Warum sind Christen gegen Evolution?

26 Antworten

Ist das so?

Fundamentale Christen und Sekten sind vielleicht so und verteufeln die Wissenschaft. Aber die meisten Christen denken nicht so.

Ich bin Christ und ich halte aus persönlichen Gründen die Evolutionstheorie für falsch zumindest vom Ansatz her. Ich glaube an eine Schöpfung, die sich so abgespielt hat wie es die Fossilien darstellen. Also über einen extrem langen Zeitraum. Gott hat das leben erschaffen und sehr viele Arten aber er hat dem Leben auch die Option gegeben sich der Umwelt anzupassen.

Mit der Theorie der Evolution von Mutation und Selektion ist es bisher unmöglich zu erklären wie zum Beispiel Pflanzen und Tiere von einer gemeinsamen Urzelle abstammen sollten oder dass ein Kolibri, eine Ameise, ein Wal, eine Giraffe, eine Blume, ein Pilz oder ein Baum alle von einer gemeinsamen Zelle her entstanden sind. Nicht mal 13 Milliarden Jahre (also das Alter des Universums) würden ausreichen um mit Mutation und Selektion aus einfachen Urzellen so unterschiedliche Lebewesen entstehen zu lassen. Ich kann ein Stück unbrennbares Metall unendlich lange gegen einen unbrennbaren Stein in einer sauerstofffreien Umgebung schlagen es wird niemals ein Feuer entstehen. Zeit wird von den Verfechtern der Evolution immer als so mächtig dargestellt weil man sich so lange Zeiträume nicht vorstellen kann. Das ist Zeit aber nicht. Sie kann unmögliches nicht möglich machen.

Entweder gibt es einen Mechanismus den wir noch nicht entdeckt haben und der so mächtige Veränderungen in kürzester Zeit ermöglicht hat oder die These, alle Lebewesen stammen von Einzellern ab ist falsch. Mutation ist stark begrenzt auf dass was bereits vorhanden ist. Man kann Mutation durch Züchtung beschleunigen und die Züchtung von hunderten von Hunderassen, Apfelsorten usw. zeigen nur eines: Alle Hunde sind Hunde egal wie sie aussehen, jeder Apfel ist letztlich nur ein Apfel.

Ich glaube ein Gott der ewig ist kann sich auch Millionen und Milliarden Jahre Zeit lassen um das Leben zu erschaffen.

Was die Menschwerdung angeht bin ich überzeugt, Gott schuf uns Menschen so wie wir sind als eigene Art und nicht als eine Art, die zusammen mit Affen einen gemeinsamen Vorfahren hat.

Ich lehne die ET aber nicht ab weil ich Christ bin sondern weil ich eine andere Vorstellung vom Leben habe. Allerdings würde sich die ET mit der Bibel im Konflikt befinden denn der ganze Begriff Sünde und alles was damit zusammenhängt ist ohne die Erschaffung des Menschen durch Gott sinnlos.

Alternativ könnte man natürlich argumentieren dass Gott zwar alles erschaffen hat und dann die Evolution verfolgt und gesteuert und lediglich irgendwann dafür gesorgt hat, dass eine Tierart, eben wir ein BEWUSSTSEIN bekommt. Dass wäre dann der Punkt der "Erschaffung" des Menschen durch Gott. Das halte ich aber für zu weit hergeholt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin bei den ZJ aufgewachsen und dann Christ geworden

Ich glaube eher, sie haben einfach Angst um ihre Seele.

Dabei ist doch die Kernbotschaft der Bibel, dass Gott ein gnädiger Gott ist.

Aber wer Angst um sich und seine Mitmenschen hat, wird manchmal blind und tut Dinge und glaubt Sachen, die merkwürdig sind.

Historisch kommt hinzu, dass man lange Zeit die Widersprüche und Ungereimtheiten der Bibel überspielen konnte: Man musste halt nur glauben.

Je mehr man über die Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten wusste, desto schwerer wurde das.

Und weil Kirche teilweise beim "Überspielen der Realiät" ziemlich rabiat war bis hin zur Ketzerverbrennung, waren viele Christen nicht sehr glücklich, wenn die Widersprüche auf der Hand lagen und gegen das Christentum verwandt wurden.

