Warum sind Buren Afrikaner und Briten verfeindet?

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4 Antworten

Ich bin traurig und entsetzt über die größtenteils völlig wahrheitswidrigen Antworten hier.

Zunächst zur Begriffsdefinition „Afrikaner“: Buren bezeichnen sich selbst als Afrikaner. In ihrer Sprache: Afrikaners. Offensichtlich hat die Fragestellerin wohl „Schwarzafrikaner im südlichen Afrika“ gemeint, um es politisch korrekt auszudrücken, und um das N-Wort zu vermeiden.

Diamanten wurden erst 1866 entdeckt  https://af.wikipedia.org/wiki/Kimberley, die Vertreibung der Buren/Kapniederländer durch britische Besatzer fand jedoch bereits zwischen 1830 und 1840 statt! https://af.wikipedia.org/wiki/Groot_Trek

Folglich ging es damals noch nicht um Diamanten, sondern nur um die Ausweitung des britischen Imperialismus.

Niederländische Siedler dort, wo heute Kapstadt liegt, haben damals keinem einzigen Schwarzen Land weggenommen, weil bei der Ankunft von Jan van Riebeeck (VOC) im Jahre 1652 das weitläufige Gebiet völlig unbesiedelt war. Diese Landnahme war, selbst nach heutigen völkerrechtlichen Grundsätzen, absolut legitim.

Die Probleme fingen erst an, als die Briten kamen und die Kapniederländer/Buren aus dem Kap vertrieben haben.

Damit waren Buren gezwungen, in unbesiedelten Gebieten weiter nordöstlich eine neue Heimat zu suchen. 1838 kam es zu einem brutalen Krieg zwischen Buren und Zulus: Die Schlacht am Blutfluß, der Fluß Bloedrivier wurde danach benannt. https://af.wikipedia.org/wiki/Slag_van_Bloedrivier

Im Übrigen gibt es nicht „die Schwarzen“ in Südafrika als Einheit, bereits vor Ankunft europäischer Siedler gab es dort Konflikte zwischen Völkern/Stämmen.

Als die Holländer in am Kap ihre erste kleine Station für den Handel mit Südostasien eingerichtet hatten, mussten sie alle Arbeiten selbst erledigen. Selbst als sich mehr Holländer am Kap ansiedelten, waren sie immer zu wenige und es gab zu viel Arbeit. Deshalb verlegten sie sich schon sehr früh auf die Sklaverei. Als die Holländer sich dann Buren nannten und mit mit ihren Wagen in die Weiten des Landes aufbrachen, verfügten die meisten Familien bereits über schwarze Sklaven. Die Briten lehnten die Sklaverei ab und als es zum Krieg zwischen Briten und Buren kam, kämpften viele Schwarze auf Seiten der Briten. Irgendwann wurde die Sklaverei abgeschafft, aber das Denken der Buren änderte sich nicht und es gipfelte in der Apartheit und der Unterdrückung der Schwarzen Mehrheit. Aus diesem Grund weigern sich auch heute noch viele Schwarze die Sprache ihrer ehemaligen Unterdrücker zu lernen. Sie sprechen lieber Englisch. 

Karlien 30.11.2016, 23:11

"Als die Holländer sich dann Buren nannten und mit ihren Wagen in die Weiten des Landes aufbrachen, verfügten die meisten Familien bereits über schwarze Sklaven."

Völliger Unsinn! Keine einzige Familie der Voortrekker hatte jemals schwarze Sklaven. Keinen einzigen!

„Die Briten lehnten die Sklaverei ab ... “

Bitte erkläre mir jetzt die Herkunft afrikanischstämmiger Menschen in USA, Jamaika, u.a.! Die Buren jedenfalls haben dorthin keinen einzigen Schwarzafrikaner deportiert! Wer war es dann?

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Fuchssprung 01.12.2016, 09:02
@Karlien

Weißt du was ein Kalender ist? Dann schau mal drauf wann sich das abgespielt hat! Zu dieser Zeit hatte das Parlament in Großbritannien die Sklaverei längst verboten. Was die Briten davor gemacht haben, war überhaupt nicht die Frage. Bereits unter Van Riebeeck gab es die ersten Sklaven am Kap und da hat noch niemand an den Treck gedacht. Das war noch zu der Zeit als man Kapstadt aufgebaut hat. Denkst du dass man die frei gelassen hat, als es dann mit dem Treck los ging? Nein! Man hat sie mitgenommen!

 

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. . . ja irgendwie stimmt das schon wie es hier bereits steht.

Auch wenn sog. Kriegslisten für viele in GER ein tabu sind, hier:

       Die Buren waren ursprünglich den Briten unterlegen. 

Wahrscheinlich haben die Briten sich soweit weg von englischer Kultur auch entsprechend benommen das die Buren sich "zu Hause;" mit der Situation nicht unbedingt begnügen wollten.

Aber die Briten als gelernte Soldaten waren auch mit ihrer Bewaffnung für die Buren eigentlich unschlagbar.

Dann sprachen die Buren sich ab und verabredeten aus der Situation:

      "WIR BRINGEN UNSEREN KINDERN DAS SCHIEßEN BEI !"

Unvorstellbar bei heutiger Wertevorstelling klingt das doch regelrecht feige.

Als nach ein paar Jahren aus den Kindern junge Erwachsene geworden waren konnten die viel besser schießen als die Briten.

Sie trafen aus Entfernungen auf die die Briten sie kaum wahrnehmen konnten, geschweige denn effektiv zurückschießen.

Um nicht noch lange allesamt tot umzufallen zog der Rest der Briten es vor sich im Umfeld sonstiger (kriegs-) politischer Beschlüsse von danne zu machen; die Buren waren Herrscher wieder ihres Landes.

LG

 - (Schule, Geschichte, Krieg)

Rassentrennung, Ausbeutung des Landes, Rassismus, usf.
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