Warum sieht man in Japan nur ganz wenige deutsche Autos auf den Straßen?

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11 Antworten

BMW und Mercedes gelten dort entweder als Autos für Yakuza oder sehr Vermögende Menschen.

(Man nennt solche Leute nicht ohne Grund "ベンツ野郎". Siehe: http://wadoku.de/search/?q=%E3%83%99%E3%83%B3%E3%83%84%E9%87%8E%E9%83%8E ...)

Darüber hinaus sind japanische Straßen oft extrem eng und mit einem typischen japanischen K-Car kannst du dort deutlich leichter manövrieren als mit einem dicken europäischen Wagen.

Die paar kleinen Autos aus deutscher Herstellung kannst du an einer einzigen Hand abzählen und sogar eine A-Klasse ist verglichen mit japanischen Autos schon richtig dick und fett.

Dort gibt es auch in Großstädten Gässchen, die so eng sind, dass man sich da als deutscher Autofahrer gar nicht reintrauen würde, weil es rechts und links nur 5mm Abstand zur Wand sind. Glaub mir, japanische Autos sind für solche Situationen viel viel viel besser geeignet.

PS: Unser Suzuki-Hybrid verbraucht bei 3 Personen im Wagen auf 100km etwas unter zwei Liter! Wenn ich in Deutschland einige Leute mit SUVs sehe, die für die gleiche Strecke mehr als das zehnfache schlucken, wobei nur der eine Fahrer alleine im Wagen sitzt, dann fragt man sich schon, ob das wirklich so sein muss.

Anmerkung: Mit K-Cars sind natürlich Kei-Cars gemeint! Ich dachte, bei dieser Schreibweise ist die Aussprache für Deutsche besser verständlich! Es wird wie der Buchstabe "K" im englischen ausgesprochen, und nicht wie der Jungenname "Kai" im Deutschen! Naja, egal ... ><

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Es stimmt zwar dass in Japan viele Kei unterwegs sind, was aber oft eher dem günstigeren Unterhalt als den Straßenverhältnissen geschuldet ist, aber hast du schon mal gesehen wie viele SUV oder riesen VANs durch Japan fahren. Nebenbei erwähnt auch oft nur mit Fahrer wie in DE?

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Das muus die Tradition sein, Japaner halten ihre Produkte hoch in Ehren, denn sie Wissen wie schnell es gehen kann, mit der Rezession.

Der Preis der DE Autos ist angemessen, der Transport wuerde auch keine Rolle spielen, denn alle einschlaegigen Firmen lassen in China ihre Fabrikate herstellen. Quasi um die Ecke. Genauso produzieren die DE Autobauer alle Typen in Suedafrika, also dieses Argument der zu teuren Herstellung und des Preises (Herstellungskosten) kann es nicht sein.

Man muss wissen, das meist verkaufte Auto in der Welt ist nicht ein VW, sondern ein Toyota, somit muss es Gruende haben, denn alle Kaeufer der Welt achten auf das Preis- Leistungsverhaeltnis.

Ein Argument gibt es noch, die Parkflaechen in Japan sind knapp, somit ist der Kleinwagen gefragt.

 

Einen Vorschuss gab es nicht, somit gibt es auch keinen Kredit.  Die Japanische Autoindustrie, sprich Lobby, hat es geschafft, Autofaher auslaendischer Produkte zu verteufeln, wenn du verstehst was ich meine?

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Warum soll man für die gleiche bzw eine schlechtere Leistung/Produkt mehr Geld zahlen? Zumal dort vor allem Kleinstwagen unterwegs sind. Es gibt dort auch eine große Drift- und Tuningszene, dies betrifft jedoch ebenfalls japanische Sportwagen, deutsche Wagen bieten einfach nicht das Potenzial und sind höchstens bei Reichen und der Yakuza gefragt...

Salue

Tatsächlich sind Deutsche Autos in Japan "sau-teuer".

Dazu haben die Japaner teilweise sehr teure Parkgebühren, wenn der Wagen eine gewisse Breite überschreitet. Die Japaner selber bauen ihre Autos nach solchen Normen, die Europäer hingegen passen sich dem Japanischen Mark nicht an.