Die eine Möglichkeit wäre gewesen, nachzuschauen, ob die Bibel wirklich so perfekt sein will, wie man ihr gerne unterstellt hat.

Viele Christen haben lieber den Weg gewählt, der Wissenschaft und speziell der Evolutionstheorie den Kampf anzusagen und sie nach Möglichkeit zu widerlegen.

Ein ziemlich aussichtsloser und sinnloser Kampf. Aber des Menschenwille ist sein Himmelreich. Da kann man nichts machen.

du machst meinem Namen alle Ehre und vermischt hier schön alles miteinander....  Kirchen mit Bibel oder Wissenschaft mit Evolution... wie du schon schreibst  dein Wille ist dein Himmelreich...

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@Einmischer

Da hat jemand gefragt, warum Christen gegen die Evolution sind.

Darauf habe ich geantwortet.

Dabei vermischen viele Christen (übrigens auch manche Juden oder viele Muslime, die gegen die Evolutionstheorie sind) in der Tat viele Ebenen - wie es im Übrigen auch viele Kirchengegner tun.

Die meisten haben keine Ahnung, was Wissenschaft ist, viele Fromme merken nicht, wie gotteslästerlich es ist, Gott in eine wissenschaftliche Theorie einzubinden, und viele Atheisten merken nicht, wie sie die Grenzen der Wissenschaft überschreiten, wenn sie glauben, die Wissenschaft hätte Gott widerlegt oder auch, die Wissenschaft könne irgendetwas beweisen.

(Am deutlichsten wird das, wenn die Wirksamkeit eines Medikaments rein statistisch" "nachgewiesen wird, wenn das Medikamten ein paar Prozentpunkte besser wirkt als ein anderes oder ein Plazebo. Ob es einem konkreten Menschen helfen kann, weiß man davon immer noch nicht. Weil die Wirklichkeit viel komplexer ist, als man es oft mit vereinfachten Thesen überhaupt beschreiben kann. Ist abe ein anderes Thema.)

Wobei Du das wohl auch alles gar nicht gemeint hast und der anscheinend der Meinung bist, dass ordentliche Christen gegen die Evolutionstheorie sein müssten.

Du kannst ja mal in meinen früheren Antworten zu dieser Thematik blättern. Da wirst Du eine Menge finden.

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@nachdenklich30

Ein sehr guter Kommentar, den man von einem Christen so eher weniger erwarten würde. Das in Anbetracht der schwierigen Antworten beim Thema Evolution.

Was allerdings der Einwurf mit der Wirksamkeit von Medikamenten in dem Kontext aussagen soll, das muss man sich schon fragen. Vielleicht versuchst du die Wirkung von Medikamenten auf eine geistliche Wirkung zu heben. Letztlich ist der menschliche Organismus sehr komplex und eine gesunde Psyche ist immer zu einem sehr großen Teil für das Befinden und den Prozessen im Körper verantwortlich.

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@Ivan69

Das Beispiel mit den Medikamenten soll illustrieren, wie wenig die Wissenschaft an vielen Stellen wirklich weiß, und an welchen Stellen sie nur ganz wenig weiß.
Weil immer wieder der Eindruck entsteht, im Gegensatz zum nur angemaßt unfehlbaren Papst sei die Wissenschaft eine unfehlbare Größe, deren Erkenntnisse unumstößlich sind. Bei genauerem Hinsehen gibt es nicht nur zahlreiche Gegenbeispiele, sondern auch die Erkenntnis, dass die Wissenschaft an dieser Stelle völlig falsch verstranden wäre.
An vielen Stellen weiß etwa die Medizin, dass bei einem bestimmten Prozentsatz von Patienten ein Medikament wirkt. Sie hat auch eine gewisse Ahnung, wie der Wirkmechanismus sein könnte. Aber sie hat oft keine Ahnung, warum es mal wirkt und mal nicht und stochert völlig im Nebel.
Und Nein, auf der wissenschaftlichen Seite werde ich Medikamenten keine geistige Wirkung jenseits von Placeboeffekten zuschreiben.

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Nun, irgendwie sagt doch die Evolution der Wissenschaft den Kampf an oder ist ergebnisoffene Forschung möglich, bei der auch herauskommen darf, dass die Evolution falsch liegt?

