und nie fertig wirst, hast du zwei linke Hände und bist schlecht organisiert.

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Ich hatte bisher nur extrem familienfreundliche Jobs. Allerdings kann ich auch "nein" sagen und mal Feierabend machen. Du kannst dem Chef nicht die Schuld geben, wenn DU das nicht kannst...

Also so einen Chef wie du hätte ich auch sehr gerne. Leider ist das die Ausnahme. 

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@mit19900

Das ist nicht nur EIN Chef, dad war bisher in jedem Job so... Und in meinem gesamten Freundes- und Bekanntenkreis hat niemand einen familienfeindlichen Job. Vieles liegt auch an der eigenen Einstellung!

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So ist es. Mein Chef bietet seinen guten Mitarbeitern gratis sein Ferienhaus in Schweden zum Urlaub machen an. Telefon gibt's dort keins....

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24 Stunden erreichbar?? Was hast du für einen wichtigen Job, dass du 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr arbeitest...?? Wenn du nicht gerade Minister oder Vorstand eines Dax-Unternehmens bist, jammerst du auf sehr hohem Niveau!

Wie viele Stellen hast du bereits gehabt, dass du die meisten Arbeitgeber kennst? Da müsstest du mehrmals täglich woanders gearbeitet haben.

Deine Frage strotzt vor Verallgemeinerungen und falschen Angaben. Auf einen solchen Unsinn kann es keine sinnvolle Antwort geben.

Und daran ist der Arbeitgeber schuld? Du weißt doch vorher worauf du dich einlässt wenn du nen Kind in die Welt setzt .. Das der Tag nach der Arbeit größenteils gelaufen ist, ist nichts neues. Das Kinder unabhängig davon beschäftigt werden wollen auch nicht ..

Von daher liegt es doch an dir Prioritäten zu setzen, du findest du hast zuwenig Zeit für die Familie? Dann nimm nen Halbtagsjob an und verbringt mehr Zeit mit der Familie .. Das Geld reicht dann nicht aus? Nunja, sowas kalkuliert man halt vorher ein ..

Klingt Herzlos aber es ist Realität ..

Genau das ist der Grund, warum immer weniger Menschen in D Kinder kriegen wollen und unsere Renten später nicht mehr bezahlbar sein werden, d.h. wir bis zum Umfallen arbeiten werden müssen - und das ist sehr schade.

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Das ist nur bei Unternehmen so, die wirtschaftlich arbeiten müssen.

Im öffentlichen Dienst ist das anders.

Wir haben eine gnadenlose Konkurrenzwirtschaft. Die Firma, die das billigste Angebot vorlegt, bekommt meist den Zuschlag. Die Firmen mit höheren Lohnkosten (weil sie weniger aus ihren Arbeitnehmern herausholen) sind immer gefährdet, Pleite zu machen.

Daher sind Firmen nicht böse an sich sondern auch vielen Sachzwängen unterworfen.

Es ist der deutsche Gesetzgeber, der seit Jahrzehnten versäumt hat, Familien mit Kindern attraktive Existenzbedingungen zu verschaffen. Lieber wird Geld an die ganze Welt verschleudert als daß es deutsche Familien bekommen.

Daher hält Deutschland schon seit Jahrzehnten der Negativ-Weltrekord bei "eigenem Nachwuchs".

Was bekommen denn die Familien in den Entwicklungsländern für gigantische Zuwendungen vom Staat, dass die Geburtenraten dort so hoch sind??

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@alphonso

Unqualifiziertes Dreinreden. In diesen Entwicklungsländern sind völlig andere Strukturen. Es sind dort die meisten Frauen zuhause (Mütter, Großmütter usw) die nicht erwerbstätig sind und für die Kinder sorgen. Und Kinder werden dort schon ab 6 Jahren für Erwerbsarbeit eingesetzt (Knüpfarbeiten, Betteln usw.).

Bei uns sind Kinder bis oft zum 25 Lebensjahr ein massiver Kostenfaktor. Der Aufwand, sie im Erwerbsleben zu verankern ist immens.

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Haarsträubendes Argument!
Du hast keine Kinder, oder?

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@alphonso

"alphonso" ist haarsträubend daneben. Und, jawohl, ich habe drei Kinder aufgezogen.

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