Warum sind auch schlechte Schüler im Beruf erfolgreich?

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14 Antworten

Gott-sei-Dank ist das so. Denn schlechte Schulnoten müssen nicht automatisch der Garant für Erfolgslosigkeit im Berufsleben sein. Das Notensystem ist ohnehin umstritten. Jeder bekommt von früh auf eingetrichert, man müsse gute Noten mit nach Hause bringen ansonsten "wird man Müllkutscher"...Abgesehen davon, dass das zunächst mal eine Beleidigung für äußerst fleißige Bedienstete einer Stadt ist, gerät ein erfolgloser Schüler unmittelbar ins soziale Abseits. Die meisten Lehrer machen zudem den großen Fehler schlechte Schüler vor versammelter Klasse vorzuführen. Ein Teufelskreis aus dem so mancher Schüler nicht so leicht wieder rausfinden kann. Erst recht nicht, wenn er dann noch von verständnislosen Eltern umgeben ist. 

Unser System ist so aufgebaut, dass jeder immer noch genügend Chancen hat. Er muss allerdings aber auch wollen !

Im Umkehrschluss bedingt allerdings ein Super-Abschluss in Schule/Studium auch nicht immer unbedingt beruflichen Erfolg: --> http://rescogitans.de/wp-content/uploads/2012/07/philosoph.jpg

PeVau 26.06.2015, 21:49

DH!

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Weil Schule mit dem Berufsleben nur wenig gemeinsam hat. Man sollte schon schreiben, rechnen und sprechen können. Die meisten „schlechten“ Schüler sind zudem nur „schlecht“ weil sie nicht lernen, nicht zuhören oder nicht anwesend sind. Alles andere was man in der Schule lernt, ist für einen „einfachen“ Beruf aber nicht Notwendig. Unter „Einfach“, gelte Jeder Beruf bei dem ein wiederholbares Handwerk ausgeübt wird. Chirurg ist genaugenommen auch ein Handwerk, aber dafür muss man in der Schule schon gut gewesen sein, sonst könnte man kein Studium machen.

Für einen „Einfachen“ Handwerklichen Beruf gibt es eine Ausbildung, in welcher man alles Notwendige erlernt. Diese Ausbildung schafft Jeder der des Lesens, Schreibens, Rechnen und Sprechens mächtig ist. Und selbst wenn man diese Ausbildung nur mit 4 besteht, dann sagt das immer noch nichts darüber aus, wie man in seinem späteren Beruf zurande kommt.

Denn in diesen Berufen werden Maschinen bedient oder wiederholbare Handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt. Und nach 2-3 Jahren hat Jeder die Automatismen und oder die Übung um in seinem Beruf zu bestehen.

Gaiasduhter 27.06.2015, 13:41

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, aber bei Deinem Satz "Diese Ausbildung schafft Jeder der des Lesens, Schreibens, Rechnen und Sprechens mächtig ist.", sollte schon auch eine gewisse Begabung für das jeweilige Handwerk vorhanden sein. Wer zwei linke Hände hat, kommt z.B. als Tischler nicht weit.

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Hallo Tanker96,

Ich denke, der Grund liegt vor allem in der Tatsache, dass an den Schulen die Schwerpunkte woanders liegen und nicht gerade in den Bereichen, die Schülern wirklich gefallen. Man kann sich nur gut entwickeln, wenn man etwas, was man macht, auch wirklich gerne macht. Nur weil man in der Schule nicht so gut war, heißt es nicht, dass man dann gleich alles nicht auf die Reihe kriegt. Nach der Schule sucht sich jeder Schüler seinen eigenen Schwerpunkt, etwas was ihm oder ihr am besten liegt und nur dann können auch nicht so gute Schüler erfolgreich werden.

Weil es solche und solche gibt.

Es gibt schlechte schüler dies einfach nicht können und schlechte weil sie faul sind. (So wi ich) - schlecht auf noten bezogen.

Ich war nur faul. Aber jetzt im arbeitsleben ... Tja das ist meine welt. Was soll ich sagen. 

Das ist auch der grund warum ich persönlich nicht bis kaum aufs zeugniss schaue bei einstellungen. (Kommt natürlich auf die branche an)

Bestes beispiel: ich habe tischler gelernt. Wärend meiner lehrzeit kam sich einer vorstellen der notenmäßig ein absoluter vollpfosten war. 2 x durchgefallen, 5er etc. Mein chef stellte ihn trotzdem ein und er wurde ein besserer tischler als ich. Er hatte mehr leidenschaft, talent was auch immer. Ich ging nach 3 jahren , für mich wars nicht genug. Ich habe mich woanders etabliert und ich war alles andere als ein musterschüler.

weil schule nur wenig mit dem richtigen leben zu tun hat. in der schule lernt man nicht was man im leben so braucht. wir haben nie gelernt wie man an ne wohnung kommt oder wie man das mit den akten regelt, oder was man wo beantragen muss etc. auch über berufe haben wir fast nichts erfahren. so war das jedenfalls bei mir. falls jemand etwas anderes erfahren hat ist das ja auch in ordnung.

Das ist dann der Unterschied von Theorie und Praxis.

Habe ich am Mittwoch in Stern TV eine Diskussion verfolgt..dort war sogar ein Gast..der in der Schule es  zu nichts gebracht hat.. und heute den Titel Professor hat.

asiulluisa134 26.06.2015, 21:04

Hab ich auch gesehen ... Da wurde aber nicht gesagt, dass der ein totaler Versager in der Schule war sondern nur, dass er zuerst auf einer Hauptschule war ^^

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Schlechte Schüler? In wie fern? Die faulen, oder die eher nicht ganz so gescheiten Schüler? Denn, wenn "schlechte" Schüler dennoch erfolgreich sind, dann lag es eher an der Faulheit und pauschal kann man das auch nicht sagen.

Na ja, das trifft ja nicht auf jeden schlechten Schüler zu. Aber wenn es so ist, dann liegt es evtl. daran, dass der jenige sich für ein bestimmtes Fachgebiet wirklich interessiert und weil er jetzt Geld verdient.

Weil sie oft mehr Praktiker sind.

Manche merken es später worauf es im Leben ankommt.

Weil bei manchen ihr Talent verkannt wurde oder sie einfach Glück hatten

hat das was mit dem märchen des tellerwäschers zu tun?

schlechte schüler finden wohl oft eine lehrstelle als milionär?-:)

Die Menschen denken, das Bildung Intelligenz gleicht.

Du bist keine Ausnahme...

BlumeOhneBiene 26.06.2015, 21:27

Im Grunde genommen hast du vollkommen recht. Das Wissen was man im Laufe der Jahre aufnimmt hat nicht großartig etwas mit Intelligenz zutun. Im Grunde genommen kann jeder normale Mensch mindestens die Realschule besuchen, wenn dieser nicht sehr faul wäre. Theoretisch kann sogar ein Mensch, der nicht einmal lesen und schreiben kann intelligenter, als ein Mensch sein, der studiert hat und z.B. jetzt ein Arzt mit Doktortitel ist.

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