Warum sind Chinesen so extrem materialistisch?

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6 Antworten

China war noch vor 20 jahren ein entwicklungsland. Mit dem aufschwung kommen die materiellen wünsche, da diese vor nicht allzu langer zeit unerreichbar waren.

Gehe mal zurück ins Deutschland der 50er und 60er jahre. Das haus, das auto, der fernseher waren auch ein gutes stück weit statussymbol.

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Das mit den Bettlern hat unter anderem damit zu tun, dass eine Spende gleichermaßen ihre Ehre verletzten würde. Ich kann mir vorstellen, dass die meisten, die du gesehen hast, auch nicht wirklich "bettelten", sondern eben auf der Straße saßen. Bei uns ist das glaub ich auch nicht so viel anders. Man hat hier eben schneller mal ein schlechtes Gewissen, aber ob das tatsächlich so philanthropische Hintergründe hat, würde ich in Frage stellen wollen.

Das Land hat eine Geschichte von glorreicher Herrschaft (auch über andere Reiche) hinter sich. Materialismus ist dort tatsächlich nicht unbedingt etwas neues. Wer von den umliegenden Ländern Handelsvorteile und Prestigepunkte ergattern wollte, hat alles getan, um dem Kaiserhof zu gefallen und viele kulturelle Elemente übernommen. Japan ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie nachhaltig diese Adaptionen diese Länder prägen konnten. Dass Amerika China demütigen konnte, muss den Eifer, Weltspitze zu sein, weiter angekurbelt haben, und heute misst man nun mal in Geld. Die Menschen dort sind nicht kälter oder gleichgültiger als wir. Sie sind nur politisch bedingt unfreier, und die Politik ist eben in allererster Linie auf Profit aus.

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g1206868 03.11.2016, 00:44

Chinesen würde ich auch nicht als kalt ansehen. Im Gegenteil kann man z.B. auch sehr viel Geselligkeit und familiären Zusammenhalt bei Chinesen beobachten.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die bittere und jahrhundertelange Armut zu einem Zwang geführt hat, unbedingt auch mal reich zu sein. 

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Andracus 03.11.2016, 19:46
@g1206868

Ich weiß nicht genau was du mit der jahrhundertelangen Armut meinst :/ wenn du Bewohner der Peripherie (v.a. bergiges Inland) meinst, mag sein. Wobei die meistens auch gar keine andere Wahl haben als sich dem System zu unterwerfen und es mit ihrer Arbeitskraft weiter zu befeuern. Das Land allgemein hat im Laufe der Geschichte ja durchaus ziemlich den Ton vorgegeben in Asien.

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Hallo g1206868,

die Sache mit der Bettelei: Chinesen werden dir bestätigen, dass Betteln ein großes organisiertes Geschäft ist. Jedenfalls für die Hintermänner. Man möchte etwas Gutes tun, doch stattdessen hält man u. U. eine kriminelle Bande am Leben. Mir wurde sogar berichtet, dass die Ärmsten der Armen gewollt verstümmelt werden, um mehr Mitleid zu erregen und somit mehr Einnahmen zu generieren.

Den "selbständigen" Bettler gibt es wohl kaum, stattdessen sind die Straßenzüge exakt aufgeteilt. Wer sich in China die Zeit nimmt, wird interessante Abläufe rund um den Spendentopf beobachten können .... .

LG

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Der Bettler ist nicht wirklich sehr arm. Die Bettlerlei sind meistens organisiert. Sie verdienen viel mehr als normale Menschen, da fast niemand einen Blick auf sie wirft. 

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Sie wachsen in einer Diktatur auf, da kann man sich nicht entfalten, dass einzige was klappen könnte ist die KARRIERE. Chinesen halt, bei denen ist so manches lustig, aber wir sind hier auch nicht anders, halt nur verdeckter, jetzt kann man sich fragen, was verlogener ist!

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Weil lange Armut

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