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@verreisterNutzer

??? Die Evolution macht eh, was sie will. Die Umwelt verändert sich aus den verschiedensten Gründen. Die Organismen werden biologisch immer mit kleinen Veränderungen ausgestattet. Die Organismen, die auf die Umwelt am besten passen, können sich am besten fortpflanzen und können auch in der veränderten Umwelt weiter existieren. Wer das nicht schafft, dessen Art stirbt aus.

Die Evolutionstherie ist eine komplexe wissenschaftliche Theorie, die mit wissenschaftlichen Methoden die Funktionsweise der Veränderungen erforscht und dabei herausfinden will, wie sich diese Mechanismen in der Vergangenheit ausgewirkt haben.

Also: Die Evolutionstheorie ist Wissenschaft und ändert sich mit jeder neuen Erkenntnis.

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@nachdenklich30

Hm, das klingt ja ein bisschen, als würdest Du einen Schöpfergott, namens Evolution beschreiben, dessen Priester sich "Wissenschaftler" nennen.

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@verreisterNutzer

@RonnyFunk:
Die Wissenschaft kann nur Theorien über kausale Zusammenhänge aufstellen. Im System dieser Zusammenhänge hat Gott keinen Platz.
Die Wissenschaft kann sinnvoll nur arbeiten, wenn sie sich selbst ständig kritisch infrage stellt.
Evolution ist kein Antrieb, sondern ein Name für eine Beschreibung von Phänomen, mit denen Organismen auf Änderungen ihrer Umwelt reagieren.

Insofern ist Evolution auch kein Gott und es gibt keine Priester.

Und ich mag keine Verschwörungstheorien.

Gott und Schöpfung wiederum sind keine Theorien, sondern Glaubenssätze, mit denen auf eine völlig unwissenschaftliche und unkausale Weise die Realität interpretiert wird.
Das halte ich im Übrigen für völlig legitim - nur kann niemand diese Interpretation beweisen. Ich kann davon predigen, ich kann dazu einladen und bin auch überzeugt davon, dass es gut ist, dazu einzuladen. Drauf einlassen muss sich jede und jeder selbst.
Und auch das Risiko tragen, dass es stimmen kann oder nicht. Und mit dem unvermeidbaren Zweifel umgehen, dass es nicht stimmen könnte. Billiger ist der Glaube nicht zu haben.

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"Viele" ist hier relativ. Die Christen, die so etwas sagen, sind allesamt Fundamentalisten, also radikale Anhänger eines Weltbildes, dass sie als universell richtig erachten. Da die Evolutionstheorie die Schöpfungsgeschichte widerlegt, wird sie von diesen Leuten abgelehnt - die man deswegen auch "Kreationisten" nennt.

Kreationisten sind zumindest in Deutschland vergleichsweise selten. Man findet sie vor allem unter strengreligösen Sekten- und Freikirchenmitgliedern, aber kaum bei Mitgliedern der beiden großen christlichen Staatskirchen (römisch-katholisch und evangelisch-lutherisch). Die katholische Kirche, die größte christliche Organisation übrigens mit einer Mitgliederzahl von mehr als 1,27 Milliarden menschen, hält die Evolutionstheorie sogar für mit der Schöpfungsgeschichte vereinbar.

Selbst unter den Krationisten gibt es unterschiedliche "Lager". Einige von ihnen erkennen zum Beispiel durchaus an, dass die Erde Millionen von Jahre alt ist und nehmen auch an, dass sich das Leben auf ihr entwickelt hat - aber ausgehend von einer von Gott initieriten Schöpfung (Langzeitkreationisten). Andere halten die Erde für einige hunderttausend Jahre alt, wieder andere für nur 6.000 Jahre - und die radikalsten dieser Leute leugnen sogar die Existenz von Dinosauriern und bezeichnen alles, was mit Fossilien zu tun hat, als Fälschung und Teufelswerk.

Menschen mit so einer Einstellung findest du nicht nur bei radikal-fundamentalistischen Christen. Es gibt sie überall. Du kannst Kreationisten mit Verschwörungstheoretikern jeder Art in einen Topf werfen - manche glauben zusätzlich auch noch daran, dass die Erde eine Scheibe sei.

