Warum sind die deutschen Medien so vom Islam besessen?

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11 Antworten

Deine These und Wahrnehmung entsprechen schlicht nicht der Wirklichkeit.

"Die" Medien sind schlicht und ergreifend nicht vom Islam besessen. Sie berichten halt einfach, was bundes- und weltweit von Interesse passiert. Und da ist nicht wirklich verwunderlich, dass da immer auch eine Religion thematisiert wird, der knapp ein Fünftel der Menschheit angehört.

Nun, das dürfte vor allem daran liegen, dass im Namen des Islam seit dem Jahr 2001 bestimmte Gruppen aufsehenerregende Anschläge durchgeführt haben und/oder den Islamischen Staat gegründet haben, davor gab es die Taliban und Jahrzehntelang die Selbstmörder Palästinenser-naher Gruppierungen, die mit Ihren Anschlägen usw. sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

Ihnen allen ist es gelungen, den Islam an sich und deren Anhänger als gefährliche Bedrohung zu "positionieren", also in der Wahrnehmung von Aussen, mit "Aussen" meine ich Nicht-muslimische Menschengruppen /Kulturen.

Ich beobachte das seit 40 Jahren und habe viele türkische Freunde und auch solche anderer muslimischer Nationalitäten. 

In 2015 kamen nun ca. 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland, die ganz überwiegend Muslime sind. 

Nationalistische Gruppen in Nicht-muslimischen Kulturen reagieren auf diese "Bedrohung" und nutzen diese für Ihre eigenen politischen Ziele, in dem sie Angst vor dem Islam ganz allgemein, Angst vor Muslimen im Speziellen fördern durch entsprechende Kundgebungen , Aussagen oder Parteiprogramme.

Aber nochmals: Grundlegend dürften die o. g. Anschläge usw. sein, die den offenen Umgang und eine erfolgreiche Ko-Existenz christlicher und muslimischer Bürger und Kulturen erschweren und gegenseitiges Misstrauen fördern.

Aber auch im kulturellen Bereich gibt es genügend Ereignisse, die eine Toleranz des Islam und/oder dessen Kultur erschweren - ich möchte bspw. Ehrenmorde in Familien und Zwangsverheiratung nennen.

Europa blickt mit berechtigter Sorge auf die Türkei und deren - tlw. erfolgreichen - Versuch, die Flüchtlingskrise dazu zu BENUTZEN, der Türkei und Ihren Bürgern den Zugang zu Europa zu erleichtern und eine Menge Geld zu erhalten. Türkische Politiker tragen mit Ihrem Verhalten zu diesen Sorgen bei. 

Das sind nur einige Gründe für die ausserordentliche Aufmerksamkeit ggü. allem, was it dem Islam zu tun hat.

Meine Einschätzung ist, dass diejenigen, die für Terror und politische Aufregung durch den muslimischen Kulturkreis sorgen, dies bewußt tun und dabei genau das Ziel verfolgen, Angst und Schrecken zu verbreiten. Vermutlich glaubt man, so mehr Respekt zu erhalten und die Machtverhältnisse zugunsten Islamischer Kulturen zu verändern.

Gern wird dies mit dem Fingerzeig auf die Kreuzzüge und andere christlich motivierte Angriffe gegen Islamische Kulturen erklärt, man versucht es so vielleicht zu rechtfertigen.....

Ich persönlich halte dies für falsch. Gewalt ist keine Lösung. Kulturen haben ihre eigenen Merkmale und Vorzüge, ich wünsche mir eine respektvolle Koexistenz, Muslime leben nach Ihren kulturellen Regeln, so tun es Christen, beide Seiten vermeiden jede Art von Übergriff auf die Kultur des anderen. Die Geschichte der Menschheit zeigt jedoch, dass dieser mein Wunsch allein von Menschen wohl niemals erfüllt werden wird.

Solange es keinen gegenseitigen Respekt gibt, wird es auch kein Ende der sorgenvollen Angst vor anderen geben.........

....da können Muslime selbst nur mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Medien sind nicht besessen, die Medien sind genötigt den täglichen Zirkus dieser faschistisch orientierten Religion zu berichten.

Wie sollen sie es dann auch berichten ?

  • Ein Grüppchen von Menschen mit Neigung zu einer mittelalterlichen und religösen Weltanschaung im Berich Syrien und Irak haben mal wieder ein Selbstmordbömbchen gezündet.
  • In der Türkei gibt es jetzt lustige Comics mit Märtyrerambitionen im Rahmen einer eventuellen Religionsansicht.
  • Die türkische Präsidentengattin hält Vorträge über die Polygamie im Rahmen religöser Ideologien des 7 Jahrhunderts. 

Weil der Islam derzeit die einzige Religion ist, die "mit sich nicht ganz im Reinen ist". Heute fordern sie dies und jenes, morgen wollen sie 200 Moscheen in Deutschland bauen, sie schwören auf die Sharia (die ja mit dem deutschen Grundgesetz nicht vereinbar ist), sie distanzieren sich auch nicht so richtig von diversen Attentaten und behaupten immer "das hat gar nichts mit dem Islam zu tun".

Über andere Religionen muß man nicht diskutieren.

