Warum sind Alkohol und Nikotin in unserer Gesellschaft aktzeptiert?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil es die Drogen sind, die seit langem in unserer Gesellschaft viel konsumiert werden.

Bier seit es in den Klöstern gebraut wurde und es ja "von Gott akzeptiert" ist.

Ein gutes Beispiel findet man in Südamerikanischen Ländern in welchen es normal ist Coca-Blätter zu kauen oder auch Marihuana zu rauchen...bei ihnen sagt niemand etwas dagegen...bei uns ist es verpönt obwohl beispielsweise bei Marihuana beispielsweise sind die Folgen nachgewiesen deutlich weniger gravierend als bei Zigaretten oder Alkohol...und trotz allem wird es nicht akzeptiert, weil es nicht so "eingebürgert" ist wie Nikotin oder Alkohol.

das stimmt

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@carglassXD

Zudem kommt das (Nicht-)Wissen einiger Politiker hinzu, welche entscheidungen auf Politischer und nicht Wissenschaftlicher Basis gründen...

Bestes Beispiel ist hierbei auch mal wieder das THC

"Wer den freien Genuss von Canabis befürwortet, nimmt in verantwortungsloser Weise den Tod von Tausenden junger Menschen in Kauf." - Edmund Stoiber, ehemaliger Ministerpräsident von Bayern, 1997

Und das, obwohl durch THC alleine bisher keine (oder kaum) Todesfälle zustande kamen und auch diese meist aufgrund von fehlender Intelligenz beim Konsumenten zustande kamen...

Auch wenn dies bereits etwas älter ist. Auch 1997 waren Studien zu der Letalität verfügbar und trotzdem War Herr Stoiber anscheinend nicht in der Lage (oder wollte in der Lage sein) sich darüber genügend zu informieren.

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@Souta

das ist wahr man kann sich nicht tot-kiffen. Eher schläft man ein. Ergo 0 Todesopfer durch thc.

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@blackurant

Da gebe ich euch Recht. Wobei man wenn man zu viel raucht sehr starke Paranoia bekommt, was für den ein oder anderen sehr heftig sein kann.

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@carglassXD

was ein gesunder menschenverstand zu vermeiden weiß

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@blackurant

0 Todesopfer durch Überdosierung! Tote im Straßenverkehr oder bei sonstigen Unfällen hat es aber schon vereinzelt gegeben.

Nichtsdestotrotz stimmt es natürlich das Cannabis weit weniger gefährlich als Alkohol ist.

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Alkohol gibt es in unserer Gesellschaft schon länger als vieles anderes, schon die alten Kelten und Germanen haben fleißig ihr Bier bzw. ihr Met gebraut, im Mittelalter waren schwach alkoholhaltige Getränke sogar vielerorts das einzige, was man ohne Lebensgefahr trinken konnte (weil die Brunnen meist mehr oder weniger dreckverseucht waren), da haben schon Kleinkinder jeden Tag Bier oder Wein (damals aber mit weniger Alkoholgehalt als heute) zu trinken bekommen. So etwas kulturell dominantes kann man nicht so einfach abschaffen, jedenfalls nicht innerhalb von zwei oder drei Generationen. "Bleifreies" Bier gibt es ja auch noch gar nicht so lange. Nikotin ginge einfacher, aber da hat z. B. auch der Staat (Tabaksteuer! Subventionen für Tabakanbau! Arbeitsplätze in der Tabakindustrie! etc.) ein Wörtchen mitzureden, vom Einfluß der milliardenschweren internationalen Tabak-Konzerne ganz zu schweigen. Kurz gesagt, es ist nicht so einfach.

Alkoholkonsum gibt es schon seit Tausenden von Jahren. In Europa gibt es eine ganze Kultur um den Alkoholkonsum herum, z.B. was den Weinanbau und das Bierbrauen angeht, mit Verkostungen, Experten, Hunderten von Sorten etc. Es handelt sich also nicht um einen simplen chemischen Stoff (Ethanol), den man in sich hineinkippt, um sich zu beduseln und zuzudröhnen, bzw. wird diese Tatsache durch das ganze Brimborium verbrämt.

Auch Nikotinkonsum gibt es schon seit einigen Hundert Jahren in Europa. Das Rauchen wird aber zunehmend nicht mehr so stark akzeptiert und durch Gesetzgebungen immer weiter in eine Ecke gedrängt. Der Anteil rauchender Jugendlicher (12-17 Jahre) ist z.B. von 2001 bis 2013 von 27 % auf 12 % gefallen.

Legale Suchtmittel werden eben akzeptiert oder toleriert, weil ein relativ großer Anteil der Bevölkerung diese "genießt" und sich nicht stigmatisieren lassen möchte.

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