Sind diese Leute verrückt? Sicher spielen psychische Faktoren bei vielen eine Rolle. Aber du darfst nicht vergessen, was diese "Verrückten" für ihre Verrücktheit bekommen: Zuerst einmal werden sie mit Versprechungen eines Paradieses gelockt, mit der Gnade eines gütigen Gottes, der sie aber nur liebhat, wenn sie haarklein und wortwörtlich alles, was in seiner Webebroschüre namens "Bibel" steht glauben. Aber neben diesen Hoffnungen spielen auch ganz real spürbare Faktoren eine Rolle: Der Zusammenhalt ist in solchen Gemeinden nämlich ungeheuer stark. Man fühlt sich aufgehoben, akzeptiert und - was besonders wichtig ist - als etwas wertvolles, sogar sehr viel besser und wertvoller als alle anderen. Wenn du den Leuten das alles wegnimmst, dann tut ihnen das weh. Und sie haben eine Menge zu verlieren - neben ihrem erwarteten Seelenheil nämlich auch alle ihre Freunde und sogar ihre Familie, die sie nämlich verstoßen würden: "Ungläubige" oder "Zweifler" werden in solchen Gemeinden nämlich nicht gedultet.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner.

Die Evolution widerlegt nicht eine evtl stattgefundene Schöpfung.

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@EXInkassoMA

Das tut sie sehr wohl, denn sie widerspricht der Schöpfungsgeschichte fast durchgehend. Deshalb können unmöglich beide Thesen wahr sein. Eine davon (die Evolution) hat bisher allen Widerlegungsversuchen mit Leichtigkeit standgehalten, während gleichzeitig dauernd neue Beweise für ihre Richtigkeit gefunden werden. Sie sieht zwar nicht mehr so aus, wie diejenige von Darwin, aber genau da liegt ja die Stärke der Wissenschaft: Die Theorien werden ständig verbessert und sind niemals absolut.

In Kombination mit anderen Naturwissenschaftne (Geologie, Anthropologie, Paläontologie, Physik usw.) lautet das Resultat: Eine Schöpfung durch ein übernatürliches Wesen ist als Erklärung für die Entstehung des Lebens bestenfalls unnötig, laut Beweisen hat sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht stattgefunden.

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Du irrst dich, wenn du meinst, dass die Evolutionstheorie die biblische Schöpfungsgeschichte widerlegen würde. Das Gegenteil ist der Fall, sie (die Evolutionstheorie) ergänzt und bestätigt die biblische Schöpfungsgeschichte, denn die Entwicklung ist tatsächlich in groben Zügen so verlaufen.

Ein Widerspruch ist es nur für die Leute (aber die sind in verschwindender Minderheit), die an die Verbalinspiration glauben und die Bibel wörtlich nehmen.

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Völliger Unsinn. In der Schöpfungsgeschichte würden alle Pflanzen, hierbei ausdrücklich erwähnt Bäume, Sträucher und Gräser, am vierten Tag erschaffen, dir Tiere jedoch erst an den Tagen fünf und sechs. Weiterhin sind die Vögel an Tag fünf erschaffen worden, und die Landtiere an Tag sechs. Tatsächlich entstanden die Landpflanzen erst lange nach der Entwicklung des tierischen Lebens im Meer, und die Vögel sind aus an Land lebenden Dinosauriern hervorgegangen. Wenn du hier noch "grobe" Übereinstimmungen erkennst, muss ich dir unterstellen, entweder von den Schöpfungsberichten oder von Erdgeschichte keine Ahnung zu haben.

Alle Versuche, beides miteinander in Einklang zu bringen, gelingen wenn überhaupt nur durch schwammige oder rein symbolorientierte Interpretation.

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@Einmischer

Ich bezog mich auf die beiden Kommentare vorher, nicht auf die Antwort. Das war nämlich meine eigene. :-)

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Es ist so, wenn es gelänge, die Widersprüche und Ungereimtheiten aus der Evolutionslehre zu bekommen und diese zweifelsfrei nachzuweisen, würde das ja mein Weltbild nicht erschüttern.

Aber man merkt ja schon daran, wie der Charles-Darwin-Fanclub bereits damit umgeht, dass nicht alle seine Lehren anerkennen, dass für diese Menschen wohl es der religiöse Super GAU wäre, wenn es gelänge, die Evolution zu widerlegen - ok, denkbar wäre ja auch eine Reaktion, die trotzig darauf beharrt, dass Evolution wahr zu sein hat und von der Machart schon dem ähnelt, was in manchen fanatischen Sekten normal ist.

