Warum sind die Anhänger von Erdogan in Deutschland und nicht in der Türkei?

12 Antworten

Die Frage kann man eigentlich nur so beantworten, dass diese Türken sich die Vorteile der doppelten Staatsbürgerschaft oder dauerhaften Duldung und Arbeitserlaubnis in Deutschland zunutze machen, um so ständig ihre Vorteile aus beiden Systemen zu ziehen.

Vermutlich sollte man sie als "Schmarotzer" sehen und aus dem Land jagen, den sie werden wohl nie aufrechte Demokraten oder gar Bürger mit einem "Herzen auch für Deutschland" werden.  

Und warum sie Türken, welche nicht mit der Linie von Erdogan einverstanden sind, nicht in Ruhe lassen? - Ganz einfach, weil Türken und Muslime generell, noch nie durch überragende Toleranz gegenüber Andersdenkenden geglänzt haben.

zu 100% auf den Punkt gebracht!

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@hummel3

Und die Frage ist jetzt, nach 2 Jahren, immer noch aktuell in der Gesellschaft! - Wer hätte das gedacht?

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Ich verstehe auch nicht warum erdogantreue Gefolgsleute im Westen leben. Wenn dein Heiliger an der Macht ist lebst du doch im gelobten Land, nicht? Dies zeugt einfach von inkonsequentem Verhalten und nicht gerade von einer übermässiger Intelligenz. Ich kanns dir leider nicht erklären weil es für mich auch nicht nachvollziehbar ist.

Warum darf man ihn nicht unterstützen, mich juckt es die bohne, wer ihn mag und wer nicht. einige meiner kollegen mögen ihn nicht, trotzdem gehen wir nahezu jeden freitag nach der arbeit gemeinsam essen. nach deiner logik müsste ein barcelona-fan auch nach spanien, oder ein dortmund-fan in berlin genauso. warum muss jeder türke die meinung vertreten, erdogan ist schlecht und falls man diese nicht tut steht einem schon ein ticket in die türkei bereit a la npd - "gute heimreise". dabei wird türkische politik von den deutschen politikern hier betrieben der cem özdemir quatscht ja immer vor den hdp-anhängern, das scheint keinen zu stören, aber wenn ein türkischer politiker nach DE kommt um für wahlen zu werben, weil nach der türkei, deutschland die meisten türken beherbergt klingeln alle alarmglocken. auch wenn ich die akp wähle heißt das noch lange nicht das ich alles gutheiße was da gemacht wird, auch ich finde die politik in einigen punkten verbesserungswürdig, wenn nicht sogar falsch. auch stellt sich mir die frage warum die EU, vorallem DE, nicht in den 80er und 90er die türkei so behandelt wie jetzt, damals herrschten viel schlimmere zustände.

Naja, ich glaube es ist so, dass wenn die Deutschen merken, dass viele Türken dafür stimmen, dass in ihrer Heimat die Demokratie abgeschafft und die Todesstrafe eingeführt werden soll, sie daraus schließen, dass die deutsche Gesellschaft auf keinen Fall mit diesen Türken in Frieden zusammen leben kann. So interpretiere ich das auf jeden Fall.

Ich weiß leider nichts über die 80er und 90er-Jahre, wie war denn damals das Verhältnis?

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Von 1923 bis ins neue Jahrhundert herrschte eine Diktatur in der Türkei, dabei ging es vorallem Kurden noch schlimmer, nicht nur dank Erdogan haben sie die Rechte bekommen die vollkommen selbstverständlich sind, wie das reden auf kurdisch. Mütter durften nicht bei der Diplom verteilung für ihre Söhne anwesend sein, weil diese ein Kopftuch trugen, ganz zu schweigen davon, mit einem Kopftuch zu Studieren. In einem aufgeklärtem Land wie DE sind diese Sachen vollkommen selbstverständlich, warum also ist es schlecht wenn das in der Türkei genauso abläuft. Die Türkei ist ein muslimisches Land und vorallem ein junges Land, aber was in den 80er und 90er los war, das wünscht sich weder der Kurde, noch der Alevite, noch der Kemalist. Über 30+ Banken gingen bankrott, das Brot, oder auch nur ein Esslöffel Öl ware unbezahlbar. Die Kranken im Krankenhaus wurden solange nicht behandelt, bis die Rechnung bezahlt wurde, tote gab es dadurch viele. Es gab unendliche Schlangen fürs Brot, für eine Unterschrift vom Arzt stand man schon um 4Uhr morgens vorm Gebäude, war man um 4:15 Uhr, konnte man gleich wieder zurück. In den 70 Jahren der CHP regierung wurden bsp. 1000km(die genaue Zahl habe ich nicht im Kopf) Straßen gebaut, die AKP-Regierung hat diese in 10-15 Jahren gebaut/ bauen lassen. Denoch heißt das nicht das alles gut ist was dort gemacht wird, aber besser als das was die Opposition machen kann/will.

