Warum sind alle depressiv?

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17 Antworten

Nicht alle die behaupten Depressionen zu haben sind wirklich depressiv. Es gibt einen grossen Unterschied zwischen "sich depremiert fühlen" und der Krankheit Depression.

Das erste ist ein normaler Gefühlszustand, das zweite eine ernstzunehmende Erkrankung.

Für Depressionen gibt es desshabl gewisse objektive wissenschaftliche Kriterien welche erfüllt sein müssen, damit man von einer Depression spricht. Mehr dazu findest du hier: http://deprimed.de/depressionen/

Mich persönlich als wirklich von Depressionen betroffener nervt das ein wenig, wenn Menschen behaupten sie seien depressiv aber in Wahrheit nur schlecht drauf sind. Depressionen sind etwas völlig anderes.

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Depressionen gehören zu den Problemen, die man schwer selbst lösen kann. Oft sind oder fühlen sich diejenigen allein. Deshalb suchen sie im Internet nach Informationen und Hilfe und genießen den Vorteil, anonym zu sein.

In den Top 10 der Themen sind Depressionen nicht. Da finden sich sehr viele Computerfragen. Computerinteressierte nutzen ihre Fähigkeiten und suchen oft als erstes per Computer nach Informationen, die sie brauchen. Der Rechner ist meistens eh schon an.

Es kann schnell so wirken, als würden fast nur Depressive Fragen stellen, weil Nichtdepressive keinen Grund haben, über Nichtdepressionen Fragen zu stellen.

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Kommentar von Bambi201264
07.11.2016, 14:49

XD - Etwa so: Ich habe keine Depressionen, bin ich jetzt unnormal?

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Ich behaupte mal, dass teils die Last größer geworden ist.

Abi ist Pflicht, eine Beziehung sollte man nach Ansicht vieler gleichaltriger auch schon gehabt haben, das erste mal sowieso. Da der Staat auch keinen Bock hat auf neue Abiturienten zu lange zu warten verkürzt man die Zeit einfach und erhöht die Arbeitszeiten der Schüler.

Dazu kommen diverse gesellschaftliche Klischees die erfüllt werden sollen (Mann soll nach außen hin keine "negativen" Gefühle zeigen und alles einfach ertragen, sportlich und kräftig sein, schlagfertig, intelligent und weltgewandt). Mit ca 20 soll man dann fest im Leben stehen, soll eigenständig Leben usw.

Im Studium darfste dir dann weiter den Allerwertesten aufreißen oder man geht in die Ausbildung und wird da ggf. ausgebeutet.

"würd ich euch von all meinen erlebnissen und emotionen erzählen würdet ihr mich wahrscheinlich direkt einweisen"

Schön dass du versuchst deinen Charakter auf alle anzuwenden. Interessiert bloß keine Socke.
Abgesehen würde ich keinen zu einem Psychater/Psychotherapeuten raten, bei dem ich keine ernsten Probleme sehe/erwarte.

"Lieg ich völlig falsch?"

Ja und Nein.

Dazu sollte man noch zwischen verschiedenen Zuständen unterscheiden. "Winterdepression" wäre ein Wort. Macht  keinen Spaß, dürfte aber bei den meisten Betroffenen nicht an eine schwere Depression ranreichen, ist aber nicht umbedingt leicht zu unterscheiden.

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Du hast ja schon viele gute (und ein paar weniger gute) Antworten bekommen.

Fakt ist, Depressionen existieren. Sie sind keine schlechte Laune und sie gehen nicht mal eben so weg, wenn man nur fest genug daran glaubt. Dieser Irrglaube treibt viele Depressive noch tiefer in die Depression. Denn es kann passieren, dass man eines Tages wach wird und alles gut scheint. Ich dachte an diesen Tagen auch schon oft ich hätte mich "geheilt", aber sie kommen immer wieder, egal was du tust. Genau das unterscheidet Depressionen von einer normalen bedrückten Stimmung.

Aber was ist schon normal? Du fragst ob Pessimismus nicht normal ist. Pessimismus ist keine psychische Krankheit. Es gibt auch optimistische Depressive. Sie leiden oft stark darunter, sich schlecht zu fühlen, obwohl sie keinen Grund dazu sehen. Depressionen sind häufig losgelöst von rationalen Gründen oder unverhältnismäßig.

Zurück zu deiner Frage. Ich bezweifle auch, dass all diese Menschen tatsächlich depressiv sind. Unter anderem aus einem Grund der hier bisher noch nicht genannt wurde. Sicherlich auch aus Aufmerksamkeit oder Sonstigem.