Dann, nach drei Jahren verdoppeln sich die Verkehrssteuern. Nach 6 Jahren werden sie fast unbezahlbar und die Gebrauchtwagen haben noch einen Restwert von einigen Hundert Dollar. Die Abschreibung bei einem teuren Auto wird so fast unbezahlbar.

Die 6 jährigen Autos werden nach Russland verschifft. Die Russen freuen sich über solche Top-Gebrauchtwagen zu einem lächerlichen Preis.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

Darf ich fragen von wo du die Angaben der fast unbezahlbaren Steuern für 6 jährige Autos hast sowie den Restwert von einigen hundert Dollar (wobei in Japan keine Dollar verwendet werden) für Gebrauchtwagen?

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@DUKE3D

Ich habe beruflich Kontakte nach Japan. Die Aussage des Restwertes eines 6 jährigen Autos habe ich von einem "Chief" auf einem Containerschiff. Er hatte mir gegenüber geäussert, er fahre einen Toyota Mark2, ein Modell, welches nur in Japan verkauft wurde. Der hat den Wagen für einige hundert Dollar direkt in Japan eingekauft und mit dem Schiff nach Estland mitgenommen.

Gruss

Tellensohn

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@Tellensohn

Die Gebrauchtwagenpreise sind in Japan nicht viel anders als in Europa. Ein Auto ist auch hier nach 6 Jahren nicht für ein paar hundert Dollar zu bekommen außer es handelt sich um eine Schrottkiste welche in den Export geht oder sonst keiner haben will.

Ein kleines Beispiel:

In Japan an jeder Ecke zu sehen, Toyota Vitz (in DE Toyota Yaris), Bj. 2010 mit ca. 100tkm. Ein typischer Kleinwagen welcher selbst neu nicht die Welt kostet.
Preis in JP etwa 3,000 Euro und in DE etwa 4,000

Der Toyota Mark2 wurde nur bis 2004 (bzw. 2007) gebaut. Die Preise für einen Mark2 BJ 2004 beginnen bei etwa 2,000 Euro ohne "Tüv" und 3,000 mit "Tüv". Ältere sind natürlich günstiger.
Wenn man sucht kann man einen Mark2 natürlich auch schon für ein paar hundert Euro kriegen welcher jedoch in Japan nochmals locker  1,000 bis 2,000 Euro an kosten für den Tüv benötigen würde.
Die Aussage des "Chief" rührt vielleicht daher.

Zur Erklärung. In Japan müssen Autos alle 2 Jahre zum "Tüv" welcher recht teuer ist da er auch eine menge Steuern beinhaltet. Für ein normales Auto (Kompaktklasse) zahlt man um die 600 Euro sofern nichts zu machen ist. Für ein Auto wie der Mark2 sinds schon etwa 800 ohne jegliche Reparatur.

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Wozu ? die Haben doch die viel zuverlässigeren Toyotas und Lexus und dann noch Honda, Subaru, Daihatsu, Hyundai, Suzuki, Nissan, und Mitsubishi, aus Europa haben sie viel mit dem Französischen PSA Konzern (Citroen, Peugeot, DS und demnächst Opel) durch die Kooperation mit Toyota zu tuen und mit Volvo das seit kurzen ihnen gehört.

Der Markt ist also schon an die Asiaten und die Franzosen gegangen die dort die Masse absetzten und den Deutschen bleiben nur die Nischen übrig wo ihre Autos als besonders begehrenswert gelten. 

Warum fahren Italiener Fiat und Alfa? Weil es sonst kein Menschen kaufen würde :D
Du bekommst hier in Deutschland einen Japaner zum halben Preis "unserer" Autos. Selbst eine C-Klasse kostet dich über 20k. Wer es sich leisten kann, der greift nicht zum japanischen Auto, außer er steht auf Tuning oder will Gled sparen. Schau dir mal einen Japaner in einer S-Klasse an. Das ist für die schon ein SUV...

Wenn du in Japan bist, dann kaufst du XXL wenn du hier L oder XL trägst.

Kei Cars genießen dort große Steuervorteile, und genau solche werden eben nicht von deutschen Marken angeboten.