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@Azeri16

Das hört sich ja so an, als gäbe es kaum mehr Hoffnung... ich denke nicht, dass es ein Fortschritt ist, von einer Kultur zu kommen, in der Kopftuchträger/innen nicht toleriert wurden, zu einer, in der man als nicht-Kopftuchträger/in nicht akzeptiert wird. Dass es den Kurden eine gewisse Zeit besser geht, mag sein, aber heute ist es doch so, dass Kurden in der Türkei immer mit einem Bein schon im Grab stehen (Bombarierung von Städten mit hohem Kurdenanteil, Verbrennung von Kurden im eigenen Keller usw...). Mit der Opposition habe ich mich nicht weiter beschäftigt, kann darauf also nicht eingehen. Auch insgesamt bemerke ich die negativen Einflüsse der Türkei nur aus Sicht eines in Deutschland lebenden.

Was Deutschland angeht, ist das Land ja auch in einer Umbruch-Stimmung. Du hast natürlich Recht, dass aktuell jedes Zeichen politischer Zugehörigkeit in Universitäten erlaubt ist, aber ich denke, dass sich das auch ändern könnte. Die Zeichen stehen in Richtung Konflikt zwischen der Kultur der schon immer Hiergewesenen, und der der Gläubigen/vieler Neubürger. Außerhalb von Universitäten bemerkt man schon, dass viele ihre Lebensweise wieder zurück haben wollen, aber noch wird darüber kaum offen gesprochen.

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nicht-Kopftuchträgerinnen werden in der TR nicht toleriert bzw. nicht akzeptiert ? gewagt diese aussage, sehr gewagt, sogar in der TR wirst du als Kopftuchträgerin teilweise schlimmer beleidigt als hier in DE. In der Türkei hast du als Kopftuchträgerinnen nicht mehr Rechte, als eine nicht Kopftuchträgerinnen, da werden in den Unis teilweise diese immernoch von Professoren "gemobbt". Das die Kurden mit "einem Bein im Grab stehen" ist auch ziemlich absurd, die meisten gefallenen türkischen Soldaten kommen aus Sirnak und Hakkari, diese Städte sind zu 99,99% von Kurden bewohnt, heißt die PKK tötet ihre eigenen "Landsmänner". Der Geheimdienst-Chef des nationalen Geheimdienstes ist Kurde, sowie zahlreiche Minister und Abgeordnete. Die Bombadierung findet in den Städten statt, die Evakuiert wurden und wo eine Ausgangssperre herrscht, trotzdem ist es nicht zu entschuldigen, wenn dabei Zivilisten umkommen.

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@Azeri16

Kein Krieg ist zu entschuldigen, weder einer der über Grenzen geht, noch einer der in einem Land statt findet.

Jedes Volk sollte frei seine Staatsoberhäupter wählen können und auch frei leben können, mit akzeptablen Gesetzen.

Es kann aber nicht sein, dass ein Staatsoberhaupt ein komplettes Volk bevormundet und andere Völker beleidigt und beschimpft.

Kein Mensch möchte wieder eine Nazi-Zeit in Europa, aber das Staatsoberhaupt in der Türkei scheint sich dies als Ziel zu setzen.

Ich war früher öfters in der Türkei und habe viele nette Menschen dort kennen und schätzen gelernt.  Aber selbst diese haben heute Angst ihre Meinung frei zu vertreten.

Na hoffen wir mal, dass das Volk der Türkei bei der Wahl im April ihrem Staatsoberhaupt eine Schlappe erteilt.

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