Warum sind die Altdeutschen Hütehunde vom FCI nicht anerkannt?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schon bei der "Kreation" der FCI Zucht des Deutschen Schäferhundes haben sich die aktiv arbeitenden Schäfer gegen eine reine Zucht nach Äusserlichkeiten "verwahrt"

Also blieben die arbeitenden Hunde der meisten Schäfer "unter sich" und wurden - wie seit Generationen ausschliesslich nach deren Einsatzzweck und Gebrauchstüchtigkeit von den Schäfern gezüchtet.

Auch heute sagt man den Altdeutschen Hütehunden wieder nach - dass diese "mangels Arbeit" in unserer Gesellschaft "aussterben müssten" - aber das ist mit Verlaub gesagt Unsinnn.

von 1900 bis heute haben sie in Gesundheit und Einsatzfähigkeit überlebt - bei den Schäfern!!

Jene - welche heute wieder groß die Werbetrommel rühren für "den Erhalt dieser alten Schafhunde" indem auch an Liebhaber dann Hunde abgegeben und extra dafür gezüchtet werden = das sind Züchter welchen womöglich weniger am Erhalt dieser Arbeitshunde und deren Glück im Leben liegt - als der Geldwerte Vorteil welcher beim Verkauf der allerletzten Exoten aus der Hundezucht zu winken scheint.

Wer je einen Fuchs, Stumper und wie sie alle heissen bei ihrer angestammten Arbeit gesehen hat der weiß = solche Hunde sind in Liebhaberhand nicht glücklich, denn sie brauchen ihre angestammte Aufgabe = die übrigens im Zunehmen begriffen ist (Biotoppflege durch Ziegen, Rinder, Pferde, Schafe)

Zur Frage direkt = FCI anerkannt sind nur Hunderassetypen welche einen FCI Standard haben.

Der wurde von den Schafhaltern aber nie angestrebt - wozu auch? Der Schäfer braucht einen Hund auf welchen er sich bei der Arbeit verlassen kann.

Es handelt sich um sogenannte "Landschläge" die "Vorstufen der dann rein und krank gezüchteten Rassehunde"

Wäre schade wenn diese Hundetypen durch einen FCI Standard dann aussterben würden!!

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@YarlungTsangpo

In nem Naturschutzgebiet bei uns hütet ein wunderschöner Tigerstrobel ne Schafsherde die regelmäßig den Hang abnibbelt.

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@niska

Den Tiger im Strobel, das interessiert ja einen Berufsschäfer weniger. Es wird der Merlefaktor eher wenig genutzt aber es kommt vor, wenn der Hund gut arbeitet - voila'

Aber den arbeitenden Strobel beim Wanderschäfer treffen wir hier bei uns noch....unaufgeregte Arbeit an der Herde wie selbstverständlich....

Ich liebe es diesen Arbeitsspezialisten zuschauen zu dürfen.....!!

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@YarlungTsangpo

Naja, ich denke mir, dass den Herrn das wenig interessiert - wobei... so ein bisschen stolz hat der Schäfer schon geklungen, als ich ihn gefragt hab, was das für ein Hund ist. Konnte die Rasse nicht einordnen und mich hat´s interessiert, erst danach hab ich mich überhaupt über die alten Hütehundrassen informiert (ist auch schon ein paar Jährchen her, aber der Kurti hütet immernoch). Sieht aber auch eher aus wie ein grau melierter, gelbbackiger Strobel. Wusste gar nicht, dass das vom Merle Faktor her kommt.

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Altdeutsche Hütehunde werden ausschließlich nach ihrem Gebrauchswert gezüchtet. Leistung zählt, nicht das Aussehen. Die FCI/VDH züchten ausschließlich nach einem festgelegten Standard, der nur das Aussehen bewertet. Die AAH will den Altdeuschen Hütehund so bewahren, wie er ist. Sie strebt auch meines Wissens keine Anerkennung an. Wofür auch? Was mit Arbeitshunden passiert, die in die Mühlen der Zucht für Hundeschauen geraten, kann man im Augenblick schön am Aussie und Border Collie sehen: Immer kräftiger, kurzbeiniger, mehr Fell und immer weniger für ihren ursprünglichen Job zu gebrauchen.

wahrscheinlich, weil die nicht rein durchgezüchtet und somit die würfe zu bunt durchgemischt sind. man will ja keine überraschungseier, sondern einheitliche ergebnisse :-(.

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