Interessant! Ich musste erst einmal nachsehen, was Kei Cars sind ;-)

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Die großen steuerlichen Vorteile sind seit 2 oder 3 Jahren nicht mehr so groß. Gab da mal ne Änderung.

Dennoch stimmt der Ansatz schon dass der Unterhalt eines Kei günstiger ist als ein "normales" KFZ, aber wenn du längere Strecken fährst bist du froh wenn du kein Kei hast.

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@DUKE3D

Ich meine, gehört zu haben, dass Japan zum ersten schon kein großes Land ist und zum Zweiten, dass das Schienennetz und die Pünktlichkeit der Züge weltweit allererste Klasse sein soll. Wäre also die Frage, ob es überhaupt notwenidig ist, längere Strecken in Japan mit dem Auto zurückzulegen (außer, man liebt das selber fahren?).

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@SpitfireMKIIFan

Das Problem mit dem Hören ist immer dass man oft falsches oder nicht alles hört.

Japan ist Flächenmäßig größer wie Deutschland und wenn man auch nur die Hauptinsel Honshu nimmt immer noch fast so groß wie Rumänien.

Klar ist das Schienennetz großartig, aber Japan besteht aus mehr als Tokyo und Osaka. Dort und in einigen anderen Städten kann man getrost auf ein Auto verzichte. Das kann man aber auch in Berlin oder anderswo genauso.

Wenn man aber etwas abseits geht dann sieht das mit dem Zug schon wieder anders aus. Wobei sich das Problem ja dann eher beim lokalen Verkehr wiederspiegelt wie z.B. beim Bus wenn man nicht grad in einer großen Stadt wohnt oder etwas am Stadtrand.

Bezüglich längeren Strecken mit dem Auto, dass kommt sich drauf an. Es ist z.B. auch eine Kostenfrage. Wenn ich alleine von A nach B fahre dann dürfte der Schinkansen günstiger sein (jedenfalls schneller), aber wenn man zu zweit fährt dann fängt man schon an zu rechen und dann ist das Auto oft günstiger.

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Das stimmt gar nicht, zumindest in den Großstädten mit Service-Stationen für diese Autos. Es gibt sogar viele Japaner/innen, die das Lenkrad beim deutschen Auto auf der linken Seite haben, trotz Linksverkehr. Es gibt aber auch viele BMW , VW Oberklasse und Mercedes mit Steuer auf der "richtigen" Seite (rechts).
Opel und VW mittel und klein kommen fast überhaupt nicht vor.
Na ja, außerdem sind die Japaner auch sehr nationalistisch, fast schon chauvinistisch :-)  sofern man verallgemeinern darf (soll man aber nicht !!).

Durch den weiten Weg, den die Autos von Deutschland nach Japan haben schießt der Preis dieser Autos ordentlich in die Höhe.Da deutsche Autos sich vom Preis im Vergleich zu japanischen Autos abheben schon ohnehin sehr abheben auf Grund der Qualitätsunterschiede, sind deutsche Autos im Ausland so gut wie gar nicht bezahlbar. Das führt dann natürlich dazu, dass die sehr große Mehrheit eher zur viel billigeren heimischen Alternative greift. 

Das kann nicht stimmen, denn sonst würde es sich nicht lohnen Rindfleisch aus Argentinien zu importieren. So eine Schiffsreise kostet weniger als die Fahrt mit dem LKW zum Hafen.

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@Fuchssprung

Rindfleisch mit Autos zu vergleichen ist ein bisschen albern. argentinien mir De zu vergleichen auch. Argentinisches Rindfleisch ist auch nicht gerade billig. Und es wird sehr billig erzeugt, im gegensatz zu deutschen Autos.

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auf Grund der Qualitätsunterschiede

Du hast wohl noch nie nen Toyota gefahren oder? :)

Da kann sich VW noch nen ordentlichen Happen abschneiden, bis die deren Zuverlässigkeit erreichen.

Naja es sei denn man beruft sich auf die ADAC Tests die ja, wie wir wissen, alle samt pro deutsche Autoindustrie geschönt waren.

Ansonsten stimmt deine Begründung absolut.

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Weil die Qualität stimmt und der Preis auch.

Wer zahlt schon 20.000 und mehr für nen Golf der dann doch genau so oft kaputt geht wie ein Dacia.

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