Warum sind Buddhisten Vegetarier?

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Hallo,

auch ich muss zustimmen, das nicht alle Buddhisten weltweit Vegetarier sind. Es gibt hier folgende Überlieferung von Buddha:

"Um keine Lebewesen zu schrecken, ... kein Fleisch essen ... Es ist nicht wahr, dass Fleisch richtige und erlaubte Nahrung ist, wenn das Tier nicht von ihm selbst getötet wurde, wenn er andere nicht beauftragt hat, es zu töten, wenn es [das Töten des Tieres] nicht speziell für ihn erfolgt ist ... Es mag in Zukunft Menschen geben, die … unter dem Einfluss ihres Verlangens nach Fleisch viele ausgeklügelte Argumente auf die verschiedensten Arten hervorbringen, um den Fleischverzehr zu rechtfertigen … Aber … der Fleischverzehr in jeder Form, auf jede Art und Weise, ist überall und ohne Ausnahme und für immer verboten ... Ich habe niemandem das Fleischessen erlaubt, ich erlaube es nicht und ich werde es nicht erlauben."(Lankavatara-Sutra)

Leider sind viele sogenannte Buddhisten weltweit so "erfinderisch" warum sie doch Fleisch essen können und angeblich doch keine Regeln Buddhas brechen.

Es gibt mindestens folgende Gründe, warum Buddha das ausgesprochen hat:

  1. "Seelenwanderung" und "Wiedergeburt": Wenn Menschen viele Male auf dieser Erde wiedergeboren werden, und das als Tier und Mensch, dann macht es eben keinen Sinn ein Tier zu töten und zu essen, das im letzten Leben Deine Mutter gewesen sein könnte. (Dies ist nicht genau ein buddhistischer sondern ein indisch-kultureller Grund!)

  2. Buddha sagt eindeutig, wer Fleisch isst, ist auch für das Töten des Tieres mitverantwortlich. In unserer industriellen Gesellschaft ist es ja so schön, man geht ins Steakhaus, bekommt ein grosses, saftiges Steak auf den Teller, in einer sauberen und angenehmen Atmosphäre. Aber das Leid in der Tieraufzucht, bei den Tiertransporten, das Abholzen der Südamerikanischen Wälder und das Töten des Tieres bekommt man ja nicht mit. Buddha hat gesagt, dass "Metzger + Schlachter" kein akzeptabler Beruf für einen Buddhisten ist. Aber er hat auch gesagt, dass jeder der Fleisch isst, ganz konkret verantwortlich für den Tod der Tiere ist. In Südostasien hören das sicherlich die buddhistischen Mönche nicht so gerne. Sie lassen eben Ihre Laienanhänger das Tier schlachten und das Fleisch zubereiten und essen es dann nur einfach als "Spende" - so kann man Buddhas Worte auch als Buddhist missachten. Warum darf man eigentlich kein Tier töten? Wegen dem Kama (Karma)! Jedes Töten vergrössert unablässig Dein negatives Kama. Buddhisten wollen ja aber gerade ihr Kama abbauen - wenn sie nun regelmässig Fleisch essen, schaffen Sie das kaum.

  3. Buddha hat seine Reden immer an alle lebenden Wesen, an alle fühlenden Wesen gerichtet! Also ganz bewusst nicht nur an Menschen, sondern auch an Tiere. Angeblich haben Buddhas Reden auch häufig Tiere gelauscht. Buddha hat keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier gemacht. Auch im ZEN-Buddhismus sagen wir, dass eben nicht nur der Mensch "Buddhanatur" hat, sondern genau so auch die Tiere.

  4. Ayurveda: Die Ernährungslehren des Ayurveda sind weit alter als Buddha. Sie sind Bestandteil der ganzen indischen Kultur und auch das Fundament auf dem Buddha aufgewachsen war. Nach dem Ayurveda, sollte der Fleischkonsum vermieden werden, weil Fleisch den Menschen "tamasisch" macht, die Menschen dadurch "dumpf" werden, abstumpfen, ihre "Seele" verlieren und vieles mehr, was man hier in unserer westlichen Gesellschaft beobachten kann! Die ganzen westlichen Zivilisationskrankheiten, welchen aus Fleischkonsum resultieren, hat Ayurveda damals schon gekannt ...

Wer wirklich Buddhist werden möchte, sollte eben auch alle Tiere lieben und es vermeiden sie unnötig zu töten. Er sollte nichts mehr von toten Tier essen, um sein negatives Kama abbauen zu können. Und ohne Fleisch im Körper klappt das auch mit der Liebe unter den Menschen und der Ethik wieder besser ;-))

Grüsse

[...]

Buddhisten sind KEINE Vegetarier, jedenfalls nicht generell. Wie bei anderen Gruppen gibt es natürlich auch unter den Buddhisten Vegetarier, aber sie machen nur einen geringen Prozentsatz aus. Ich selbst habe mehrere Jahre als Luug Wat in einem buddhistischen Tempel verbracht und weiß daher, dass selbst die Mönche Fleisch essen, und zwar nicht wenig. Töten dürfen sie nur nicht. Die Speisen müssen eh von Nichtmönchen gereicht werden (verzehrfertig).

Die buddhistische Lehre zeichnet sich dadurch aus, dass so gut wie keine Verbote in Bezug auf die Gestaltung des eigenen Lebens existieren. Wohl aber gibt es Empfehlungen und Ratschläge. Auch die Rolle des Vorlebens der Mönche spielt für die Anhänger des Buddhismus eine wichtige Rolle für ihr eigenes Leben. Buddha selbst lehnte den Fleischverzehr für sich ab. Schau mal unter http://www.vegetarier24.de/forum/topics/buddha-war-vegetarier-wieso

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