Psychische Krankheiten, vor allem Depressionen werden im Moment enorm verherrlicht. Nicht verharmlost, sondern irgendwie als Lifestyle dargestellt. Als einen Zustand, der einen zu etwas Besonderem macht. Depressive seien hart im nehmen, emotionaler als andere Menschen, tief im Inneren die besseren Menschen, kreativer oder was weiß ich... Vielen erscheint das von den Medien gezeichnete Bild der Depressionen irgendwie romantisch. Es gibt sogar modische T-Shirts mit dem Aufdruck "I'm just so depressed..." oder einfach nur dem Schriftzug "Depression" als Designelement.

Soviel dazu. Ich finde es erschreckend, dass eine Krankheit zum Trend wird. Denn viele Menschen leiden darunter, länger als dieser Trend anhalten wird (hoffentlich).

Liebe Grüße und alles gute für die Zukunft,

Ella

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Hallo!

Es verhält sich mMn ganz ähnlich wie mit dem selbst bei Banalitäten oft fälschlicherweise eingesetzten Mode-Ausspruch "ich werde gemobbt". Viele Teenies geben das von sich, weil sie nach Aufmerksamkeit lechzen. Sie haben zwar evtl. tatsächlich irgendwelche Probleme bezüglich Liebeskummer oder Schule/Familie ------> das aber eben bei Weitem nicht in dem Umfang, in dem sie vorgeben welche zu haben. 

Wenn sie betonen depressiv zu sein, vermuten sie eben dass sich dann die anderen ihrer annehmen. Und weil einer das sagt & es klappt machen's dann die anderen nach ---------> typisch Trittbrettfahrer!

99,9 Prozent dürften nicht wissen wie es ist wirklich unter Depressionen zu leiden. Aber da darf man den Teenies keinen Vorwurf machen, die wissen's einfach nicht aufgrund einer (noch) fehlenden Reife und fehlenden Erfahrungen damit.

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Ich sehe das so: die Teenies, die hier meinen, sie seien depressiv, haben Suizid-Gedanken, Pubertäts-Probleme und Stress in der Beziehung sind Kids, die damit nicht klar kommen und denken, wildfremde Menschen könnten ihnen helfen. 

Alle diejenigen, die das nicht betrifft, deren Elternhaus ok ist und die mit ihren Freunden oder Freundinnen ihre Pubertäts- und Liebes-Probleme besprechen können und dort auch Rat und Hilfe finden .... die sind hier nicht auf gutefrage.net angemeldet, um sich hier auszuheulen. 

Dass sich nur die unverstandenen und ungeliebten Teenies hier anmelden und zum Teil unmögliche Fragen stellen, hat man den Eindruck, dass alle Teenies sich unverstanden fühlen und die o.a. Probleme nicht alleine lösen können.

Die Mehrzahl der Kids - davon bin ich überzeugt - kommen klar damit!

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Meiner Ansicht nach liegst Du nicht falsch. Oft haben heute schon Menschen, die noch garnichts geleistet haben, ein Burn out. Wer in der Pubertät ist, hat automatisch eine Depression usw.

Ich weiß gar nicht, wie unsere Vorfahren unter den damaligen Bedingungen zurecht kommen konnten ohne die psychiatrischen Einrichtungen zu bevölkern.

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Kommentar von Panazee
07.11.2016, 22:50

Unsere Vorfahren hatten einfach keine Zeit um Depressionen zu haben. ;-)

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Depression ist eine psychiatrische Diagnose. Nur wenn man eine Krankheit aus dem derpessiven Formenkreis hat, ist man depressiv.

Die Fragen hier sind von Kindern mit der wahrscheinlich ersten kleinen Lebenskrise. Das ist natürlich keine Depression. Sie fühlen sich mies und brauchen Aufmerksamkeit. Dafür das Wort "depressiv" zu verwenden ist kindischer Unfug, die schlechte Laune der Pubertierenden dürfte jedoch real sein.

Manche Leute kommen mit ihren Launen allein zurecht, andere heulen Freunde voll, wieder andere jammern im Internet oder schreiben Gedichte. Jeder hat da seine eigene Strategie und irgendwann werden sie trotzdem erwachsen.

Lass die Leute reden!

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Es macht schon einen Riesenunterschied aus, ob man Optimist oder Pessimist ist. Der Pessimist ist häufig geradezu auch noch süchtig danach, jedwede Hilfe von sich abprallen zu lassen, weil er seiner Ansicht nach völlig verloren ist. Wird man versuchen ihm einen guten Rat zu geben, baut er sofort auch noch Abwehrmechanismen auf. Er ist einfach kaum zugänglich.

Diese Tatsache bildet meines Erachtens bereits die Notwendigkeit für das  Verständnis solche Fragen stellen zu können.

Wie man sie beantwortet ist hierbei von ganz besonderer Qualität. Eigentlich können das nur geschulte Psychologen.

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Kommentar von Pilzlisammler
07.11.2016, 10:07

du bezeichnest pessimisten als depressiv veranlagte menschen?

