Warum sind die Feuilletons oft so "überheblich"?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Stamme selbst aus der Zeitungsbranche und kann sagen: Es ist leider genau so. Bei der Konkurrenzzeitung habe ich diesbezüglich einen besonderen "Freund", der da freier Mitarbeiter ist und sich selbst im Lokalteil, wo er gelegentlich Termine bearbeitet, regelmäßig nach Strich und Faden auslässt.

Feuilletons werden oft von linksgrünen Redakteuren und Outsider-Kulturliebhabern aus Metropolen geschrieben - und linksgrüne Intellektuelle meinen oft genug, sie seien als einzige Vertreter der Menschheit mit Weitblick und Klasse ausgestattet. Alle anderen sind nicht gleichwertig - erst recht, wenn sie eine andere Denkweise haben; dann sind sie schon mal frontal schlechter.

Ich kenne solche "intellektuellen Freigeister" auch aus ganz anderen Branchen und Bereichen - sie zeichnen sich praktisch mit nahezu jeder Äußerung dadurch aus, andere unter keinen Umständen als gleichwertig zu erachten.

Man predigt zwar im nächsten Nachkommasatz wieder von Offenheit und Toleranz, aber gelebt wird sie natürlich nicht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Du hast aber schon mitbekommen, dass die FAZ ein eher konservatives Magazin ist? Ein Magazin, dass die eher traditionellen Werte verteidigt?

Ich wohne übrigens auch auf den Land und habe nie das Gefühl gehabt von irgendeiner Zeitung oder Magazin beleidigt worden zu sein.

Das muss wohl etwas subjektives sein.

FAZ: Konservative Zeitung mit linkem Feuilleton.

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Ich mache da kurzen Prozess: Wenn mir eine Zeitung zu verstehen gibt, dass sie meinen Lebensstil nicht schätzt oder mich sogar als Leser beschimpft, dann kaufe ich sie nicht mehr. Sinkende Umsätze sind die einzige Sprache, die die Verlage verstehen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ehemaliger Kommunalpolitiker und Mandatsträger
Sinkende Umsätze sind die einzige Sprache, die die Verlage verstehen.

Nö..., offenbar nicht....

Der stetige Sinkflug der Printmedien, insbesondere der mit linkem Erziehungsanspruch ist deutlich an den Quartalszahlen erkennbar und das nicht erst seit gestern.

Reaktion darauf...?

Keine.....

Allenfalls versucht man Entschuldigungen zu finden, warum selbst alte Stammleser inzwischen abspringen. Motto.....: " unser Essen ist super lecker, aber die Essgewohnheiten der Gäste haben sich nun mal geändert...".

Trotzig wird weiter die bisherige Linie gefahren und wenn selbst sachliche Kritik kommt werden einfach die Kommentarfunktionen der Artikel abgeschaltet.

Eigentlich aber auch ein Stück verständlich, weil den selbstgefühlt modernen Journalisten ja nix übrig bleibt....

Richten Qualitätsjournalismus können sie ja gar nicht mehr.

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Es ist offensichtlich, dass du keinerlei Feuilletons liest. :-)

Die Zeit z.B., die du listest, hat gar kein "Feuilleton", sondern einen Kulturteil und schreibt auch nicht über rechte Dörfler in diesem, sondern obrigkeitsstaatliche Angriffe der Rechtskonservativen auf die Pressefreiheit.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/oesterreich-fpoe-politiker-rauswurf-armin-wolf-orf-forderungen

Natürlich hat die ZEIT ein Feuilleton. Vielleicht nicht online, aber in der gedruckten Ausgabe. Steht jedenfalls in großen Buchstaben über den Seiten: Feuilleton

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Was ne sinnfreie Antwort. Erstens scheinst du nur online Zeitungen zu lesen, wo du den Feuilleton nicht findest. Zweitens, auch wenn die ZEIT keinen Feuilleton hätte, ist das nicht das Thema, sonder die Art und die Inhalte solcher. Und nur darum ging es dem FS. Wie wär´s, wenn man mal auf das Wesentliche eingeht und nicht nur auf der Suche nach hoffentlich falschen Teilaussagen.

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Wenn die Schreiber noch einen Rest von Bezug zur Realität hätten dann würden sie für den Wirtschaftsteil schreiben. Bei der ZEIT müssten sie allerdings dazu den Verlag wechseln.

Das ist jetzt aber sehr überheblich.

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