Warum sind die Deutschen so brav?

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5 Antworten

Sind "die Deutschen" denn wirklich "brav"?

Wer sind denn überhaupt "die Deutschen"? Das ist schon eine ganz wichtige Frage, denn das deutsche Volk ist doch von seinen Gewohnheiten, seiner Bildung, seinen Interessen ... sehr unterschiedlich. Diese Unterschiede bestimmen auch, welche Deutschen eher "brav" oder nicht "brav", welche politisch urteilsfähig sind oder nicht, welche sich überhaupt politisch interessieren oder nicht.

Und das ist der Punkt, der mit "brav" in Bezug auf Demokratiefähigkeit völlig unzureichend beschrieben ist. Das oft bemühte "Auf-die-Straße-Gehen" sollte seinen Sinn haben und kein Prinzip grundsätzlichen, nicht selten unüberlegten Lamentierens sein! Friedliche Demonstrationen sind den Deutschen grundgesetzlich erlaubt, aber die Teilnehmer sollten natürlich außer reinem Protest auch eine konstruktive Komponente bedenken und sich für diese öffentlich einsetzen. Daran aber mangelt es mehr und mehr, weshalb viele Demonstrationen in verbaler oder sogar brachialer Gewalt enden. Auf diese Weise werden Demonstrationen als Mittel der Politik gerade in den Augen der vermeintlich nur "braven", in Wahrheit politisch informierten und urteilsfähigen Deutschen zunehmend als ungeeignet beurteilt!

Dass "die Deutschen" seltener demonstrieren, liegt also nicht daran, dass sie zu "brav" wären, sondern dass viele Deutsche vernünftig sind. Das bedeutet nicht, dass gerade die vernünftigen Deutschen auf jede Form der Demonstration und des Protestes verzichten würden, im Gegenteil. Aber für sie sind Demonstrationen nur ein Mittel der demokratischen politischen Beteiligung, sie nutzen weitere Mittel bis hin zu direkter demokratischer Beteiligung.

MfG

Arnold


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Kommentar von OjahLink
12.12.2015, 23:12

Das ist Blödsinn. Alles hinnehmen, was die Politik von oben uns auferlegt ist keine Vernunft, sondern Blödheit. Noch blöder ist es, diejenigen auch alle 4 Jahre wiederzuwählen. 

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Weil die Deutschen genau wissen, dass sie selbst Teil des Staates sind.

Natürlich will kein Politiker, dass das Geld so verschwendet wird, wie z.B. beim BER. Schau dir mal an und überleg dir genau, ob z.B. die Demonstrationen in Griechenland, die sich gegen das Sparprogramm laufen, Sinn machen.

Man kann sich für mehr oder weniger Staat entscheiden, aber mehr Ausgaben bei geringeren Einnahmen wird nicht funktionieren.

Wie sollte denn die Alternative aussehen. Meckern ist einfach, besser machen ist sehr viel schwerer.

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Kommentar von voayager
12.12.2015, 19:06

Staatsbürger und Staat sind nicht synonym. Niemand käme z.B. auf die Idee zu sagen, ich arbeite in einem Volksbetrieb, wenn er in einem Staatsunternehmen tätig ist.

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Die Deutschen/Österreicher sind eines der autoritäts, - und staatsgläubigsten Völker, die es gibt. Bezeichnend ja auch, dass in diesem Land noch nie eine Revolution klappte, nie wurde groß was durch die außerordentlich selten Volksunruhen, Aufstände erreicht. Beginnend mit dem gescheiterten Bauernkrieg setzte sich diese Misere fort. Was aber stets klappte, das waren die Triumphe der Reaktion, also brutale Adelsherrschaft, Deckelung der Aufklärung, kraftprotzender Wilhelmismus, jubelnder Kriegseintritt bei einem Teil der Deutschen im WK I usw. Als nach dem WK I über die Enteignung der Fürsten und sonstigen Hochadels das Volk tatsächlich abstimmen durfte, kamen ungeheuerlicherweise nicht genug Stimmen zusammen, um das entsprechende Anliegen dann auch umsetzen zu können. Während des Hitler-Faschismus waren ca. 90 % der hiesigen Menschen für den Faschismus, den sie stürmisch begrüßten. Erwähnt sei auch, dass die Kirche trotz Säkularisierung und Aufklärung noch immer Privilegien genießt, wie es ihr in einem demokratischen in keinster Weise zusteht. Die Trennung von Kirche und Staat ist hier nicht gelungen.

Deutsche und Österreicher sind Spießer und Untertnen  par excellence. Beide Völker unterscheiden sich nicht voneinander. Beschreibt eines dieser Völker, beschreibt man automatisch auch das andere genannte Volk.

Danken es ihnen diese beiden Staatsführungen? Nöö, den Bobbes hinhalten wertschätzt nun mal niemand, die Devise lautet dann nur, "immer weiter so".

P.S. im Jammern sind sie allerdfings wahre Meister

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Kommentar von Dogvahkiin
12.12.2015, 18:46

Danke, du hast es verstanden! Es muss sich endlich etwas ändern in den Köpfen der Menschen!

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Kommentar von WDHWDH
12.12.2015, 19:19

Es freut mich dass immer wieder Österreicher und Deutsche als "eines" dargestellt werden .Damit hast du dich disqualifiziert. Wesen und Kultur sind komplett verschieden. Deutschland war bis 1871 ein von Kleinstaaten, die sich bekriegten,  zerfressener Landstrich. Das Kaiserreich Österreich(als Einheit) gab es schon über 600 Jahre. Der Kulturkreis Österreichs war immer der Zusammenschluss von Völkern zum "Eins"-der von Deutschland-welchem? Oder zum "Gegeneinander".

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Die Deutschen gehen auch auf die Straße beispielsweise bei der TTIP Demo.

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Kommentar von OjahLink
12.12.2015, 18:28

Ja, da schon, aber verglichen mit anderen Ländern gehen sie kaum auf die Straße.

Und wenn sie mal friedlich demonstrieren, werden sie von der Regierung niedergeknüppelt (Stuttgart 21!!!), das ist revolutionsreif. 

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Du hattest "Konversation" mit deinen ELTERN....  --- autsch ---

also sinnbefreites, altkluges Geschwätz !!!

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Kommentar von voayager
12.12.2015, 19:34

"Konversation mit den Eltern", diesen Knaller hat ich ganz übersehen, gut dass du den erwähnst. Wer so daherkommt, den möchte man schon mal zurufen: "vorsicht, dass du mir nicht von der Erdbeerleiter runterfällst und dir so das Genick brichst." ha-ha-ha

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Kommentar von OjahLink
12.12.2015, 23:15

Was ist daran wieder auszusetzen? Meine Eltern sind halt nicht solche spießigen Deutschen wie ihr oO

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