Weil in vielen Staaten der Islam eng mit der Politik verbunden ist. So wird er in Sendungen wie Auslandsjournal oder Weltspiegel immer wieder erwähnt.

Je nachdem, welche Sendungen du siehst, scheint es dir, als ob über den Islam besonders viel berichtet wird, denn es gibt durchaus auch Sendungen, die sich mit dem Christentum befassen. Sogar Gottesdienste werden am sonntag übertragen.

Die Medien haben als Aufgabe, die tagesaktuellen Ereignisse und Entwicklungen aufzugreifen und darüber zu berichten. Es ist also keine "Obsession" der Medien, sondern den Vorgängen in Europa und anderen Teilen der Welt geschuldet, dass muslimische Länder und Menschen, ihre Kultur und ihre Religion im Fokus der Berichterstattung und der notwendigen Informationsvermittlung stehen.

Selbstverständlich wird auch immer über Vorgänge und Entwicklungen in den beiden großen christlichen Kirchen berichtet und informiert. Das könnte nur leugnen, wer nicht regelmäßig z. B. Nachrichtensendungen schaut bzw. hört und keine Tageszeitung liest!

MfG

Arnold

Kommentar von AbuAziz
25.05.2016, 07:46

Warum erfahren wir dann so wenig über die Kriege in Afrika? Weil die von Christen geführt werden? Oder weil es um Bodenschätze geht, die man ausbeuten will?

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Ein Bundespräsident hat mal gesagt, der Islam gehöre zu Deutschland und jetzt muss man ihn halt auch irgendwie unter die Leute bringen. 

Kommentar von furzbock300
24.05.2016, 20:12

Aus der Welt schaffen den Dreck.

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man könnte auch andersrum fragen:

Warum schafft es "Der Islam" eine derartige mediale Beachtung zu finden ?

....je nach Fragestellung und eigener religiöser Haltung...könnte man es dann eher positiv oder negativ bewerten.....

Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass sich Islam und Demokratie nicht vertragen (können)...

... und manche Vertreter des Islams dennoch intensiv daran arbeiten... deutlich zu machen, dass Islam zur Demokratie passt...

Wobei ich dann die anderen moslemischen Gruppen gut verstehe, die wiederum DENEN vorwerfen, dass die "eigentlich gar keine Mosleme" mehr sind, wenn sie Demokratie akzeptieren..

AUFMERKSAMKEIT erreicht man selten, indem man Einigkeit zeigt... sondern eher dadurch.. dass Gegensätzlichkeiten in den Vordergrund gerückt werden.

Hinzu kommt, dass manche Mosleme... sobald sie irgendwo eine tragfähige Minderheit haben... gerne ihre religiös/ideologischen Regeln durchsetzen wollen...

.. auch sowas erregt Aufmerksamkeit....

Weiterhin kommen auch aktuelle Ereignisse dazu, wo es Leute gibt, die "im Namen des Islams" ziemlich explosiv agieren...

Kommentar von suziesext07
24.05.2016, 21:11

hi Jogi - in meinen Augen die hilfreichste Antwort. Denn ich frag mich auch ständig, was hat unsere Oberschicht - Medien, Kirchen, Parteien - wirklich davon, den Islam derart zu hofieren, zu verniedlichen und zu verherrlichen?

Hat das Christentum als Ethik der Nächstenliebe ausgedient, und soll jetzt eine despotische, totalitäre Ideologie den Völkern ins Hirn gedrückt werden, eine primitive Ideologie der vollkomenen Unterwerfung?

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DAS ist mal eine gute Frage! Bevor man die beantwortet, sollte man sie sich langsam "auf der Zunge zergehen lassen"! 

Zwar: Die Frage geht davon aus, dass das so ist. Und ja, das ist so. Da erhebt sich die zweite Frage: Wem gehören denn die Medien, und wieso sind die so scharf darauf, den Islam zu hofieren, während man fleißig am Abbau aller christlichen Werte arbeitet?

Die Antwort lautet: schleichende Subversion. Die Gesellschaft soll und muss zerstört werden, damit Neues entstehen kann. Wie das geht? Egal, wie, Hauptsache gründlich. Erst dann nämlich können die Mächtigen als "Retter" auftreten und ihre ganz neue Weltordnung präsentieren, eine Mischung aus Orwell und Huxley, eine höllische Utopie, in der alle Freiheit Illusion geworden ist. Das ist meine Meinung, und wie wünsche ich mir, dass ich mich irre!

Kommentar von AbuAziz
25.05.2016, 07:51

Ich kann leider nicht erkennen, dass der Islam hofiert wird. Als Muslim sehe ich das etwas anders. Aber ansonsten hast du leider mit deiner "neuen Weltordnung" vermutlich recht. 

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Damit sich die Menschen mit dem Islam beschäftigen. Dieser Grund wäre sehr schön.

Aber ich denke man nutzt den Islam um von anderen Themen abzulenken.

Es liegt daran, dass der Islam eine starke Macht in der Vergangenheit war... Die Welt wurde 600 Jahre lang nach den Islamregeln regiert... Und dass so etwas nie wieder vorkommen soll und da andere jetzt Macht ausüben wollen, ist der Islam immer ein Dorn in den Augen.. 

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