Warum sind Butterflymesser komplett verboten?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das lässt sich mit der damaligen Situation erklären. *)
Der deutsche Bürger fühlte sich nicht sicher und erwartete von der Politik dass sie irgendetwas zu seiner Sicherheit 
(genauer zu seinem Sicherheitsgefühl) unternimmt. 

Die haben dann irgendwas unternommen und weil ihnen nichts billigeres eingefallen ist haben sie ein paar Messer verboten. 
(An den Ursachen für das Unsicherheitsgefühl oder gar an der realen Kriminalität etwas zu ändern wäre wesentlich aufwändiger und teurer gewesen.)
Der deutsche Bürger war sehr dankbar, wählte die Politiker wieder und wenn sie nicht gestorben sind leben sie noch heute in Friede und Sicherheit.

*) Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen, damals herrschte auf den Strassen Anarchie und Gewalt, 
Banden mit Wurfsternen, Würgehölzern und Butterflymessern trieben Bürger und Polizei ob ihrer Hilflosigkeit zur Verzweiflung. 
Zum Glück ist seit dem Verbot alles besser geworden. 

Momentan wird in sämtlichen Medien wieder einmal jeder Messerzwischenfall aufgebauscht, das lässt darauf warten das bald wieder eine "sinnvolle" Verschärfung des Waffenrechts erfolgt.

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....das deutsche Waffenrecht hat derzeit über 60 Paragraphen und weitere Unterparagraphen. Und wenn man sich die Frage stellt, an welche sich bislang ein Straftäter gehalten hat, kommt man flott auf die Zahl "0". Logische Folge: Ein weitere Paragraph muss her (??). Vielleicht demnächst mal längere Küchenmesser oder Haushaltsäxte verbieten, damit wir uns alle sicherer fühlen ....

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Du solltest nicht versuchen, für alles was im deutschen Waffengesetz so steht eine logische oder vernünftige Begründung zu finden.

Das ist sehr oft erfolglos und macht bisweilen böse Kopfschmerzen.

Am deutschen Waffengesetz basteln vorzugsweise Politiker und Verwaltungsbeamte herum....: beide oftmals thematisch ahnungslos und ebenso auffallend oft ideologisch in eine bestimmte Richtung geprägt und weniger sachlich, als eher moralisch und emotional angetrieben.

Zusätzlich wird das Waffengesetz von Politikern, die bestimmte gesellschaftliche Probleme nicht auf die Reihe bekommen ( wollen... ) gern dazu benutzt, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.

Da kann man immer schön öffentlichkeitswirksam " verschärfen ", ohne Angst haben zu müssen, damit allzu viele von seinen eigenen Wähler zu treffen ( zumeist merken sie es jedenfalls nicht ).

Butterflymesser haben nun zwei Probleme....: einerseits tauchen sie in reichlich zweitklassigen Hollywoodstreifen als beliebtes Aufschlitzwerkzeug auf und waren deshalb hierzulande bei vielen Heranwachsenden beliebtes Spielzeug, andererseits wurden sie im Verlauf von Straftaten reichlich eingesammelt ( wobei sie aber bei tatsächlichen Messerstechereien nicht besonders auffällig oft benutzt wurden ).

Erschreckenderweise ist aber nun mal offenbar Hollywood und seine Märchengeschichten anscheinend ein Kriterium, welches in Deutschland bei der Einführung von neuen gesetzlichen Regelungen eine Rolle spielt....: siehe Schalldämpfer..., Laser an Schußwaffen..., Wurfsterne..., Nunchakus ect. ect.

Und wenn man dann als politischer Entscheidungsträger mit der Tatsache konfrontiert wird, daß man gegen ausufernde Messerkriminalität was tun muß, dann ist ein Verbot von vermeindlich besonders gefährlichen Messern naheliegend.

Bringt zwar nicht das geringste, weil die Zielgruppe sofort auf andere Spielzeuge ausweicht, aber Lieschen Müller und die Medien sind zufrieden.