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Die Evolutionstheorie hat den Makel, dass sie von einer möglichen Interpretation der Beschaffenheit des Lebens auf der Erde zu einem Krückstock der Atheisten wurde, die daran ihr Leben orientieren. Nebenbei hat sie den Makel, dass sie den Wettbewerb scheut, dass sie Diskussionen scheut, dass an dem Punkt es eine Indoktrination gibt, die man ja eher aus dem Kommunismus kennt.

Und der Charles-Darwin-Fanclub macht das, was Markus, teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht Christen vorhält

"Ungläubige" oder "Zweifler" werden in solchen Gemeinden nämlich nicht gedultet.
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@verreisterNutzer
Es ist so, wenn es gelänge, die Widersprüche und Ungereimtheiten aus der Evolutionslehre zu bekommen und diese zweifelsfrei nachzuweisen, würde das ja mein Weltbild nicht erschüttern.

Diese Widersprüche und Ungereimtheiten müsstest du hier erst einmal Erläutern, bevor du anfängst, mit Sand zu werfen.

Aber man merkt ja schon daran, wie der Charles-Darwin-Fanclub bereits damit umgeht, dass nicht alle seine Lehren anerkennen, dass für diese Menschen wohl es der religiöse Super GAU wäre, wenn es gelänge, die Evolution zu widerlegen

Vieles von dem was Darwin schrieb und bloß vermutete, wissen wir heute besser als er. Er hat also schon lange keinen Fanclub mehr.

Eine Theorie in Gänze zu widerlegen ist nur dann möglich, wenn du eine Alternative präsentieren kannst, die durch mindesten ebenso viele wie stichhaltige Belege untermauert ist. Kannst du das nicht, haben deine Zweifel keinerlei Grundlage und können unbegründet zurückgewiesen werden.

- ok, denkbar wäre ja auch eine Reaktion, die trotzig darauf beharrt, dass Evolution wahr zu sein hat und von der Machart schon dem ähnelt, was in manchen fanatischen Sekten normal ist.

Verdrehe bitte nicht die Tatsachen. Für einen Wissenschaftler ist es nicht möglich, zu dogmatisieren. Objektivität ist eine der Grundvoraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens. Ein Wissenschaftler hängt sich nicht sklavisch an "Wahrheiten" oder "Theorien" fest, sondern versucht lediglich, Beobachtungen zu machen und diese in kausale Zusammenhänge zu stellen, um so den Ist-Zustand zu erklären und über die Realität Aussagen und Voraussagen zu treffen.

Die Evolutionstheorie hat den Makel, dass sie von einer möglichen Interpretation der Beschaffenheit des Lebens auf der Erde zu einem Krückstock der Atheisten wurde, die daran ihr Leben orientieren.

Ich bin kein Atheist. Die Evolutionstheorie ist für mich kein Krückstock, sondern eine Erklärung, die ich verstehe und die mir aufgrund meiner eigenen Beobachtungen und Erfahrungen als nachvollziehbar und plausibel erscheint.

Nebenbei hat sie den Makel, dass sie den Wettbewerb scheut, dass sie Diskussionen scheut, dass an dem Punkt es eine Indoktrination gibt, die man ja eher aus dem Kommunismus kennt.

Es geht in der Wissenschaft nicht um Wettbewerbe. Diskussionen werden dort nicht geführt, um irgendetwas zu gewinnen oder jemanden zu überzeugen. Deshalb ist es in jedem Fall falsch, ihr Indoktrinationsabsichten zu unterstellen. Und selbst wenn man mit deiner falschen Sichtweise darauf schaut: die Evolutionstheorie hat ja noch nicht einmal einen wettbewerbsfähigen Herausforderer.

Und der Charles-Darwin-Fanclub macht das, was Markus, teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht Christen vorhält: "Ungläubige" oder "Zweifler" werden in solchen Gemeinden nämlich nicht gedultet.