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Liegt wahrscheinlich daran, dass man alles echt im schlechten licht sieht. schlechte Laune sind direkt Depressionen, eine 2 Wöchige B ezuiehung die Endet und das Leben hat keinen Sinn mehr. Ausserdem spielt auch die Aufmerksamkeit, welche sehr viele wollen eine grosse Rolle.

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Jede Gesellschaft hat ihre spezifischen Krankheiten und in unserer ist das eben die Depression. Darin zeigen sich ihre Fehlentwicklungen und Vernachlässigungen. Das angestrebte Menschenbild ist weit entfernt von der menschlichen Natur. 

Wir leben in einer deprimierenden Gesellschaft. Überall

triste Piste

. Zuviel Druck und Anforderungen, vorwärts und höher zu kommen. Man lebt kaum noch selbst, sondern lässt sich Leben in Filmen vorführen. Hohe Ideale, die nur wenige erreichen können. Man fragt sich " wofür eigentlich? " und das Ergebnis ist Lustlosigkeit.

Wir können alles haben, aber wenig bewirken. Es mangelt an Freude und Begeisterung, an Freiheit, Selbstbestimmung und unmittelbaren Erfahrungen.

Heutzutage werden Kinder von der wirklichen Welt ferngehalten, angeblich zu ihrem Schutz, und dafür in eine erzieherische Pseudoweltgesteckt, die viel von ihnen verlangt, aber ihnen wenig seelische Nahrung gibt.

Um es mit Rilke zu sagen:

Ihm ist, als ob es tausend Regeln gäbe
und hinter tausend Regeln keine Welt.

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Kommentar von Sonja66
09.11.2016, 17:54

DH!

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Manchen geht es vielleicht auch einfach nur schlecht..? Ich rede nicht für alle die wegen jedem Teeniequatsch einen halben Nervenzusammenbruch erleiden.. Nein ich Rede von Leuten wie mir, die es Leid sind jeden Tag aufzustehen weil sie sich selber hassen, weil sie keine Kraft mehr haben, weil sie alleine sind in allem was sie tun, weil die WIRKLICH an Depressionen, Essstörungen oder psychischen Krankheiten leiden..
Natürlich gibt es auch diejenigen, die eine 2 wöchige lächerliche Beziehung als das Ende der Welt sehen.. Trotzdem sollte man beides nicht unter einen Hut stecken :)

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Erstens sind nicht alle depressiv.

Und die, die es sind, haben sich das weder ausgedacht, noch ausgesucht!

Hört endlich auf, diese und ähnliche Erkrankungen ständig in das Reich der Fantasie oder angeblichen "Modeerscheinungen" zu verschieben!

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Kommentar von Irukandji00
07.11.2016, 17:01

Da fühlt sich ja gleich jemand auf den Schlips getreten! Keiner sagt was gegen Leute, die tatsächlich Depressionen haben. 

In der Fragestellung steht nur, dass scheinbar unverhältnismäßig viele Leute von sich behaupten, an Depressionen zu leiden und dem wollte der Fragesteller einfach nachgehen. 

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Du hast absolut keinen Plan, was es heißt, Depressionen zu haben. Ich auch nicht, wenigstens nicht am eigenen Leib.

Aber ich weiß halt, dass es nichts mit "Gedanken machen" zu tun hat, dass man es weder herbeibeschwören noch wegdenken kann. Es ist eine ausgesprochen unangenehme Sache, die das ganze Leben versauen kann.

Und da ist es völlig klar, dass Menschen, die davon betroffen sind, Fragen stellen.

Menschen, die keine Depressionen haben, die werden wohl kaum Fragen stellen a la "Wieso habe ich keine Depressionen?" oder "Warum gehts mir so verdammt gut?"

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Liegt am Mitteilungs-und Aufmerksamkeitsbedürfnis und kann die Seele erleichtern,bei Antworten. Ausleben der Gefühle. Würde ich sagen.

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Ist glaub ich so ne Modeerscheinung, wie so vieles. ....

Früher war man mal "schlecht drauf", heute hat man Depressionen.

Früher war man mal "überarbeitet", heute hat man "burn out".

Früher hatte man ein "anstrengendes Kind", heute hat das Kind ADHS.

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Kommentar von Source5
06.11.2016, 23:21

Oh gott.. Du sprichst mir aus der Seele!

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Kommentar von MichaL81
06.11.2016, 23:22

Danke. Schön zu lesen, dass noch jemand so denkt

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Kommentar von Nashota
07.11.2016, 10:37

Früher gab es auch einen Kaiser.

Wer keine Ahnung von den aufgeführten nachweislichen! Krankheiten und Problemen hat, sollte besser nichts schreiben.

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Kommentar von Etter
07.11.2016, 17:00

Und n Selbstmord nennt man wie? "Etwas verstört"?

Immerhin merkt man, dass du anscheinend weder Erfahrung mit AD(H)S, noch mit Burnout oder schweren Depressionen hattest.

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Seh ich auch so.

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