Schlagringe sind meines Erachtens nach auch nicht so gefährlich wie ein 30cm Bowie, aber manche Dinge sollen halt nicht sein. Letztlich liegt der Fokus des Gesetzgebers glaube ich darauf, dass diese Waffen sehr einfach verdeckt getragen werden können (ein Balisong wirkt auf den Durchschnittsmenschen nicht wie ein Messer, wenn es eingeklappt ist) und zumindest beim Schlagring auch nicht der Aspekt eines möglichen Werkzeuges gegeben ist. Das Führen und der Einsatz sind eher hinterhältiger Natur und man versucht den Eindruck zu erwecken keine Waffe zu tragen.

Wenn du Butterfly-Tricks testen willst, gibt es dafür extra Balisong-Trainer ohne Klinge

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Das weiß ich und solche besitze ich. Aber nach gewisser Zeit kommt natürlich der Reiz nach der Frage:" Krieg ich das auch mit einer echten Klinge hin?" Es hört sich dumm an aber es ist zB genauso wie bei dem Messer Spiel zwischen den Fingern. "Ich kanns mit nem Plastikmesser, aber krieg ich das auch mit einem echten Messer hin?"

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@Gillette95

Also ich kann dich da schon nachvollziehen. In Deutschland wirst du deinem Bedürfnis legal nur leider nicht nachkommen können. Bin sicher dir wird schon ne Lösung einfallen ^^

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Messer und Waffengesetz für Nicht-Juristen

Hallöchen liebe Community.

Ich möchte im Sommer eine Reise machen. Unter anderem werde ich dabei auch größere Strecken wandern. Für meinen Survival-modus wollte ich mir ein Taschenmesser anschaffen und natürlich frage ich mich ob ich das Messer überhaupt führen darf.

Also habe ich mich über die Gesetze und Vorschriften schlau gemacht, aber bevor ich mir jetzt eine Messer hole wollte ich doch gerne nochmal eine Bestätigung haben, dass ich das auch alles richtig verstanden habe.

Also:

Springmesser sind nur erlaubt, wenn die Klinge einseitig geschliffen, einen durchgehenden (zur Spitze verjüngenden) Rücken hat, zur Seite aufklappt und nicht länger als 8,5 cm ist. Bei halber Klingenlänge muss die Klingenbreite mindestens 20% der Klingenlänge betragen.

Alle anderen Springmesser und Fallmesser, Faustmesser, Butterfly-Messer und Hieb-/Stichwaffen, die einen anderen Gegenstand vortäuschen sind generell in Deutschland illegal (sowie Besitz, als auch nur der Transport in einem verschlossenen Behälter). Messer die bei der Ausführung bestimmter Berufe und anerkannter Tätigkeiten genutzt werden sind innerhalb dieser Berufe und Tätigkeiten erlaubt.

Messer mit feststehender Klinge mit über 12 cm Klingenlänge und Einhandmesser dürfen generell nicht in der Öffentlichkeit am Körper geführt, aber in einem Behälter (Rucksack, Aktenkoffer, Handschuhfach vom Auto) transportiert werden. Das führen solcher Messer ist allerdings erlaubt, wenn ein "berechtigtes Interesse" besteht. Zu den berechtigten Interessen zählen aber nicht Abschreckung und Einschüchterungen, sondern zum Beispiel die Nutzung bei Beruf oder als "Werkzeug" wie bei den Pfadfindern mit ihren Fahrtenmessern.

Joa es wäre schön wenn ihr mir jetzt sagt, dass ich das toll gemacht habe und dass das richtig ist. ;-) Ansonsten bitte ich um Vervollständigungen. Auch Kleinigkeiten wären wichtig, damit ich mein neues teures Messer dann nicht wegen irgendeinem Detail zu Hause liegen lassen muss.

Außerdem hab ich noch kleine offene Fragen:

  1. Zahlt das Tragen eines Einhandmessers beim Wandern (Survival) zu den genannten "berechtigten Interessen"?

  2. Kann ein Taschenmesser, das man mit zwei Händen öffnen muss, demnach eine beliebige Klingenlänge haben?

Schonmal vielen dank für alle Antworten.

Gruß Tarni

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