Zweifel an der Evolutionstheorie werden sehr wohl geduldet, denn sonst könnte die Forschung daran niemals weitergehen. Ohne Zweifel an einzelnen Aspekten wäre die Evolutionstheorie selbst nur ein Dogma. Vieles, was wir heute über die Evolution wissen, wissen wir nur, weil sich Menschen getraut haben, Zweifel zu hegen m

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@MarkusPK

Alles schöne Theorie. Der Wissneschaftler gibt sich den Anschein der Objektivität, seine Jünger erklären jede seiner Vermutungen zum bewiesenen Fakt und ansonsten, wenn man an die Evolution die Maßstäbe anlegt, die man an den Kreationismus anlegt, müsste man sie als kommunistisches Märchen verwerfen.

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@verreisterNutzer

Der Wissenschaftler gibt sich nicht nur den Anschein der Objektivität, ohne Objektivität haben wir keine Wissenschaft. Objektivität ist nicht etwa ein angehängtes Attribut des Wissenschaftlers, ist ist eine Bedingung, damit er sich überhaupt Wissenschaftler nennen darf.

Wer sollen bitte die "Jünger" des Wissenschaftlers sein? Der Wissenschaftler erfährt durch seinen Beruf keinerlei kultische Vermehrung. Auch die Bezahlung ist in den allermeisten Fällen eher mies. Das sieht bei kreationistischen Sektenführern anders aus: die haben tatsächlich Jünger und sind allesamt Multimillionäre.

Bewiesene Fakten gibt es in der Wissenschaft auch nur wenige. Wir gewinnen durch faktische Messwerte und tatsächlich stattgefundene und aufgezeichnete Beobachtungen, die empirisch ermittelt wurden, lediglich Belege, um eine Theorie aufstellen zu können. Theorien sind damit bloß Erklärungsmodelle, aber keine Dogmen. Theorien können damit jederzeit widerlegt und falsifiziert werden, da steht dann niemand mit dem Stock in der Hand auf und sagt "hau ab", sondern die sind dann alle neugierig und sagen "zeig her!". Ein Kreationist hatte jedoch noch nie etwas in der Hand, was er hätte zeigen können.

An den Kreationismus würden die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie an die Evolutionstheorie, wenn er denn eine Theorie wäre. Ist er aber nicht. Warum? Ihm fehlt nunmal jeder Beleg. Es gibt nicht mal irgendein 6000 Jahre altes Skelett, dem eine Rippe fehlt, das sie vorweisen könnten.

Was hat die Evolution außerdem mit Kommunismus zu tun? Alles, was du hier so ablässt, klingt für mich vielmehr nach papageienartig nachgeplapperte Polemik, aber irgendein fundiertes Argument Lese ich von dir nirgends.

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@MarkusPK
Der Wissenschaftler gibt sich nicht nur den Anschein der Objektivität, ohne Objektivität haben wir keine Wissenschaft.

Genau das ist der Knackpunkt. Im übrigen, Wissenschaftler sind auch nur Menschen, die viele Entscheidungen nicht wissenschaftlich fällen. Wenn diejenigen, die ihn bezahlen, Festlegungen haben, was herauskommen darf und was nicht, kommen wir zur Pseudowissenschaft.

Objektivität ist nicht etwa ein angehängtes Attribut des Wissenschaftlers, ist ist eine Bedingung, damit er sich überhaupt Wissenschaftler nennen darf.

Ja, und? Heißt das, dass der Wissenschaftler immer objektiv sein kann?

Wer sollen bitte die "Jünger" des Wissenschaftlers sein? Der Wissenschaftler erfährt durch seinen Beruf keinerlei kultische Verehrung.

Hm, also ist es besonders objektiv, wenn der Wissenschaftler sagt "Es wird vermutet, es wird angenommen, es könnte sein" und diejenigen, die von jedem Wort leben, was die Wissenschaft sagt, dann sagen "Bitte, er sagt es selbst, es sind Fakten"?

Auch die Bezahlung ist in den allermeisten Fällen eher mies. Das sieht bei kreationistischen Sektenführern anders aus: die haben tatsächlich Jünger und sind allesamt Multimillionäre.

Aha, es sind Sektenführer, es sind Millionäre? Auf was stützen sich Deine Aussagen?

Bewiesene Fakten gibt es in der Wissenschaft auch nur wenige. Wir gewinnen durch faktische Messwerte und tatsächlich stattgefundene und aufgezeichnete Beobachtungen, die empirisch ermittelt wurden, lediglich Belege, um eine Theorie aufstellen zu können. Theorien sind damit bloß Erklärungsmodelle, aber keine Dogmen. Theorien können damit jederzeit widerlegt und falsifiziert werden, da steht dann niemand mit dem Stock in der Hand auf und sagt "hau ab", sondern die sind dann alle neugierig und sagen "zeig her!".

