Warum sind Beamte privat krankenversichert und Angestellte der Wirtschaft gesetzlich? (unter den EK-Grenzen!)

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Beamte sollten gesetzlich versichert werden 50%
Beamte sollten weiterhin privat versichert sein 30%
EGAL 20%

6 Antworten

EGAL

Das ist aus der Tradition so entstanden. (Mit "Beamter" sind natürlich auch die Ladies gemeint:-) An Stelle des Arbeitgeberbeitrags zur Krankenversicherung zahlt der Dienstherr beim Beamten (meist 50%) Beihilfe als Beteiligung an dessen Krankheitskosten, den Rest muss man privat absichern. Für den Staat hat es halt den Vorteil, dass nur dann Kosten anfallen, wenn der Beamte auch medizinische Leistungen in Anspruch nimmt. Zu "aktiven" Zeiten, also zur Einstellung ist das für ihn in der Regel billiger und Politiker denken ja leider immer eher kurzfristig . Wie das kostenmäßig aufs ganze Leben des Beamten gerechnet aussieht, weiss ich nicht, da die Beihilfesätze ja nach den (höheren) Gebührenordnungen gehen und nicht nach den billigeren Kassensätzen. Außer bei Wahlleistungen im Krankenhaus in manchen Bundeländern sind die Erstattungen der Beihilfe aber mit der GKV vergleichbar und es gibt keine komplette Familienversicherung. Soweit ich weiss, hat der Staat auch keine Brandschutzversicherungen für Gebäude oder KFZ-Haftpflicht für seine Autos sondern zahlt es im Schadensfall halt einfach aus seinem Haushalt. Damit spart er sich die "durchgehenden" Versicherungsbeiträge und zahlt halt nur im Schadensfall. Bei entsprechend großem Haushalt geht das ja auch leicht. Würde man sich als Beamter gesetzlich versichern, zahlt der Staat (außer bei Abgeordneten) keinen AG-Anteil zur Krankenversicherung, man darf also ca. 15% GKV vom Einkommen selber zahlen, nahezu das doppelte des Angestellten). Ich denke, wenn Beamte zwischen Beihilfe und GKV MIT AG-Anteil des Staates wählen könnten, würden einige das zweite wählen... Es gibt auch nicht diese nervig Abrechnung. Mein Bruder ist Gymnasiallehrer, konnte wegen Vorerkrankungen im Referendariat nicht in die PKV. Bei ca. 1100€ brutto zahlte er monatilich etwa 200€ GKV und seine Kollegen im PKV Anwärtertarif ca. 60-80€ bei besseren Leistungen...

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Bis jetzt scheint alles unproblematisch, da ich ja meine Frau privat mitversichern könnte für 30 %, da die Beihilfe 70 % übernimmt und mein Kind für 20 %.

Die private Krankenversicherung möchte meine Frau aber leider nicht versichern, da sie Diabetes hat.

Jetzt die Fragen:

Was haben wir für Möglichkeiten?

Hat sie nur die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich zu versichern?

Oder hat meine Versicherung gar nicht das Recht sie abzulehnen?

Danke schonmal für die Antworten.

MfG Burak

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