Sage das nicht mir, sondern denen, die darauf beharren, dass die Evolution Fakt ist oder dass die Erde Millionen Jahre alt ist.

Ein Kreationist hatte jedoch noch nie etwas in der Hand, was er hätte zeigen können.

Ja und? Es sind ja Christen und die lügen nicht. Es ist recht einfach, sich irgendwas auszudenken, irgendwas zu finden, wenn man nicht ganz bei der Wahrheit bleiben muss.

An den Kreationismus würden die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie an die Evolutionstheorie, wenn er denn eine Theorie wäre. Ist er aber nicht. Warum? Ihm fehlt nunmal jeder Beleg. Es gibt nicht mal irgendein 6000 Jahre altes Skelett, dem eine Rippe fehlt, das sie vorweisen könnten.

Also erstens haben Männer in der Tat eine Rippe weniger als Frauen, womit sich diese Deutung, Eva sei aus der Rippe gemacht worden, erklären lässt.

Zum anderen aber sagt die Bibel nichts von Rippe, sondern, dass aus Adam Fleisch genommen wurde.

Hm, ich finde es irgendwie faszinierend. Naiv zu glauben, man könne das Erdalter messen, an den Urknall zu glauben und so, aber dann auf einmal bei den Dingen, die Christen sagen, so pingelig sein. Das wirkt wie Doppelmoral.

Was hat die Evolution außerdem mit Kommunismus zu tun?

Sehr viel. Friedrich Engels äußerte sich gegenüber Karl Marx lobend darüber und die rein atheistische Ausrichtung des Kommunismus hätte es so ohne Darwin nicht geben können. Ebenso hätte auch Hitler nicht auf die Idee kommen können, die Prinzipien der Evolution auf die menschliche Gesellschaft anzuwenden und damit eine Gesellschaft zu erschaffen, in denen die Schwachen unter die Räder kommen.

Alles, was du hier so ablässt, klingt für mich vielmehr nach papageienartig nachgeplapperte Polemik, aber irgendein fundiertes Argument Lese ich von dir nirgends.

Das seltsame ist, dieser Satz klingt so, als würdest Du Dich selbst beschreiben.

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Die Mehrheit der Christen ist nicht gegen die Evolutionstheorie. Das sind nur die sog. Kreatonisten oder auch die Evangelikalen und die stammen wie viele der sog. Sekten aus den USA. Eigentlich sind die erst so im 19. Jhrdt. enstanden z.T. als Gegenpart oder aus Protest zu Darwin.

Ich glaube an die biblischen Texte zur Entstehung der Welt:

Ich bin aber auch davon überzeugt, dass es Evolution innerhalb einer Art gibt, die man als Mikroevolution bezeichnen kann. Evolution innerhalb einer Art ist beobachtbar und deshalb auch wissenschaftlich beweisbar. Beispiele dafür sind die vielfältigen Tier- und Pflanzenzüchtungen, der Industriemelanismus usw.

Dafür wurde bisher noch nicht beobachtet, dass eine Art in eine andere übergeht, was man als Makroevolution bezeichnen könnte. Auch verschiedenste Versuche im Labor haben nicht dazu geführt, zu erleben, dass eine Art in ein andere übergeht. Man hat z. B. Fruchtfliegen, die eine hohe Fertilitätsrate haben, verschiedenster mutagener Substanzen und Strahlungen ausgesetzt und ganz verschiedene Fruchtfliegen erhalten (große, kleine, unterschiedliche Bein- und Flügelpaare und Farben usw.), aber keine neue Art. Diese Versuche bewiesen also nur die Mikroevolution, nicht aber die Makroevolution.

Ob die Bibel nicht doch recht hat, wenn sie sagt, dass Gott die Tiere "nach ihrer Art" erschaffen hat (1. Mose 1,24-25)?

Sehr interessant und empfehlenswert zur Frage ist z. B. auch der folgende Vortrag von Dr. Markus Blietz, der viele Argumente erläutert und belegt: https://youtu.be/sXyPE_q94Ds

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